Das neue UFC-Jahr 2026 startet mit einem absoluten Kracher: Am 24. Januar steigt UFC 324 in der T-Mobile Arena in Las Vegas. Im Hauptkampf treffen Justin Gaethje und Paddy Pimblett aufeinander – es geht um den Interim-Titel im Leichtgewicht. Das Event markiert gleichzeitig eine neue Ära für die UFC: Es ist das erste PPV-Event unter dem neuen Medienvertrag mit Paramount.
Datum, Uhrzeit und Übertragung
UFC 324 findet in der Nacht von Samstag auf Sonntag statt. Die Prelims starten um 1:00 Uhr deutscher Zeit, die Maincard beginnt um 3:00 Uhr. Der Hauptkampf zwischen Gaethje und Pimblett ist für circa 6:00 Uhr MEZ angesetzt.
In Deutschland überträgt DAZN das komplette Event live. Die Kommentatoren Sebastian Hackl und Mark Bergmann begleiten durch die Nacht. In den USA läuft UFC 324 erstmals nicht auf ESPN, sondern auf Paramount+ – ein historischer Einschnitt, da es das erste nummerierte UFC-Event ohne klassischen Pay-per-View seit UFC 267 im Jahr 2021 ist.
Der Hauptkampf: Gaethje vs. Pimblett
Das Duell um den Interim-Titel im Leichtgewicht verspricht Spektakel. Beide Kämpfer stehen für unterschiedliche Kampfstile, aber eines haben sie gemeinsam: Sie liefern immer ab.
Justin Gaethje – Der Veteran auf Titeljagd
Der 37-jährige Gaethje (26-5) ist seit 2017 in der UFC und hat sich als einer der aufregendsten Kämpfer der Promotion etabliert. Sein Spitzname “The Highlight” kommt nicht von ungefähr: Neun seiner Kämpfe wurden als “Fight of the Night” ausgezeichnet – UFC-Rekord in der Leichtgewichtsklasse.
Gaethje bringt beeindruckende Statistiken mit: Er hält die höchste Treffergenauigkeit unter allen aktiven Leichtgewichten (58,8%) und ist bekannt für seine verheerenden Low Kicks und seine Knockout-Power. Als ehemaliger NCAA Division I All-American im Ringen besitzt er exzellente Takedown-Defense, bevorzugt aber den Stand-up-Kampf.
Seine bisherige Titelhistorie ist bemerkenswert: 2020 gewann er den Interim-Titel gegen Tony Ferguson und hielt 2023-2024 den symbolischen “BMF”-Gürtel nach einem spektakulären Knockout-Sieg über Dustin Poirier. Den regulären Leichtgewichts-Titel konnte er jedoch nie gewinnen – 2020 verlor er gegen Khabib Nurmagomedov, 2022 gegen Charles Oliveira.
Zuletzt siegte Gaethje im März 2025 per Unanimous Decision gegen Rafael Fiziev. UFC 324 könnte seine letzte Chance sein, den unbestrittenen Titel zu holen.
Paddy Pimblett – Der aufstrebende Fan-Liebling
“The Baddy” aus Liverpool (23-3) ist das genaue Gegenteil eines Veteranen: Mit 30 Jahren steht er erst am Anfang seiner UFC-Karriere – und ist in der Promotion noch ungeschlagen. Neun Siege in Folge, darunter gegen namhafte Gegner wie Tony Ferguson und Michael Chandler, katapultierten ihn in die Top 5 der Division.
Pimbletts größte Waffe ist seine Bodenkampf-Expertise. Als BJJ-Schwarzgurt zweiten Grades hat er vier seiner letzten neun Siege durch Submission geholt. Seine Rear-Naked-Choke-Finishes sind gefürchtet. Doch auch im Stand hat er zugelegt: Sieben seiner 23 Siege kamen durch KO/TKO.
Der charismatische Brite polarisiert: Seine Fans lieben seinen unverwechselbaren Look mit der Langhaarfrisur und seine provokanten Auftritte. Kritiker bemängeln, dass er gegen wirkliche Topgegner noch nicht getestet wurde. Gaethje wäre mit Abstand der schwerste Gegner seiner Karriere.
Kampfanalyse
Im Stand dürfte Gaethje Vorteile haben: Seine Präzision, Knockout-Power und die zerstörerischen Leg Kicks könnten Pimblett früh in Schwierigkeiten bringen. Der Amerikaner hat allerdings bereits dreimal durch Submission verloren – genau dort liegt Pimbletts Stärke.
Wenn “The Baddy” den Kampf auf den Boden bringt, könnte sich das Blatt schnell wenden. Die Frage ist: Kann er gegen einen erfahrenen Wrestler wie Gaethje überhaupt seine Takedowns durchsetzen?
Die Statistiken der Analysten sehen Pimblett als Favoriten – seine Form und Siegesserie sprechen für sich. Doch Gaethjes Erfahrung auf höchstem Niveau sollte nicht unterschätzt werden.
Das Co-Main Event: O’Malley vs. Song Yadong
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des ursprünglichen Co-Main Events zwischen Kayla Harrison und Amanda Nunes rückte das Bantamgewicht-Duell zwischen Sean O’Malley (18-3) und Song Yadong (22-7-1) auf.
O’Malley, der ehemalige Bantamgewicht-Champion, will nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Merab Dvalishvili zurück in die Erfolgsspur. Der 31-Jährige hat öffentlich angekündigt, einen Sieg zu nutzen, um einen erneuten Titelkampf gegen den aktuellen Champion Petr Yan zu fordern.
Song Yadong hingegen wittert seine Chance. Der 28-jährige Chinese kommt von einem technischen Decision-Sieg über Henry Cejudo und ist nur noch einen Sieg von seinem ersten Titelkampf entfernt. Er gilt als einer der gefährlichsten Striker der Division.
Die komplette UFC 324 Fight Card
Main Card
| Kampf | Gewichtsklasse |
| Justin Gaethje vs. Paddy Pimblett | Leichtgewicht (Interim-Titel) |
| Sean O’Malley vs. Song Yadong | Bantamgewicht |
| Waldo Cortes-Acosta vs. Derrick Lewis | Schwergewicht |
| Natália Silva vs. Rose Namajunas | Frauen-Fliegengewicht |
| Arnold Allen vs. Jean Silva | Federgewicht |
Preliminary Card (Auswahl)
| Kampf | Gewichtsklasse |
| Umar Nurmagomedov vs. Deiveson Figueiredo | Bantamgewicht |
| Nikita Krylov vs. Modestas Bukauskas | Halbschwergewicht |
| Alex Perez vs. Cody Johnson | Fliegengewicht |
Insgesamt stehen 13 Kämpfe auf dem Programm. Rose Namajunas springt für die verletzte Alexa Grasso ein und trifft auf Natália Silva – mit einer möglichen Titelchance bei einem Sieg.
Historische Bedeutung des Events
UFC 324 markiert den Beginn einer neuen Ära für die Organisation. Der Wechsel von ESPN zu Paramount bedeutet, dass alle UFC-Events – inklusive nummerierter PPV-Shows – nun ohne zusätzliche Kosten auf Paramount+ verfügbar sind. Für Fans ist das ein enormer Vorteil, für die UFC ein strategischer Schritt zur Reichweitenerweiterung.
Der Deal erstreckt sich bereits auf Lateinamerika und Australien. Ausgewählte Events werden zudem auf CBS ausgestrahlt. Es ist der größte Medien-Umbruch der UFC seit dem ursprünglichen ESPN-Deal.


