Kann Darmstadt die Negativserie stoppen? Die Lilien empfangen den Aufstiegsaspiranten SV Elversberg am Samstagabend am Böllenfalltor. Während die Gäste aus dem Saarland mitten im Aufstiegsrennen stecken, hat Darmstadt zuletzt drei Ligaspiele in Folge verloren und droht den Anschluss an die oberen Plätze zu verlieren. Unsere Einschätzung: Elversberg reist mit breiter Brust an und dürfte das Duell für sich entscheiden – allerdings nicht ohne Gegenwehr der heimstarken Lilien.
Am 31. Spieltag der 2. Bundesliga 2025/26 gastiert die SV Elversberg beim SV Darmstadt 98 im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Anstoß der Abendpartie ist um 20:30 Uhr. Die Ausgangslage könnte unterschiedlicher kaum sein: Elversberg belegt mit 55 Punkten den dritten Tabellenplatz und kämpft um den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga. Darmstadt hingegen rangiert mit 50 Zählern auf Rang fünf und hat zuletzt in der Liga keinen Dreier mehr eingefahren. Drei Niederlagen in Serie gegen Arminia Bielefeld (1:2), Hannover 96 (0:2) und Greuther Fürth (2:3) haben die Aufstiegshoffnungen der Lilien erheblich getrübt. Für Trainer Florian Kohfeldt geht es darum, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen, bevor der Rückstand auf die Top-3 endgültig zu groß wird. Die Wetterprognose für den Samstagabend in Darmstadt meldet Temperaturen um 15-19 °C bei trockenen Bedingungen und keiner Regenwahrscheinlichkeit – optimale Voraussetzungen für ein Fußballspiel. Die angenehmen Temperaturen dürften beiden Teams entgegenkommen, insbesondere der offensivstarken Elversberger Spielweise.
Formbetrachtung: SV Darmstadt 98

Die Offensivstatistik ist dabei weniger das Problem: Mit 52 erzielten Treffern stellt Darmstadt eine der besten Angriffsreihen der Liga. Isac Lidberg führt die Torjägerliste des Teams mit 15 Toren und zwei Assists an, Fraser Hornby steuert neun Treffer und acht Vorlagen bei. Allerdings kassierte die Mannschaft auch bereits 37 Gegentore, was auf defensive Anfälligkeiten hindeutet.
Am Böllenfalltor war Darmstadt allerdings lange eine Macht. Die erste Heim-Niederlage der Saison setzte es erst am vergangenen 29. Spieltag gegen Hannover 96 (0:2). Diese Heimbilanz könnte ein wichtiger Faktor werden, auch wenn das Selbstvertrauen durch die Ergebnisse der letzten Wochen sichtbar gelitten hat. Positiv: Lidberg und Klefisch stehen nach abgesessenen Gelbsperren wieder zur Verfügung. Matthias Bader fehlte zuletzt mit leichten Schulterproblemen.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position |
| Isac Lidberg | 15 | 2 | 28 | Sturm |
| Fraser Hornby | 9 | 8 | 29 | Sturm |
| Kilian Corredor | 5 | 3 | 27 | Mittelfeld |
| Matej Maglica | 6 | 0 | 26 | Abwehr |
| Kai Klefisch | 3 | 4 | 25 | Mittelfeld |
Aktuelle Leistungsbewertung: SV Elversberg

In den letzten fünf Pflichtspielen zeigt Elversberg eine deutlich bessere Form als der Gegner: Dem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC am vergangenen Spieltag gingen ein 3:1 gegen Arminia Bielefeld und ein 1:1 bei Hannover 96 voraus. Immanuel Pherai, die Leihgabe vom Hamburger SV, war beim Erfolg gegen den KSC mit einem Doppelpack der Matchwinner. Die einzige Niederlage im jüngsten Zeitraum war das 1:2 gegen Spitzenreiter Schalke 04 – eine knappe und vertretbare Pleite.
Bemerkenswert ist die offensive Durchschlagskraft der Elversberger: 52 erzielte Tore bei nur 32 Gegentreffern ergeben die zweitbeste erwartbare Tordifferenz der Liga (+20,5 xGD). Die SVE hat sich ligaweit die viertmeisten Großchancen herausgespielt und gehört gemeinsam mit dem KSC zu den torgefährlichsten Teams in der Schlussviertelstunde (18 Treffer ab der 76. Minute). Der im Januar zu Eintracht Frankfurt gewechselte Younes Ebnoutalib (12 Tore) hinterließ zwar eine Lücke, doch Lukas Petkov (10 Tore, 4 Assists) und die Winterzugänge Pherai sowie Raif Adam haben diese Lücke weitgehend kompensiert.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position |
| Lukas Petkov | 10 | 4 | 29 | Mittelfeld/Sturm |
| Immanuel Pherai | 4 | 2 | 14 | Mittelfeld |
| Fisnik Asllani | 3 | 4 | 27 | Sturm |
| Lukas Schnellbacher | 3 | 3 | 28 | Mittelfeld |
| Maximilian Rohr | 2 | 3 | 26 | Mittelfeld |
Direktvergleich der Teams
Der Direktvergleich zwischen diesen beiden Mannschaften hat eine überschaubare Historie, die erst 2022 mit dem Aufstieg Elversbergs in die 2. Bundesliga begann. In den bisherigen fünf Aufeinandertreffen fällt auf, dass es kein klares Muster gibt – beide Teams haben ihre Siege eingefahren, wobei die Ergebnisse zwischen 0:0 und 4:2 weit auseinander liegen.
Das Hinspiel dieser Saison endete torlos (0:0) in Elversberg. Darmstadt konnte damals in der Fremde keinen Torerfolg verbuchen, was sich in die schwache Auswärtsbilanz der Lilien einreiht. Im Vorjahr gab es hingegen einen deutlichen 4:0-Sieg für Elversberg im Saarland sowie eine 0:3-Niederlage der SVE in Darmstadt. Die Lilien haben also durchaus gezeigt, dass sie am Böllenfalltor gegen diesen Gegner punkten können.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 30.11.2025 | SV Elversberg 0:0 SV Darmstadt | 2. Bundesliga |
| 08.02.2025 | SV Darmstadt 0:3 SV Elversberg | 2. Bundesliga |
| 31.08.2024 | SV Elversberg 4:0 SV Darmstadt | 2. Bundesliga |
| 13.10.2023 | SV Darmstadt 4:2 SV Elversberg | DFB-Pokal |
| 28.06.2022 | SV Darmstadt 1:1 SV Elversberg | DFB-Pokal |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| SV Darmstadt | N (2:3 Fürth) · N (0:2 Hannover) · N (1:2 Bielefeld) · U (1:1 Schalke) · U (0:0 Magdeburg) |
| SV Elversberg | S (3:0 KSC) · N (1:2 Schalke) · U (1:1 Hannover) · S (3:1 Bielefeld) · U (1:1 Hannover) |
Taktische Betrachtung
Florian Kohfeldt setzt bei Darmstadt auf ein ballbesitzorientiertes Spiel, das allerdings in den letzten Wochen ins Stocken geraten ist. Die Lilien kommen auf einen durchschnittlichen Ballbesitz von rund 51 Prozent und 375 Torschüsse in der laufenden Saison. Das Hauptproblem ist die defensive Stabilität: Drei Niederlagen in Folge mit insgesamt sieben Gegentreffern sprechen eine deutliche Sprache. Besonders über Standards und bei Umschaltsituationen zeigte sich die Darmstädter Hintermannschaft anfällig.
Vincent Wagner hat in Elversberg ein Team geformt, das flexibel zwischen verschiedenen Systemen wechseln kann. Die SVE besticht durch eine hohe Effektivität im Abschluss und eine beeindruckende Stärke in der Schlussphase von Spielen. 432 Torschüsse und ein durchschnittlicher Ballbesitz von knapp 54 Prozent zeigen: Elversberg will das Spiel kontrollieren und sucht geduldig nach Lücken. Mit Pherai als kreativem Kopf im Mittelfeld und Petkov als konstantem Torjäger verfügt die SVE über individuelle Qualität, die den Unterschied ausmachen kann.
Für Darmstadt wird es entscheidend sein, die Räume in der Halbspur zu verengen, in denen Elversberg bevorzugt seine Angriffe aufbaut. Die Lilien müssen zudem ihre emotionale Stabilität wiederfinden – die späten Gegentore in Fürth zeigten, dass die mentale Belastung der Niederlagenserie Spuren hinterlässt.
Voraussichtliche Startformationen
SV Darmstadt (Kohfeldt)
Schuhen – Vukotic, Pfeiffer, Maglica – Marseiler, Nürnberger, Klefisch, Papela – Corredor – Lidberg, Hornby
SV Elversberg (Wagner)
Kristof – Le Joncour, Schmahl, Rohr – Gyamerah, Poreba, Schnellbacher, Stange – Pherai – Petkov, Conté
Unsere Experten-Analyse zum Spiel
Dieses Duell hat alle Zutaten für eine spannende Partie. Auf der einen Seite ein verwundetes Darmstadt, das am Böllenfalltor bis vor kurzem ungeschlagen war und die Kehrtwende dringend braucht. Auf der anderen Seite ein formstarkes Elversberg, das die Chance hat, den Aufstiegskurs eindrucksvoll zu untermauern.
Unsere Redaktion sieht Elversberg als leichten Favoriten. Die Gäste verfügen über die bessere Formkurve, die höhere individuelle Qualität im Angriff und vor allem über die mentale Stärke eines Teams, das ein klares Saisonziel vor Augen hat. Darmstadts Negativserie von drei Liganiederlagen in Folge ist ein ernstzunehmendes Warnsignal. Gleichzeitig darf man den Heimfaktor nicht unterschätzen: Vor dem Hannover-Spiel war Darmstadt die gesamte Saison am Böllenfalltor ungeschlagen.
Die Quoten spiegeln ein enges Spiel wider – Darmstadt wird bei etwa 2,55 geführt, Elversberg bei 2,35, das Unentschieden bei 3,80. Diese Quotenverteilung zeigt, dass die Buchmacher den Gästen einen leichten Vorteil zutrauen, Darmstadt aber keineswegs abschreiben.
Wir erwarten eine umkämpfte Partie mit Toren auf beiden Seiten. Elversberg ist auswärts offensiv stark genug, um zu treffen, und Darmstadt hat trotz der Formkrise mit Lidberg und Hornby zwei Angreifer, die jederzeit für Tore gut sind. Die Stärke beider Teams in der Schlussphase lässt zudem ein Spiel erwarten, das spät entschieden wird.
Unser SV Darmstadt - SV Elversberg Experten Wett Tipp:
Ein Duell zweier aufstiegsorientierter Mannschaften, das trotz unterschiedlicher Formkurven ein offener Schlagabtausch werden dürfte. Elversberg reist mit dem Rückenwind des 3:0 gegen den KSC an, während Darmstadt die Heimkulisse am Böllenfalltor nutzen muss, um die Negativserie zu brechen. Unsere Analyse ergibt folgende Tipps:
Beide Teams treffen – Ja (Quote ca. 1,75)
Darmstadt hat in der laufenden Saison 52 Tore erzielt und verfügt mit Lidberg und Hornby über zwei der torgefährlichsten Angreifer der Liga. Gleichzeitig hat Elversberg in 30 Spielen 52-mal getroffen und auswärts kaum eine Partie verlassen, ohne selbst zu treffen. Die Defensive beider Teams hat Schwächen: Darmstadt kassierte 37 Gegentore, Elversberg 32. In vier der fünf bisherigen Direktduelle fielen Tore für beide Seiten. Die Formkrise der Lilien wird das Toreschießen nicht verhindern – im Gegenteil, gerade im Bestreben, die Wende herbeizuführen, wird Darmstadt offensiv Risiko eingehen müssen.
Über 2,5 Tore (Quote ca. 1,85)
Beide Mannschaften gehören offensiv zur Spitzengruppe der 2. Bundesliga, und Elversberg ist das torgefährlichste Team der Schlussviertelstunde (18 Treffer ab Minute 76). Die xG-Werte beider Teams liegen über dem Ligadurchschnitt. Gerade weil Darmstadt den Anschluss halten muss und kein Unentschieden reicht, dürfte die Partie offen geführt werden. Hinzu kommt: Die letzte Partie der Lilien in Fürth endete 2:3 – selbst in Niederlagen erzielt Darmstadt Tore.
Elversberg Doppelte Chance (X2) (Quote ca. 1,50)
Elversberg ist das formstärkere Team und hat in der Rückrunde bewiesen, den Abgang von Ebnoutalib kompensieren zu können. Die SVE verlor nur zwei ihrer letzten zehn Ligaspiele. Die Doppelte Chance schützt uns gegen ein mögliches Unentschieden, das angesichts von Darmstadts Heimstärke und der Brisanz des Spiels durchaus wahrscheinlich ist. Bei einer Quote um 1,50 bietet dieser Tipp ein solides Chancen-Risiko-Verhältnis.
- Beide Teams treffen – Ja: Quote ca. 1,75
- Über 2,5 Tore: Quote ca. 1,85
- Elversberg Doppelte Chance (X2): Quote ca. 1,50
Fazit
Darmstadt steckt in einer kritischen Phase und braucht dringend Punkte, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Allerdings spricht die aktuelle Dynamik klar für die Gäste aus dem Saarland. Elversberg besitzt die individuell bessere Besetzung im Angriff, die stabilere Defensive und vor allem die mentale Frische eines Teams auf dem Weg nach oben. Wir sehen eine torreiche Partie, in der Elversberg mindestens einen Punkt mitnimmt – und die gute Chance hat, den Dreier einzufahren. Der Haupttipp lautet daher: Beide Teams treffen bei einem Spiel mit mehr als 2,5 Toren.
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Sicherheitshinweis
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Hilfe bei Spielsucht:
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- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
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