Koeman-Nachfolger in Barcelona: Auch Löw und Klopp werden gehandelt

Man hatte es seit Langem kommen sehen. Nach einer Serie schwacher Leistungen sowohl in der spanischen Liga als auch in der Champions League, stand Barça-Trainer Ronald Koeman schon länger unter Beschuß. Im Anschluss an die Niederlage im Clasico gegen Real Madrid am vergangenen Sonntag nahmen die Unmutsäußerungen der Fans bereits tumultartige Formen an. Nach der 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger Rayo Vallecano am Mittwoch zog Klub-Präsident Joan Laporta schließlich die Reißleine: Koeman wurde noch Mittwochabend entlassen. Interimstrainer wird der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft Sergi Barjuan. Nun wird über mögliche Nachfolge-Kandidaten spekuliert. Die heißeste Spur führt zum ehemaligen Barça-Spielers Xavi Hernández. Aber auch Joachim Löw und Jürgen Klopp sind in Barcelona ein Thema.

Koeman übernahm im August 2020 das Traineramt in Barcelona. Nach vielen sportlichen Enttäuschungen stand der ehemalige Bondscoach bei den erfolgsverwöhnten Katalanen schon länger in der Kritik. Die vierte Niederlage in sechs Pflichtspielen war dann eine zu viel.

Koemans Amtsübernahme in schwierigen Zeiten

Als der Niederländer im Spätsommer 2020 zum FC Barcelona kam, war der Traditionsklub bereits im Niedergang begriffen. Der Weggang von Superstar Lionel Messi zeichnete sich ab, das Clasico gegen Real Madrid ging auch schon in der vergangenen Saison verloren. In der Champions League gab es mit der 1:4-Achtelfinal-Niederlage gegen Paris St. Germain das frühe Aus.

Als Messi dann schließlich weg war, zeigte sich, dass Koeman kein Konzept fand, aus der Not eine Tugend zu machen, und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung Siege zu erringen. Der FC Barcelona erschien in den vergangenen Wochen als Schatten seiner selbst. Der Druck auf Koeman nahm von allen Seiten stetig zu. Nun musste er schließlich gehen.

Goldener Fallschirm für Koeman?

Ins Bodenlose wird Ronald Koeman nach der Entlassung wohl nicht fallen. Berichten zufolge soll der Niederländer eine Abfindung in Höhe von zwölf Millionen Euro erhalten. Ein Teil der Summe ergebe sich aus einer Strafklausel.

Koeman hatte in Barcelona einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Dabei hat der Klub den 58-Jährigen aus einem bestehenden Vertragsverhältnis als Trainer der niederländischen Nationalmannschaft herausgekauft. Einen Teil der Ablöse hatte damals der Niederländer selbst bezahlt. Dieses Geld müssen ihm die Katalanen nun zurückzahlen.

Koeman-Nachfolger: Wer wird jetzt neuer Trainer bei Barca?

Am Donnerstag übernahm nun zunächst Sergi Barjuan, der bisherige Coach des B-Teams, das Training der ersten Mannschaft. Er gilt allerdings nur als Interimslösung. Wer letztendlich die Nachfolge Koemans als Barça-Cheftrainer antreten wird, war am Donnerstag noch unklar.

Als mögliche Kandidaten werden Erik ten Hag, derzeit Trainer von Ajax Amsterdam, River Plate-Coach Marcelo Gallardo oder der Trainer der belgischen Nationalmannschaft Roberto Martinez gehandelt.

Wunschlösung Jürgen Klopp wohl unrealistisch

Auch fiel in den Spekulationen um die Koeman-Nachfolge immer wieder der Name Jürgen Klopp. Angeblich sei es der große Traum der Blaugrana-Chefetage den 54-jährigen Stuttgarter aus Liverpool nach Barcelona zu holen. Allerdings wird das wohl auch ein Traum bleiben.

Klopp fühlt sich in beim FC Liverpool augenscheinlich sehr wohl, von den Fans wird er geliebt. Sportlich läuft es gerade glänzend. Am vergangenen Sonntag überrannten Klopps Reds Manchester United mit 5:0! Die Champions League-Gruppe B führt man nach drei Spielen mit neun Punkten an. Klopps Vertrag bei Liverpool läuft noch bis 2024.

Kaum wahrscheinlich, dass es dem FC Barcelona gelingt, den deutschen Erfolgstrainer aus Liverpool loszueisen.

Spekulationen um Jogi Löw

Ein weiterer Deutscher wird schon seit mehreren Wochen mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht: Joachim Löw! Der langjährige Trainer der deutschen Nationalmannschaft und Weltmeister von 2014 wäre sofort verfügbar. Löw selbst hat mehrfach betont, dass er offen für die Übernahme einer Vereinsmannschaft wäre.

Löw soll bei den Barca-Bossen zumindest auf der Liste stehen, ist aber kaum erste Wahl. Wie man hört, will man diesmal wohl auf eine spanische Lösung setzen.

Es läuft wahrscheinlich auf Xavi hinaus

Der wahrscheinlichste aller Kandidaten ist wohl Xavi Hernández, kurz Xavi genannt. Der heute 41-Jährige spielte erstmals 1998 und dann insgesamt 17 Jahre lang für die Profi-Mannschaft des FC Barcelona.

Mit Barca wurde er insgesamt achtmal spanischer Meister. Mit der spanischen Nationalmannschaft wurde der Mittelfeldspieler 2008 und 2012 Europameister, sowie 2010 Weltmeister.

Aktuell steht der in Barcelona geborene Xavi beim katarischen Klub Al-Sadd als Cheftrainer unter Vertrag. Die spanische Zeitung „Sport“ will wissen, dass sich Barças Vereinsführung bereits mit Xavi Hernández über einen Trainervertrag geeinigt habe.

Es müsse nun noch mit den Katarern über die Ablösung aus dem bestehenden Vertrag verhandelt werden. Dem Vernehmen nach könnte Xavi noch in dieser Woche offiziell als neuer Cheftrainer des FC Barcelona vorgestellt werden.

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