Was ist eine Wettquote?

Wettquoten geben dem Faktor an, mit denen der Wetteinsatz eines Spielers im Falle eines Gewinnes multipliziert wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, mit der Quote kann die Höhe des Nettogewinns sowie des Auszahlungsbetrages bestimmt werden. Dabei wird zwischen festen und variablen Quoten unterschieden. Die meisten Wetten auf Sportereignisse werden von online Buchmachern als feste Quoten angeboten. Hier steht bei Abschluss des Tipps bereits fest, wie hoch die Quote ist und diese kann im Nachhinein nicht geändert werden. In diesem Fall tritt der Buchmacher somit als Wett Gegner auf. Im Unterschied dazu gibt es zum Beispiel bei Pferderennen variable Quoten.


Die Ermittlung der Quotenhöhe vom Buchmacher

Wenn ein Kunde bei einem Online Buchmacher einen Tipp platziert, so tritt er mit dem Wettanbieter selbst in Wettstreit. Der Kunde möchte damit zwei Dinge erreichen:

  1. einen möglichst hohen Gewinn erzielen
  2. mit seiner Wette richtig liegen

Je höher die Quoten liegen, desto mehr Anreiz besteht für den Kunden auch, mehr Geld einzusetzen. Allerdings lautet die Faustregel: je höher die Quote, desto risikoreicher die Wette. Oder andersrum: desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Kunde mit seiner Einschätzung richtig liegt.

Schließlich sind die Buchmacher nichts anderes als normale Unternehmen, die mit Wetten Geld verdienen. Aus diesem Grund kalkulieren sie auch ihre Quoten möglichst genau und schätzen das Risiko entsprechend ab. Hierzu gehört eine umfangreiche Recherche. Natürlich kann es auch einmal sein, dass ein als Favorit eingeschätztes Team, welches als todsicherer Sieger gilt, trotzdem vom Pech verfolgt ist und die Begegnung verliert. Aus dem Grund gilt für den Spieler dasselbe wie für den Buchmacher: vor jeden Tipp muss er die Begegnung analysieren und recherchieren und die Quote abgleichen. Wer den Buchmacher überlisten und langfristig Gewinne generieren möchte, der muss demnach Quoten finden, bei denen sich der Wettanbieter entweder verrechnet hat, oder der Spieler muss sein Wissen über Dinge verwenden, der Buchmacher noch nicht weiß, wie zum Beispiel erkrankte Spieler.

Bet3000 liefert häufig die besten Quoten


Wie werden Quoten dargestellt?

Die Erstellung der Wettquoten kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Oft ist die Darstellung auch im Kundenbereich einstellbar. Die Quotendarstellung ist meistens davon abhängig, wo der Buchmacher und der Spieler ihren Sitz haben. Es gibt drei unterschiedliche Formen:

1. Wettquoten in Europa

In Europa geben Buchmacher in der Regel die sogenannte Bruttoquote an. Diese wird wie folgt ausgewiesen:

  • Team A – Team B: 1 1.40 – X 3.5 – 2 6.1

Bietet nun zum Beispiel der Buchmacher eine Wettquote von 3.5 auf Unentschieden an (X), so erhält der Spieler bei einem Wetteinsatz von zehn Euro im Gewinnfall 35 €. Aus dem Grund heißt es auch 3.5 for 1. Somit gibt eine europäische Quote das Verhältnis des eingezahlten Betrages zum Bruttogewinn an. Der Reingewinn hingegen errechnet sich aus dem Bruttogewinn abzüglich des Wetteinsatzes und wäre in unserem Beispiel 25 €.

Das oben genannte Beispiel stellt eine 3-Weg Wette dar. Der Punkt kann auch durch ein Komma ersetzt werden. Die vorangestellten Zahlen 1 und 2 zwischen den einzelnen Quotierungen sind Abkürzungen und stehen für:

  • 1 = Heimsieg
  • 2 = Auswärtssieg
  • X oder 0 = Remis

Bei Sportarten, bei denen es kein Remis gibt, wie beispielsweise im Tennis, fehlt dann dieser Ausgang und es handelt sich dann hierbei um eine sogenannte 2-Weg Wette. Bei einer klassischen 3-Weg Wette wird in der Regel auf einen bestimmten Ausgang nach Ende der regulären Spielzeit getippt. Somit bleiben Elfmeterschießen oder Verlängerungen außen vor. Dadurch gibt es bei diesen Sportarten auch immer die Möglichkeit auf ein Unentschieden. Die Buchmacher bieten auch Wetten auf Ergebnisse nach einer Verlängerung und Co. an, dann wird dies allerdings entsprechend ausgewiesen.

Beispiel Quoten bei Expekt

2. Wettquoten in Großbritannien

Bei einigen Glücksspielen werden die Quoten als Nettoquoten ausgeworfen – die Wettquoten in Großbritannien folgen diesem Beispiel. Ein anderer Begriff dafür ist auch Odds und sie geben das Verhältnis zwischen dem Nettogewinn zum Wetteinsatz an. Daher würde im oben genannten Beispiel ein britischer Wettanbieter eine Quote von 3.5 gegen X (Unentschieden) angeben. Dargestellt als Bruch würde das bedeuten 7/2 und gesprochen würde die Quote 7 to 2.

Es kann vorkommen, dass der Reingewinn dem Wetteinsatz entspricht, dann wird dies als even money bezeichnet. In Europa würde in diesem Fall die Quote 2.0 betragen. Bei einem Reingewinn, der kleiner als der Wetteinsatz ist, wird dies als Odds on bezeichnet und die Quote wird oft in roter Schrift angegeben.

3. Wettquoten in den USA

Gänzlich anders werden wiederum die Wettquoten in den USA angegeben. Wird zum Beispiel für Unentschieden eine positive Zahl ausgeworfen, so gibt diese den möglichen Gewinn bei einem Wetteinsatz von 100 US Dollar an. Somit bedeutet eine Schreibweise von +550 eine Wettquote von 5.5 oder 11/2.

Liegt der Reingewinn unter dem Wetteinsatz, so wird der Wetteinsatz erfasst, der erforderlich ist, damit ein Reingewinn in Höhe von 100 US Dollar erfolgt. Zum Unterscheiden wird diesem Betrag ein Minuszeichen vorgesetzt. Im Umkehrschluss bedeutet somit eine Quote von -150, das 150 $ in den Tipp platziert werden müssen, damit ein Gewinn von 100 US Dollar erzielt werden kann.

4. Wettquoten bei Wettbörsen

Insbesondere bei Weltbörsen kann es sein, dass die Darstellung der Wettquoten gänzlich anders erfolgt. Ähnlich wie bei einer Aktie wird die Quote in zehn Einheiten angegeben.

Somit bedeutet eine Quote von 1.92, das bei einem Wetteinsatz von 1,92 € im Falle eines Gewinns zehn Euro ausgezahlt werden. Die Bruttoquote würde in diesem Fall 10/1,92 und somit 5,2 betragen. Wird hingegen ein 7.5 angegeben, so bedeutet das, dass im Falle eines Gewinns für 7,5 € Einsatz zehn Euro ausgezahlt werden.

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