Am Mittwochabend empfängt der VfB Stuttgart Feyenoord Rotterdam zum 4. Spieltag der Europa League-Ligaphase. Beide Teams stehen mit jeweils drei Punkten unter Druck und benötigen dringend einen Sieg, um ihre Chancen auf das Weiterkommen zu wahren. Die Schwaben wollen nach zwei Niederlagen in Folge vor heimischem Publikum zurück in die Erfolgsspur, während die Niederländer ihre schwache Europa-League-Bilanz aufpolieren müssen.
In der MHPArena in Stuttgart steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Der VfB zeigte in der Bundesliga zuletzt eine beeindruckende Form mit fünf Siegen in Folge, konnte diese Leistung jedoch im Europapokal noch nicht abrufen. Feyenoord hingegen dominiert die heimische Eredivisie als Tabellenführer, strauchelte aber auf europäischer Bühne. Das direkte Duell verspricht Spannung, zumal sich beide Teams in einer ähnlichen Ausgangslage befinden und keine weiteren Punktverluste riskieren können.
Formbetrachtung: VfB Stuttgart

Beim FC Basel unterlag Stuttgart mit 0:2, wobei vor allem die mangelnde Chancenverwertung ins Gewicht fiel. Stürmer Ermedin Demirovic verschoss einen Elfmeter, der das Spiel hätte drehen können. Die jüngste 0:1-Niederlage bei Fenerbahce Istanbul war geprägt von mehreren umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen und einer schwachen Offensivleistung. Die Schwaben kamen kaum zu gefährlichen Abschlüssen und mussten verdient die zweite Europa-League-Niederlage hinnehmen.
In der heimischen Liga hingegen läuft es deutlich besser. Mit fünf Siegen in Folge kletterte der VfB auf Platz drei und zeigte dabei vor allem zu Hause eine starke Leistung. Die letzten drei Bundesliga-Heimspiele gewann Stuttgart jeweils zu Null, was die defensive Stabilität unterstreicht. Besonders beeindruckend war der 3:0-Auswärtssieg in Wolfsburg, bei dem Angelo Stiller als Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld glänzte.
Die Stuttgarter Offensive wird von Ermedin Demirovic angeführt, der trotz des verschossenen Elfmeters in Basel zuletzt wieder treffsicher war. Mit acht Bundesliga-Toren ist der Bosnier bester Torschütze der Schwaben. Im Mittelfeld orchestriert Angelo Stiller das Spiel und kommt bereits auf acht Assists in dieser Saison – nur Michael Olise von Bayern München hat mehr Vorlagen gegeben.
Schlüsselspieler VfB Stuttgart
| Spieler | Position | Tore | Assists | Einsätze | Besonderheit |
| Ermedin Demirovic | Sturm | 8 | 2 | 13 | Topscorer, Tor des Monats September |
| Angelo Stiller | Mittelfeld | 1 | 8 | 14 | Spielmacher, meiste Assists im Team |
| Alexander Nübel | Tor | – | – | 14 | Stammkeeper, starke Paraden |
| Maximilian Mittelstädt | Abwehr | 1 | 2 | 13 | Offensivstarker Linksverteidiger |
| Atakan Karazor | Mittelfeld | 1 | 1 | 12 | Kapitän, defensiver Stabilisator |
Aktuelle Leistungsbewertung: Feyenoord Rotterdam

Auf europäischer Bühne präsentiert sich ein völlig anderes Bild. In den ersten drei Europa-League-Spielen gelang lediglich ein Sieg gegen Panathinaikos (3:1), nachdem die Auftaktpartie bei Sporting Braga (0:1) und das Heimspiel gegen Aston Villa (0:2) verloren gingen. Besonders auffällig: In den ersten beiden Spielen blieb Feyenoord ohne eigenes Tor. Der Erfolg gegen Panathinaikos war hart erkämpft – die Griechen gingen in Führung, ehe die Rotterdamer in der zweiten Halbzeit das Spiel drehten.
Die jüngsten Ergebnisse zeigen eine gewisse Instabilität. In der Liga gelang zwar ein beeindruckender 7:0-Kantersieg gegen Heracles Almelo, doch im Topspiel gegen Meister PSV Eindhoven setzte es eine 2:3-Heimniederlage. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung musste sich Feyenoord dem technisch überlegenen PSV geschlagen geben.
Ein entscheidender Faktor für Feyenoord ist der Verlust von Topstürmer Santiago Gimenez, der im Winter für eine Rekordablöse von 32 Millionen Euro zu AC Milan wechselte. Der Mexikaner war mit sieben Toren in der Eredivisie einer der wichtigsten Offensivspieler. Als Ersatz verpflichtete Feyenoord Sem Steijn von FC Twente für circa 13 Millionen Euro – den bis dato teuersten Einkauf der Clubgeschichte. Steijn war mit 23 Toren Topscorer der Eredivisie in der Vorsaison und soll die Lücke schließen.
Schlüsselspieler Feyenoord Rotterdam
| Spieler | Position | Tore | Assists | Einsätze | Besonderheit |
| Sem Steijn | Offensives Mittelfeld | 4 | 3 | 9 | Neuzugang, Ex-Topscorer Eredivisie |
| Igor Paixão | Flügel | 6 | 4 | 12 | Schneller Flügelspieler, torgefährlich |
| Anis Hadj Moussa | Flügel | 5 | 2 | 11 | Dribbelstark, wichtiger Offensivspieler |
| Quinten Timber | Mittelfeld | 2 | 3 | 10 | Spielgestalter, Bruder von Arsenal-Profi |
| Timon Wellenreuther | Tor | – | – | 10 | Stammkeeper, solide Leistungen |
Direktvergleich der Teams
Die direkte Bilanz zwischen dem VfB Stuttgart und Feyenoord Rotterdam ist überschaubar, aber historisch gewachsen. Insgesamt standen sich beide Mannschaften fünfmal in offiziellen Wettbewerben gegenüber, wobei die Schwaben mit drei Siegen und zwei Unentschieden eine positive Bilanz aufweisen. Feyenoord konnte bislang keines der direkten Duelle für sich entscheiden.
Die letzte Begegnung liegt allerdings bereits 25 Jahre zurück. Im Dezember 2000 trafen beide Teams in der Europa League aufeinander, damals gewann Stuttgart mit 2:1. Auch die Hinspielpartie im November 2000 entschied der VfB mit 2:2 für sich, wobei die Auswärtstorregel damals noch zum Weiterkommen der Schwaben führte. Die historischen Duelle aus den Jahren 1989 und 1998 gingen ebenfalls zugunsten Stuttgarts aus.
Trotz der positiven Bilanz sollte der VfB die Niederländer nicht unterschätzen. Die aktuellen Kräfteverhältnisse unterscheiden sich deutlich von denen der vergangenen Jahrzehnte. Feyenoord hat sich zu einem etablierten Champions-League-Teilnehmer entwickelt und verfügt über einen qualitativ hochwertigen Kader. Die Schwaben hingegen mussten nach ihrer überraschenden Vizemeisterschaft im Vorjahr einige Leistungsträger ziehen lassen.
| Datum | Heimteam | Ergebnis | Gastteam | Wettbewerb |
| 05.12.2000 | VfB Stuttgart | 2:1 | Feyenoord Rotterdam | Europa League |
| 23.11.2000 | Feyenoord Rotterdam | 2:2 | VfB Stuttgart | Europa League |
| 29.09.1998 | Feyenoord Rotterdam | 0:3 | VfB Stuttgart | Europa League |
| 15.09.1998 | VfB Stuttgart | 1:3 | Feyenoord Rotterdam | Europa League |
| 26.09.1989 | Feyenoord Rotterdam | 2:1 | VfB Stuttgart | Europa League |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
Die aktuelle Form beider Mannschaften zeigt deutliche Unterschiede zwischen Liga und Europa League. Während der VfB Stuttgart in der Bundesliga eine beeindruckende Serie hingelegt hat, haperte es im Europapokal. Feyenoord hingegen dominiert die heimische Liga, konnte diese Leistung aber ebenfalls nicht auf die internationale Bühne übertragen.
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele (alle Wettbewerbe) |
| VfB Stuttgart | S S S N S (Mainz 2:1, Wolfsburg 3:0, Fenerbahce 0:1, Mainz 2:1, Elversberg 2:0) |
| Feyenoord Rotterdam | N S S S N (PSV 2:3, Panathinaikos 3:1, Heracles 7:0, Utrecht 3:2, Aston Villa 0:2) |
Taktische Betrachtung
Trainer Sebastian Hoeneß wird versuchen, die Bundesliga-Form auf das Europa-League-Spiel zu übertragen. Der VfB agiert in einem flexiblen 4-2-3-1-System, das sowohl defensiv stabil als auch offensiv variabel ist. Die Doppelsechs mit Angelo Stiller und Atakan Karazor bildet das Herzstück der Stuttgarter Spielanlage. Stiller fungiert als Spielmacher und Taktgeber, während Karazor die Defensivarbeit übernimmt.
In der Offensive setzt Hoeneß auf schnelle Flügelspieler, die über die Außenbahnen für Gefahr sorgen. Maximilian Mittelstädt rückt von links häufig nach vorne und ergänzt die Offensive. Ermedin Demirovic bildet als Stoßstürmer die Spitze und lebt von den Zuspielen seiner Mitspieler. Seine physische Präsenz ist besonders bei Standards ein wichtiger Faktor.
Die Heimstärke des VfB ist bemerkenswert: In den letzten drei Bundesliga-Heimspielen hielten die Schwaben jeweils die Null. Diese defensive Stabilität wird gegen die offensivstarken Niederländer von entscheidender Bedeutung sein. Allerdings zeigte die Europa League, dass Stuttgart international noch nicht das gleiche Niveau erreicht wie in der Bundesliga.
Robin van Persie setzt bei Feyenoord auf ein offensives 4-3-3-System, das dem Pressing-Stil der Eredivisie entspricht. Die drei schnellen Offensivspieler sollen mit hohem Tempo und direktem Spiel den Gegner unter Druck setzen. Sem Steijn agiert dabei etwas zurückgezogener als zentrale Achter und sucht mit seinen Läufen in die Tiefe die Lücken in der gegnerischen Abwehr.
Die Schwäche von Feyenoord liegt in der Defensive. Mit sechs Gegentoren in neun Eredivisie-Spielen ist die Bilanz zwar ordentlich, doch gegen stärkere Gegner wie PSV Eindhoven zeigten sich deutliche Probleme. Die Verletzungen von Stammverteidigern Thomas Beelen und Gernot Trauner schwächen die Hintermannschaft zusätzlich. Die Rotterdamer müssen auf Ersatzspieler zurückgreifen, was die Abstimmung beeinträchtigen könnte.
Ein taktischer Knackpunkt wird das Mittelfeld sein. Sowohl Stuttgart als auch Feyenoord verfügen über spielstarke Zentrale, die das Spiel an sich reißen wollen. Die Mannschaft, die das Mittelfeld dominiert, wird vermutlich auch das Spiel kontrollieren. Die Stuttgarter haben den Vorteil der Heimstärke, während Feyenoord mehr Erfahrung auf internationalem Niveau mitbringt.
Voraussichtliche Startformationen
VfB Stuttgart Aufstellung (4-2-3-1)
Tor: Alexander Nübel
Abwehr: Josha Vagnoman, Jeff Chabot, Anthony Rouault, Maximilian Mittelstädt
Mittelfeld: Atakan Karazor, Angelo Stiller
Offensive: Bilal El Khannouss, Enzo Millot, Chris Führich
Sturm: Ermedin Demirovic
Trainer: Sebastian Hoeneß
Ausfälle: Deniz Undav (Innenbandteilriss im Knie, Rückkehr ungewiss), Luca Jaquez (Fitness fraglich)
Feyenoord Rotterdam Aufstellung (4-3-3)
Tor: Timon Wellenreuther
Abwehr: Bart Nieuwkoop, Anel Ahmedhodzic, Gijs Smal, Jordan Bos
Mittelfeld: Quinten Timber, Oussama Targhalline, Sem Steijn
Offensive: Anis Hadj Moussa, Igor Paixão, Cyle Larin
Trainer: Robin van Persie
Ausfälle: Thomas Beelen (Beinbruch, langfristig), Gernot Trauner (Achillessehnenprobleme), Jakub Moder (Rückenprobleme), Leo Sauer (Muskelprobleme)
Wett-Tipps und Prognose
Unser VfB Stuttgart - Feyenoord Rotterdam Experten Wett Tipp:
Das Duell zwischen dem VfB Stuttgart und Feyenoord Rotterdam verspricht ein ausgeglichenes und spannendes Spiel zu werden. Beide Mannschaften stehen mit jeweils drei Punkten unter enormem Druck und können sich keine weitere Niederlage leisten. Die Analyse der Formkurven, der taktischen Ausrichtung und der Personalien ergibt ein differenziertes Bild für unsere Wettempfehlungen.
Empfehlung 1: Beide Teams treffen – Ja
Sowohl Stuttgart als auch Feyenoord verfügen über qualitativ hochwertige Offensivreihen. Die Schwaben erzielten in ihren letzten fünf Bundesliga-Spielen 12 Tore, während die Niederländer in der Eredivisie mit 25 Treffern die zweitbeste Offensive stellen. Beide Teams haben jedoch defensiv Schwächen gezeigt – Stuttgart kassierte in der Europa League bereits drei Gegentore, Feyenoord sogar vier in nur drei Spielen.
Die Verletzungslage bei Feyenoord mit den fehlenden Stammverteidigern Beelen und Trauner spricht für offensive Möglichkeiten der Stuttgarter. Gleichzeitig besitzen die Rotterdamer mit Steijn, Paixão und Hadj Moussa genügend offensives Potenzial, um die Stuttgarter Defensive vor Probleme zu stellen. Die historischen Begegnungen zwischen beiden Teams waren zudem stets torreich.
Empfehlung 2: Über 2,5 Tore
Die Konstellation spricht für ein offensives Spiel beider Mannschaften. Der Druck, nach den bisherigen Europa-League-Enttäuschungen endlich zu punkten, könnte beide Teams zu einem mutigen Auftritt zwingen. Feyenoord muss auswärts angreifen, um seine Chancen auf das Weiterkommen zu wahren, während Stuttgart die Heimstärke nutzen und vor eigenem Publikum überzeugen möchte.
Die letzten Spiele beider Teams waren überwiegend torreich. Stuttgarts 3:0-Sieg in Wolfsburg und Feyenoords 7:0-Kantersieg gegen Heracles zeigen die offensive Qualität. Auch wenn die Europa-League-Spiele bisher weniger Tore brachten, spricht die Konstellation für einen offenen Schlagabtausch. Bei ähnlichen Drucksituationen in der Vergangenheit fielen in Europa-League-Spielen oft mehr als 2,5 Tore.
Empfehlung 3: Doppelte Chance 1X (Stuttgart oder Unentschieden)
Die Heimstärke des VfB Stuttgart ist ein entscheidender Faktor. Die Schwaben sind zu Hause in dieser Saison eine Macht und haben ihre letzten drei Bundesliga-Heimspiele alle gewonnen. Die MHPArena wird mit über 60.000 Zuschauern ausverkauft sein und den Gastgebern einen zusätzlichen Schub geben.
Feyenoord hingegen zeigte auswärts in der Europa League Schwächen und verlor beide Auswärtsspiele (Braga 0:1, Aston Villa 0:2). Die Defensive der Niederländer ist durch Verletzungen geschwächt, was die Stuttgarter Offensive nutzen kann. Ein Heimsieg oder Unentschieden erscheint daher als wahrscheinlichstes Ergebnis. Die Absicherung über das Unentschieden minimiert das Risiko bei gleichzeitig attraktiver Quote.
- Beide Teams treffen: Quote 1,70
- Über 2,5 Tore: Quote 1,95
- Doppelte Chance 1X: Quote 1,45
Fazit
Das Europa-League-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und Feyenoord Rotterdam ist ein echter Härtetest für beide Mannschaften. Die Schwaben haben die bessere Ausgangslage durch den Heimvorteil und die starke Bundesliga-Form, müssen aber beweisen, dass sie diese Leistung auch auf internationaler Ebene abrufen können. Feyenoord wird offensiv spielen müssen, was Räume für Konter öffnet.
Die empfohlenen Wetten berücksichtigen die offensive Qualität beider Teams, die defensive Anfälligkeit bei gleichzeitigem Erfolgsdruck und die klare Heimstärke Stuttgarts. Ein torreiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten ist zu erwarten, wobei der VfB als leichter Favorit ins Rennen geht. Die Kombination aus “Beide Teams treffen” und “Über 2,5 Tore” bietet ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis für eine unterhaltsame Europapokal-Nacht.
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