Die neue Bundesliga-Saison steht vor der Tür – und wie jedes Jahr stellt sich die Frage: Welcher Trainer muss als Erster gehen? Unsere Analyse zeigt die Wackelkandidaten und erklärt, worauf Wettfreunde achten sollten.
Das Geschäft mit den Trainer-Entlassungen
Bevor der Ball in der neuen Saison rollt, spekulieren Fans und Experten bereits über die erste Trainer-Entlassung. Die Buchmacher haben ihre Favoriten längst ausgemacht – und die Quoten versprechen bei einigen Kandidaten lukrative Gewinne.
Top 5: Die heißesten Kandidaten für den Rauswurf
1. Christian Ilzer (TSG 1899 Hoffenheim) – Der Topfavorit
Status: Akut gefährdet
Christian Ilzer führt die Wettquoten mit deutlichem Abstand an. Der 47-jährige Österreicher übernahm die TSG im November 2024 vom Double-Sieger Sturm Graz, konnte aber die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Seit November steht Christian Ilzer bei der TSG Hoffenheim an der Seitenlinie. Der 47-jährige Österreicher kam nach vier erfolgreichen Jahren vom Double-Sieger Sturm Graz zur TSG.
Problemzonen:
- Nur knapper Klassenerhalt in der Vorsaison (Platz 15)
- Nach dem 2:2 beim VfL Wolfsburg am vorletzten Spieltag standen die Hoffenheimer kurz vor dem Klassenerhalt, rechnerisch war dieser jedoch noch nicht perfekt. TSG-Geschäftsführer Andreas Schicker hatte erklärt, dass Ilzer bei Klassenerhalt auch in der kommenden Spielzeit Cheftrainer sein wird.
- Keine erkennbare spielerische Entwicklung seit Amtsantritt
- Kritik aus dem Vereinsumfeld bereits in der Vorsaison
Prognose: Bei einem Fehlstart dürfte Ilzer maximal bis zur zweiten Länderspielpause im Amt bleiben. Eine Entlassung erscheint nahezu unausweichlich.
2. Gerardo Seoane (Borussia Mönchengladbach) – Auf dünnem Eis
Status: Stark gefährdet
Der Schweizer steht seit Juli 2023 bei den Fohlen unter Vertrag, konnte aber die ambitionierten Ziele nie erreichen. Gerardo Seoane soll nach einem Bericht von „Sky” auch in der kommenden Spielzeit der Trainer von Borussia Mönchengladbach sein. Die Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung ruhen aber aktuell auf beidseitigem Wunsch.
Warnsignale:
- Zwei Jahre ohne Europapokal-Qualifikation
- Seoanes Siegquote bei Gladbach durch zwei volle Saisons steht bei 32 Prozent. Ein 10. Platz in diesem Jahr stellte eine Verbesserung gegenüber einem 14. Platz in der Kampagne 2023/24 dar, aber die Fohlen haben erneut Europa für die vierte Saison in Folge verpasst.
- Schwache Rückrunde 2024/25: Nur zwei Punkte aus den letzten sieben Spielen
- Durch die aktuelle Sieglos-Serie soll es in der Borussia-Führung wieder vermehrt Bedenken geben, Seoanes Vertrag vorzeitig zu verlängern.
Einschätzung: Die Geduld der Vereinsführung scheint erschöpft. Ohne deutliche Verbesserung droht das schnelle Aus.
3. Merlin Polzin (Hamburger SV) – Bundesliga-Neuling unter Druck
Status: Gefährdet trotz Aufstieg
Der gebürtige Hamburger war erst kurz vor Weihnachten auf Steffen Baumgart gefolgt, der 34-Jährige führte den Klub anschließend nach sieben Jahren zurück in die Bundesliga. Nach einem offenen Austausch waren sich alle Beteiligten einig: Polzin bleibt Cheftrainer des Teams.
Risikofaktoren:
- Keine Bundesliga-Erfahrung als Cheftrainer
- Im Vergleich zu seinen Vorgängern hatte Polzin weder viel Erfahrung als Cheftrainer noch eine abgeschlossene Pro-Lizenz, als er die Mannschaft im November 2024 übernahm.
- Hohe Erwartungen beim Traditionsverein
- Der Vertrag von Polzin wäre sonst im kommenden Sommer ausgelaufen. Neben Polzin dürfen sich auch die Assistenztrainer Loic Fave und Richard Krohn freuen.
Bewertung: Der Aufstiegsheld genießt eine gewisse Schonfrist, aber bei einem schwachen Start könnte auch er schnell unter Druck geraten.
4. Steffen Baumgart (1. FC Union Berlin) – Rückkehr mit Risiko
Status: Mittelfristig gefährdet
Der 1. FC Union Berlin hat Steffen Baumgart als Cheftrainer für die Profimannschaft der Männer verpflichtet. Der 52-jährige Fußballlehrer bereitet die Mannschaft ab 02.01.2025 auf die Fortsetzung der Bundesligasaison vor.
Herausforderungen:
- Durchwachsene Rückrunde: Die Saison 2024/25 beendete man nach zwei Auftaktniederlagen unter Baumgart zum Hinrundenende und einer soliden Rückrunde (9. Platz in der Rückrundentabelle) mit 40 Punkten auf dem 13. Platz.
- Schwierige Testspiele: Die beiden einzigen Testspiele brachten gegen den Zweitligisten Greuther Fürth und den Drittligisten 1. FC Schweinfurt 05 aber jeweils 0:1-Niederlagen mit sich.
- Hohe Ansprüche der Union-Fans nach erfolgreichen Jahren
Prognose: Baumgart hat Kredit durch seine Vergangenheit als Spieler, muss aber liefern. Bei ausbleibendem Erfolg könnte es ungemütlich werden.
5. Frank Schmidt (1. FC Heidenheim) – Der ewige Trainer vor der Zerreißprobe
Status: Langfristig sicher, aber…
Mit mehr als 17 Jahren ohne Unterbrechung beim FCH ist Schmidt der dienstälteste Trainer im deutschen Profifußball. Am 17. September 2023 übertraf er beim 4:2 über Werder Bremen Volker Finke, der den SC Freiburg von Juli 1991 bis Juni 2007 genau 5843 Tage betreute.
Besondere Situation:
- Für seinen sportlichen Erfolg erhielt Frank Schmidt den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg. In dieser Saison kämpft der FCH als Tabellen-16. noch um den Klassenverbleib.
- Vertrag bis 2027
- Könnte bei anhaltender Erfolglosigkeit selbst die Reißleine ziehen
Einschätzung: Eine Entlassung ist nahezu ausgeschlossen, aber ein freiwilliger Rücktritt bei sportlicher Talfahrt möglich.
So funktionieren Trainer-Wetten
Der Wettmarkt erklärt
Bei der Wette “Welcher Trainer wird zuerst entlassen?” setzen Sie darauf, welcher Coach als Erster seinen Posten räumen muss. Die Wette ist beendet, sobald die erste Entlassung erfolgt ist. Danach passen die Buchmacher ihre Quoten für die nächste Entlassung an.
Zusätzliche Wettoptionen:
- Anzahl der Entlassungen: Über/Unter-Wetten auf die Gesamtzahl
- Zeitpunkt: Wetten auf Entlassungen vor bestimmten Spieltagen
- Head-to-Head: Welcher von zwei Trainern geht zuerst?
Worauf sollten Wettfreunde achten?
1. Vereinshistorie analysieren
Manche Klubs sind für ihre Geduld bekannt (Freiburg, Union), andere greifen schnell durch (Schalke, Wolfsburg in der Vergangenheit).
2. Schonfrist beachten
Neu verpflichtete Trainer erhalten meist eine Eingewöhnungszeit. Ilzer und Seoane haben diese bereits aufgebraucht.
3. Spielplan studieren
Ein schwerer Saisonstart kann schnell Druck aufbauen. Hoffenheim und Gladbach haben anspruchsvolle Auftaktprogramme.
4. Vereinsumfeld beobachten
Unruhe in der Führungsetage oder Fanproteste beschleunigen oft Trainerwechsel.
Geheimtipps und Überraschungskandidaten
Potenzielle Spätzünder:
- Pellegrino Matarazzo (falls er einen neuen Verein findet)
- Trainer von Aufsteigern (historisch hohe Wechselquote)
- Etablierte Trainer bei Fehlstart (z.B. bei ausbleibenden Europacup-Ambitionen)
Experten-Prognose zur ersten Entlassung
Unser Tipp: Christian Ilzer (TSG Hoffenheim)
Die Zeichen stehen auf Sturm in Sinsheim. Ilzer konnte seit seiner Ankunft keine positive Entwicklung einleiten, die Vereinsführung zeigte sich bereits in der Vorsaison unzufrieden. Ein schwacher Saisonstart dürfte das Ende bedeuten.
Zeitfenster: Spätestens nach dem 8. Spieltag (zweite Länderspielpause im Oktober)
Alternative: Gerardo Seoane könnte Ilzer knapp zuvorkommen, falls Gladbach katastrophal startet.
Wett-Empfehlungen
Favoriten-Wette
Christian Ilzer als erste Entlassung
- Beste Quote finden und früh platzieren
- Einsatz: Moderat bis hoch
Value-Wette
Über 5,5 Trainer-Entlassungen in der Saison
- Erfahrungswert der letzten Jahre
- Attraktive Quote bei vielen Buchmachern
Longshot
Frank Schmidt verlässt Heidenheim
- Hohe Quote für freiwilligen Rücktritt
- Kleiner Einsatz mit hohem Gewinnpotenzial
Fazit: Trainerstühle wackeln bereits vor Saisonstart
Die Bundesliga-Saison 2025/26 verspricht wieder turbulent zu werden. Mit Ilzer und Seoane stehen zwei Trainer bereits massiv unter Druck, bevor der erste Ball rollt. Für Wettfreunde bietet der Markt interessante Möglichkeiten – besonders bei den frühen Quoten.
Wichtig: Die Wettoptionen sind oft nicht dauerhaft verfügbar. Wer auf Trainer-Entlassungen setzen möchte, sollte regelmäßig die Outright-Märkte der Buchmacher prüfen.


