Stade Brest – Stade Rennes: Tipp & Prognose (04.04.2026)

Natalia Schubert
geprüft von Lukas Stratmann | 6 Min. Lesezeit

Das Derby Breton zwischen Stade Brest und Stade Rennes verspricht am 28. Spieltag der Ligue 1 Spannung pur. Rennes reist als Tabellensechster nach Brest, doch die Gastgeber haben die jüngsten Direktduelle klar dominiert – und das macht diese Partie besonders interessant für Wettfreunde.

Am Samstag, den 04. April 2026, empfängt Stade Brest um 19:00 Uhr Stade Rennes im Stade Francis-Le Blé. Es ist das bretonische Derby, das traditionell von Emotionen und Kampfgeist geprägt ist. Während Rennes mit 44 Punkten auf Platz 7 steht und noch auf die Conference-League-Qualifikation schielt, kämpft Brest auf Rang 11 mit 36 Punkten um den Anschluss ans obere Tabellendrittel. Die Wettquoten sehen Rennes als leichten Favoriten mit einer Siegwahrscheinlichkeit von rund 42 Prozent, doch die Datenlage erzählt eine differenziertere Geschichte. Brest hat die letzten drei Auswärtsspiele in Rennes gewonnen und konnte zuletzt drei Ligasiege in Folge einfahren, bevor es zwei schmerzhafte Niederlagen setzte. Die Wetterprognose für Brest deutet auf typisch bretonisches Aprilwetter hin: bewölkt bei Temperaturen um 12-13 Grad mit einer moderaten Regenwahrscheinlichkeit von etwa 40 Prozent. Ideale Bedingungen für ein intensives Kampfspiel auf dem Rasen.


Formbetrachtung: Stade Brest

Stade Brest erlebt eine Saison der Gegensätze. Nach einem schwierigen Start hat sich das Team von Trainer Éric Roy zunehmend stabilisiert und steht mit 36 Punkten aus 27 Spielen auf dem 11. Tabellenplatz. Die Bilanz von 10 Siegen, 6 Remis und 11 Niederlagen zeigt ein Team, das im Mittelfeld der Liga angekommen ist, aber immer wieder Schwankungen unterliegt. Die aktuelle Form ist nach drei aufeinanderfolgenden Siegen (gegen Marseille, Metz und Le Havre) wieder abgekühlt: Zuletzt gab es zwei klare Niederlagen bei Monaco (0:2) und Auxerre (0:3).

Die Heimstärke ist allerdings ein entscheidender Faktor. Brest hat fünf seiner letzten sechs Heimspiele gewonnen, was das Stade Francis-Le Blé zu einer echten Festung macht. Die kompakte Spielanlage im überschaubaren Stadion mit 15.220 Plätzen schafft eine intensive Atmosphäre, die gerade im Derby nochmals verstärkt wird. Offensiv verteilt sich die Torproduktion auf mehrere Schultern: Romain del Castillo (8 Tore, 2 Assists) und Ludovic Ajorque (7 Tore, 7 Assists) sind die gefährlichsten Angreifer. Ajorque fehlt allerdings gesperrt – ein empfindlicher Verlust. Kamory Doumbia (5 Tore, 3 Assists) hat sich als kreativer Taktgeber etabliert.

Defensiv lässt Brest mit 39 Gegentreffern zu viele Tore zu, was vor allem auf auswärts kassierte Gegentore zurückzuführen ist. Zuhause steht die Defensive deutlich stabiler. Ein Fragezeichen steht hinter Stammtorwart Radosław Majecki, dessen Einsatz fraglich ist. Sollte er ausfallen, wird Grégoire Coudert das Tor hüten.

Schlüsselspieler

Spieler Tore Assists Einsätze Position
Romain del Castillo 8 2 27 Mittelfeld
Ludovic Ajorque 7 7 27 Sturm
Kamory Doumbia 5 3 27 Mittelfeld
Mama Baldé 2 2 25 Sturm
Remy Labeau Lascary 4 1 24 Sturm

Aktuelle Leistungsbewertung: Stade Rennes

Stade Rennes hat unter dem im Februar installierten Trainer Franck Haise eine bemerkenswerte Wende vollzogen. Nach einer desaströsen Phase unter Vorgänger Habib Beye, die in fünf sieglosen Spielen und 12 Gegentreffern gipfelte, brachte der Trainerwechsel frischen Wind. In fünf Spielen unter Haise holte Rennes drei Siege bei einer Niederlage und einem Remis – eine Punktausbeute von 2,0 Punkten pro Spiel, die die Mannschaft zurück in die obere Tabellenhälfte katapultiert hat.

Der 7. Platz mit 44 Punkten aus 27 Spielen (12 Siege, 8 Remis, 7 Niederlagen) spiegelt das Potenzial des Kaders wider. Besonders beeindruckend waren die jüngsten Auswärtssiege: 0:4 in Nizza und 0:3 in Auxerre zeugten von offensiver Durchschlagskraft. Allerdings folgte dann am 27. Spieltag ein 0:0 gegen das abstiegsbedrohte Metz zuhause und zuvor eine 1:2-Heimniederlage gegen Lille – was zeigt, dass die Konstanz noch nicht vollständig hergestellt ist.

Esteban Lepaul ist mit 14 Ligatreffern der drittbeste Torjäger der gesamten Ligue 1 und die zentrale Figur in der Offensive. Breel Embolo (6 Tore, 3 Assists) bringt physische Präsenz und Erfahrung mit, während Mousa Tamari (3 Tore, 5 Assists) auf den Flügeln für Kreativität sorgt. Im Mittelfeld ist Valentin Rongier mit einer Durchschnittsbewertung von 7,56 der konstant stärkste Spieler. Glen Kamara fehlt gesperrt, was eine empfindliche Lücke im zentralen Mittelfeld hinterlässt. Auch Jérémy Jacquet fällt mit einer Schulterverletzung aus.

Die Auswärtsbilanz ist allerdings ein Sorgenkind: In den letzten sechs Auswärtsspielen kassierte Rennes drei Niederlagen. Dies relativiert die Favoritenstellung deutlich.

Schlüsselspieler

Spieler Tore Assists Einsätze Position
Esteban Lepaul 14 3 27 Sturm
Breel Embolo 6 3 25 Sturm
Ludovic Blas 4 3 27 Mittelfeld
Mousa Tamari 3 5 25 Flügel
Valentin Rongier 1 4 27 Mittelfeld

Direktvergleich der Teams

Der Direktvergleich ist historisch klar zugunsten von Rennes: In 36 Begegnungen seit 2005 gewann Rennes 19 Mal, Brest nur 8 Mal bei 9 Unentschieden. Doch die jüngste Entwicklung erzählt eine andere Geschichte. In den letzten sechs Aufeinandertreffen holte Brest drei Siege bei zwei Remis und nur einer Niederlage. Besonders bemerkenswert: Brest gewann die letzten drei Auswärtsspiele bei Rennes. Das Hinspiel dieser Saison am 16. Spieltag endete allerdings 3:1 für Rennes im Roazhon Park, mit Treffern von Lepaul, Tamari (Doppelpack) und Meïté.

Ein auffälliges Muster: In den letzten fünf Heimspielen von Rennes gegen Brest fielen jeweils über 2,5 Tore. Das Derby Breton ist ein traditionsreiches Duell, das selten torarm endet. Der durchschnittliche Tordurchschnitt in den Direktduellen liegt bei rund 3,0 Treffern pro Partie.

Datum Ergebnis Wettbewerb
13.12.2025 Stade Rennes 3:1 Stade Brest Ligue 1
18.07.2025 Stade Rennes 2:3 Stade Brest Testspiel
18.01.2025 Stade Rennes 1:2 Stade Brest Ligue 1
19.10.2024 Stade Brest 1:1 Stade Rennes Ligue 1
28.04.2024 Stade Rennes 4:5 Stade Brest Ligue 1

Letzte 5 Begegnungen beider Teams

Mannschaft Ergebnisse der letzten 5 Spiele
Stade Brest N (0:3 Auxerre) – N (0:2 Monaco) – S (2:0 Le Havre) – S (0:1 Metz) – S (2:0 Marseille)
Stade Rennes U (0:0 Metz) – N (1:2 Lille) – S (0:4 Nizza) – S (1:0 Toulouse) – S (0:3 Auxerre)

Taktische Betrachtung

Éric Roy setzt bei Brest auf ein kompaktes 4-3-3-System, das auf schnelle Umschaltmomente ausgelegt ist. Ohne Ajorque im Sturmzentrum wird Mama Baldé die Rolle des Zielspielers übernehmen müssen – ein Wechsel, der die Spielanlage verändert. Baldé ist wendiger, aber weniger kopfballstark als Ajorque, was die Standardsituationen entschärfen könnte. Del Castillo und Labeau Lascary werden die Flügel besetzen, während Doumbia im Mittelfeld die Fäden ziehen soll.

Franck Haise hat bei Rennes ein flexibles 4-2-3-1-System implementiert, das auf Ballbesitz und geordneten Spielaufbau setzt. Ohne Glen Kamara im zentralen Mittelfeld muss Haise umbauen – Djaoui Cissé dürfte den Platz neben Rongier einnehmen. In der Offensive setzt Rennes auf die Geschwindigkeit von Tamari und Frankowski auf den Flügeln, während Lepaul als Sturmspitze die Angriffe abschließt.

Entscheidend dürfte die Frage werden, ob Brest den Heimvorteil im kompakten Stade Francis-Le Blé nutzen kann, um Rennes unter Druck zu setzen. Die Gäste haben auswärts in dieser Saison Probleme, aber die offensive Qualität um Lepaul kann jederzeit den Unterschied machen. Wir erwarten ein umkämpftes Derby mit Chancen auf beiden Seiten.


Voraussichtliche Startformationen

Stade Brest (4-3-3)

Coudert – Lala, Chardonnet, Le Cardinal, Locko – Magnetti, Chotard, Doumbia – del Castillo, Baldé, Labeau Lascary

Stade Rennes (4-2-3-1)

Samba – Seidu, Rouault, Brassier, Merlin – Cissé, Rongier – Tamari, Blas, Frankowski – Lepaul


Ausfälle und Sperren

Stade Brest

Ludovic Ajorque fällt gesperrt aus, was die offensive Durchschlagskraft im Sturmzentrum deutlich schwächt. Torwart Radosław Majecki ist fraglich, Grégoire Coudert steht als Ersatz bereit. Mama Baldé hat zuletzt mit einem Pferdekuss zu kämpfen gehabt, dürfte aber rechtzeitig fit werden.

Stade Rennes

Glen Kamara fehlt gesperrt – ein herber Verlust für das zentrale Mittelfeld. Jérémy Jacquet fällt mit einer Schulterverletzung aus und wird durch Alidu Seidu ersetzt. Seko Fofana ist angeschlagen und fraglich für dieses Spiel.


Wettquoten im Überblick

Die Quotenlage zeigt ein relativ ausgeglichenes Bild mit leichtem Vorteil für Rennes. Der Auswärtssieg wird bei einer durchschnittlichen Quote von etwa 2,27 angeboten, während der Heimsieg bei rund 3,10 liegt. Das Unentschieden wird mit circa 3,40 bewertet. Für Über 2,5 Tore liegen die Quoten bei etwa 1,85, was die Erwartung eines torhaltigen Spiels widerspiegelt. Beide Teams treffen wird bei rund 1,95 angeboten – angesichts der H2H-Statistik und der offensiven Stärken beider Mannschaften ein nachvollziehbarer Wert.

Wettmarkt Quote (Richtwert)
Sieg Brest (1) 3,10
Unentschieden (X) 3,40
Sieg Rennes (2) 2,27
Über 2,5 Tore 1,85
Unter 2,5 Tore 1,95
Beide Teams treffen: Ja 1,95
Beide Teams treffen: Nein 1,85

Unser Stade Brest - Stade Rennes Experten Wett Tipp:


Das Derby Breton zwischen Stade Brest und Stade Rennes bietet aus Wettsicht mehrere interessante Ansatzpunkte. Die Heimstärke von Brest steht einer überlegenen Kaderqualität von Rennes gegenüber, wobei beide Teams personelle Ausfälle kompensieren müssen. Unsere Analyse führt zu drei fundierten Empfehlungen:

Beide Teams treffen: Ja – Offensivpower auf beiden Seiten

In vier der letzten fünf Direktduelle in der Ligue 1 trafen beide Mannschaften. Brest ist zuhause offensiv stark mit 5 Siegen aus 6 Heimspielen, während Rennes mit Lepaul (14 Saisontore) und Embolo über die individuelle Qualität verfügt, jede Defensive zu knacken. Die historische Over-2,5-Quote in den Heimspielen dieses Duells unterstreicht die gegenseitige Durchlässigkeit. Beide Defensivreihen haben in dieser Saison Schwächen gezeigt – Brest mit 39 und Rennes mit 37 Gegentoren. Die Quote von 1,95 bietet soliden Value.

Doppelte Chance X2 – Rennes bleibt mindestens ungeschlagen

Rennes ist die formstärkere Mannschaft und hat unter Franck Haise neuen Schwung bekommen. Trotz der schwachen Auswärtsbilanz sprechen die Kaderqualität und die individuelle Klasse im Angriff dafür, dass die Gäste mindestens einen Punkt mitnehmen. Die Doppelte Chance X2 ist die konservative Absicherung, da ein Unentschieden im Derby durchaus im Bereich des Möglichen liegt – gerade wenn man bedenkt, dass Brest ohne Ajorque im Sturm improvisieren muss.

Esteban Lepaul trifft jederzeit – Der Torjäger der Stunde

Lepaul hat in dieser Saison 14 Tore erzielt und trifft mit einer beeindruckenden Regelmäßigkeit. Bereits im Hinspiel markierte er den wichtigen Führungstreffer gegen Brest. Gegen eine Brest-Defensive, die zu 39 Gegentreffern tendiert und deren Torwart-Situation unsicher ist, hat Lepaul ausgezeichnete Chancen, erneut einzunetzen.

  • Beide Teams treffen: Ja – Quote 1,95
  • Doppelte Chance X2 – Quote 1,48
  • Esteban Lepaul trifft jederzeit – Quote 2,10

Unser abschließendes Urteil zum Derby Breton

Dieses Derby hat alle Zutaten für ein torreiches und umkämpftes Spiel. Rennes bringt die bessere Form und den stärkeren Kader mit, muss aber ohne Kamara im Mittelfeld auskommen. Brest verliert mit Ajorque seinen wichtigsten Stürmer, kann aber auf eine beeindruckende Heimbilanz bauen. Wir sehen ein Spiel, in dem beide Teams treffen und Rennes am Ende knapp die Nase vorn haben könnte – ein 1:2 oder 2:2 wäre das wahrscheinlichste Szenario. Die Kombination aus “Beide Teams treffen” und “Doppelte Chance X2” bietet die sicherste Herangehensweise an dieses unberechenbare Bretonen-Derby.

Beide Teams treffen: Ja 1,95 Quote sichern

Sicherheitshinweis

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Natalia Schubert - Fußballanalystin & Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und seit über zwölf Jahren im professionellen Sportjournalismus tätig. Sie analysiert nationale und internationale Wettbewerbe mit Schwerpunkt auf taktischen Zusammenhängen, statistischen Auswertungen und der Einordnung sportlicher Leistungen.

In dieser Zeit schrieb sie für verschiedene renommierte Sportmagazine und Online-Redaktionen, für die sie Spielanalysen, Vorberichte und Hintergrundartikel verfasste. Ihre Arbeit ist geprägt von einer strukturierten Analyse und einer verständlichen Einordnung sportlicher und statistischer Zusammenhänge.