Am 31. Spieltag der Bundesliga empfängt der abgeschlagene Tabellenletzte 1. FC Heidenheim den FC St. Pauli in der Voith-Arena. Für Heidenheim geht es nach dem befreienden 3:1 gegen Union Berlin darum, den positiven Trend fortzusetzen – für St. Pauli ist ein Punktgewinn im Abstiegskampf nahezu Pflicht. Unsere Experten erwarten ein kampfbetontes Duell mit wenig spielerischem Glanz, in dem beide Teams auf Sicherheit bedacht sein werden.
Das Duell zweier Teams aus dem Tabellenkeller der Bundesliga hat eine besondere Brisanz: Heidenheim steht als 18. mit nur 19 Punkten praktisch als Absteiger fest, während St. Pauli auf Rang 16 mit 26 Zählern noch mittendrin steckt im Kampf um den Klassenerhalt. Der Rückstand von Heidenheim auf den Relegationsplatz beträgt bei fünf ausstehenden Spielen sechs Punkte – eine rechnerische Mini-Chance, die Trainer Frank Schmidt dennoch bis zum letzten Spieltag nutzen will. St. Pauli dagegen hat zuletzt zehn Bundesliga-Spiele in Folge nicht gewonnen und braucht dringend Punkte, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. Die Wetterprognose für den Spieltag verspricht angenehme Bedingungen auf der Schwäbischen Alb: Bei voraussichtlich 16-19°C und nachlassender Bewölkung sind gute Platzverhältnisse zu erwarten, die beiden technisch limitierten Mannschaften zumindest von dieser Seite keine Ausrede liefern.
Formbetrachtung: 1. FC Heidenheim

Heidenheims Saisonbilanz bleibt desaströs: Nur vier Siege aus 30 Spielen, 33 erzielte bei 66 kassierten Toren – eine Tordifferenz von -33. Zu Hause gelangen in dieser Saison lediglich vier Siege, was die Voith-Arena nicht gerade zur Festung macht. Allerdings hat die Mannschaft zuletzt gezeigt, dass sie im Abstiegskampf noch lebt. Belastend wirken sich die zahlreichen Schicksalsschläge im Umfeld aus: Der plötzliche Tod von NLZ-Leiter Roger Prinzen, die Leukämie-Erkrankung der Partnerin von Eren Dinkci und der Verlust von Schmidts ehemaligem Mitspieler Rainer Wirsching. Schmidt selbst zeigt sich dennoch kämpferisch und fordert von seiner Mannschaft Anstand und Einsatz bis zum Schluss.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position | Verein | Alter |
| Stefan Schimmer | 5 | 1 | 28 | Sturm | 1. FC Heidenheim | 29 |
| Marvin Pieringer | 4 | 1 | 25 | Sturm | 1. FC Heidenheim | 25 |
| Patrick Mainka | 1 | 1 | 25 | Innenverteidigung | 1. FC Heidenheim | 31 |
| Eren Dinkci | 4 | 1 | 21 | Offensiv | 1. FC Heidenheim (Leihe v. SC Freiburg) | 22 |
| Niklas Dorsch | 1 | 2 | 26 | Mittelfeld | 1. FC Heidenheim | 27 |
Aktuelle Leistungsbewertung: FC St. Pauli

Besonders alarmierend ist die Auswärtsschwäche: St. Pauli hat auswärts in dieser Saison nur 26 Tore erzielt und 51 kassiert. Die Offensive rund um Morgan Kaars und Danel Sinani ist zu harmlos, um gegen Bundesliga-Verteidigungsreihen regelmäßig zu punkten. Gleichzeitig steht die Defensive nicht stabil genug: 45 Gegentore in der Saison sind für ein Team, das überwiegend tief verteidigt und auf Konter setzt, deutlich zu viel. Positiv ist zu vermerken, dass die Blessin-Elf im Kellerduell gegen Köln zuletzt immerhin einen Punkt retten konnte – auch wenn das Last-Minute-Remis eher glücklich zustande kam. Die Restprogramm-Aufgaben gegen Heidenheim und Wolfsburg sind die letzten beiden “direkten” Abstiegsduelle und damit von enormer Bedeutung.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position | Verein | Alter |
| Danel Sinani | 5 | 3 | 27 | Offensiv | FC St. Pauli | 28 |
| Morgan Kaars | 5 | 3 | 25 | Sturm | FC St. Pauli | 22 |
| Andreas Hountondji | 4 | 0 | 20 | Innenverteidigung | FC St. Pauli | 24 |
| Marcel Pereira Lage | 3 | 2 | 27 | Sturm | FC St. Pauli | 22 |
| Jackson Irvine | 2 | 1 | 25 | Mittelfeld | FC St. Pauli | 33 |
Direktvergleich der Teams
Die Historie zwischen diesen beiden Vereinen reicht weit zurück, vor allem aus der gemeinsamen 2.-Bundesliga-Zeit. Insgesamt standen sich beide Teams bislang 21 Mal gegenüber, wobei St. Pauli mit 10 Siegen die Nase vorn hat. Heidenheim kommt auf 8 Siege, dreimal trennten sich die Mannschaften unentschieden. In der laufenden Bundesliga-Saison gewann St. Pauli das Hinspiel am 14. Spieltag im Millerntor-Stadion mit 2:1 – es war einer der wenigen Lichtblicke in einer insgesamt enttäuschenden Hamburger Saison. Auch in der Vorsaison hatte St. Pauli beide Bundesliga-Duelle für sich entschieden (2:0 zuhause, 0:2 in Heidenheim). Der Tordurchschnitt in den Direktduellen liegt bei 2,52 Treffern pro Spiel.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 13.12.2025 | FC St. Pauli 2:1 1. FC Heidenheim | Bundesliga |
| 18.01.2025 | 1. FC Heidenheim 0:2 FC St. Pauli | Bundesliga |
| 25.08.2024 | FC St. Pauli 0:2 1. FC Heidenheim | Bundesliga |
| 08.04.2023 | 1. FC Heidenheim 0:1 FC St. Pauli | 2. Bundesliga |
| 01.10.2022 | FC St. Pauli 0:0 1. FC Heidenheim | 2. Bundesliga |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| 1. FC Heidenheim | N (1:2 Freiburg) – S (3:1 Union) – U (2:2 Gladbach) – U (3:3 Leverkusen) – N (0:1 Frankfurt) |
| FC St. Pauli | U (1:1 Köln) – N (0:5 Bayern) – U (1:1 Union) – N (1:2 Freiburg) – N (0:2 Gladbach) |
Taktische Betrachtung
Frank Schmidt dürfte gegen St. Pauli auf ein System zwischen 3-4-2-1 und 4-3-3 setzen, je nach Verfügbarkeit seiner Defensivspieler. In den letzten Wochen hat sich eine Dreierkette mit Mainka, Siersleben und einem weiteren Innenverteidiger als bevorzugte Variante herauskristallisiert. Im Mittelfeld gibt Niklas Dorsch den Takt vor, während die Flügel über Föhrenbach und Scienza bespielt werden. Vorne setzt Schmidt auf die Beweglichkeit von Dinkci und Schimmer.
Alexander Blessin bevorzugt bei St. Pauli ein 3-5-2 bzw. 3-4-2-1 mit einer kompakten Dreier- oder Fünferkette. Die Hamburger verteidigen typischerweise tief und setzen auf schnelle Umschaltmomente. Im Mittelfeld bilden Jackson Irvine und Carlo Boukhalfa das Zentrum, während die Flügelverteidiger Fujita und Oppie für Breite sorgen. In der Offensive sind Kaars und Pereira Lage die Hoffnungsträger.
Taktisch wird dieses Spiel wahrscheinlich ein Duell zweier defensiv orientierter Mannschaften, in dem es auf Zweikampfstärke und Standardsituationen ankommen wird. Heidenheim wird versuchen, die Heimstärke zu nutzen und das Spiel zu diktieren, während St. Pauli auf Fehler des Gegners lauern und schnell umschalten will. Die vielen Verletzungen auf beiden Seiten begrenzen die taktischen Optionen erheblich.
Voraussichtliche Startformationen
1. FC Heidenheim (3-4-2-1)
Ramaj – Siersleben, Mainka, Gimber – Föhrenbach, Dorsch, Schöppner, Scienza – Ibrahimovic, Dinkci – Schimmer
FC St. Pauli (3-5-2)
Vasilj – Wahl, Dźwigała, Mets – Fujita, Irvine, Boukhalfa, Pyrka, Oppie – Kaars, Pereira Lage
Ausfälle 1. FC Heidenheim
Mikkel Kaufmann (Knieverletzung), Sirlord Conteh (Knie-OP, Saisonende), Nick Rothweiler (Verletzung), Leart Paçarada (Verletzung)
Ausfälle FC St. Pauli
Eric Smith (Fitnessprobleme), Manolis Saliakas (Verletzung), James Sands (Verletzung), Ricky-Jade Jones (Verletzung), Simon Spari (Syndesmosebandriss), David Nemeth (Muskelverletzung Oberschenkel)
Unser 1. FC Heidenheim - FC St. Pauli Experten Wett Tipp:
Die Datenlage zeichnet ein klares Bild: Beide Teams stecken tief im Abstiegskampf, beide haben massive offensive Probleme. Heidenheim hat zuletzt immerhin fünf Punkte aus drei Spielen geholt und im eigenen Stadion den ersten Sieg seit Dezember gefeiert. St. Pauli hingegen wartet seit zehn Ligaspielen auf einen Dreier und tritt auswärts besonders harmlos auf. In den letzten fünf Direktduellen fielen durchgängig weniger als 3,5 Tore – ein Muster, das sich bei den aktuellen Offensivproblemen beider Teams fortsetzen dürfte.
Unter 2,5 Tore – Wenig Tore im Kellerduell
St. Pauli hat in den letzten fünf Auswärtspartien nur dreimal über 2,5 Tore gesehen. Heidenheim erzielt im Schnitt nur 1,1 Tore pro Heimspiel. Die historische Bilanz der Direktduelle zeigt ebenfalls eine torarme Tendenz. In einem Abstiegs-Endspiel werden beide Mannschaften das Risiko minimieren und zunächst auf Defensive setzen – ein 1:0 oder 1:1 ist das wahrscheinlichste Szenario.
Doppelte Chance 1X – Heidenheim verliert nicht
Heidenheim hat aus den letzten drei Spielen fünf Punkte geholt und spielt vor eigenem Publikum. Die Voith-Arena war in den letzten Wochen wieder ein Faktor – der 3:1-Sieg gegen Union zeigte, dass die Mannschaft vor den eigenen Fans zu Höchstleistungen fähig ist. St. Pauli hat auswärts in dieser Saison nur sechs Siege geholt und ist seit zehn Spielen sieglos. In einem direkten Duell gegen den Tabellenletzten fehlt es den Hamburgern an der nötigen Durchschlagskraft, um drei Punkte zu entführen.
Heidenheim über 0,5 Tore – Die Gastgeber treffen
In sechs der letzten sieben Heidenheim-Spiele fiel mindestens ein Tor für die Gastgeber. Gegen eine St.-Pauli-Defensive, die in der Saison bereits 51 Tore kassiert hat, sollte die Schmidt-Elf mindestens einmal treffen. Schimmer und Dinkci haben in den letzten Wochen ihre Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt.
- Unter 2,5 Tore: 1,85
- Doppelte Chance 1X: 1,55
- Heidenheim über 0,5 Tore: 1,35
Fazit
Dieses Kellerduell wird kein fußballerischer Leckerbissen. Beide Teams sind defensiv verwundbar, gleichzeitig offensiv limitiert. Heidenheim hat durch den Befreiungsschlag gegen Union neues Selbstvertrauen getankt und spielt vor eigenem Publikum – ein Vorteil im Abstiegskampf. St. Pauli kommt mit einer Serie von zehn sieglosen Spielen und wird primär darauf bedacht sein, keine Niederlage zu kassieren. Wir erwarten ein enges, zerfahrenes Spiel mit maximal zwei Toren und sehen Heidenheim leicht im Vorteil. Unser Haupttipp: Unter 2,5 Tore zu einer Quote von 1,85.
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Hilfe bei Spielsucht:
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- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
- Online: www.check-dein-spiel.de
- Online: www.spielen-mit-verantwortung.de
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