Die 96. Internationalen Lauberhornrennen stehen bevor – ein absoluter Klassiker im alpinen Ski-Weltcup! Vom 16. bis 18. Januar 2026 kämpfen die weltbesten Skifahrer in Wengen im Berner Oberland um Siege und Weltcup-Punkte. Das dreitägige Programm umfasst einen Super-G am Freitag, die legendäre Lauberhornabfahrt am Samstag sowie den traditionellen Slalom am Sonntag.
Zeitplan Wengen Weltcup 2026: Alle Rennen und Startzeiten
Die Lauberhornrennen gehören seit 1930 zu den prestigeträchtigsten Events im Ski-Weltcup. Auch in diesem Jahr wird das traditionsreiche Rennen seinem Ruf als “Home of Legends” wieder gerecht.
Freitag, 16. Januar 2026
- 12:30 Uhr: Super-G
Samstag, 17. Januar 2026
- 12:30 Uhr: Abfahrt (klassische Lauberhornabfahrt)
Sonntag, 18. Januar 2026
- 10:15 Uhr: Slalom (1. Durchgang)
- 13:15 Uhr: Slalom (2. Durchgang)
Bereits von Dienstag bis Donnerstag (13. bis 15. Januar) fanden die Abfahrtstrainings statt, bei denen die Speed-Spezialisten die berühmte Lauberhornstrecke kennenlernten.
Die längste Abfahrt der Welt: Besonderheiten der Lauberhornstrecke
Was die Lauberhornabfahrt so außergewöhnlich macht, sind ihre beeindruckenden Dimensionen: Mit rund 4,5 Kilometern Länge ist sie die längste Weltcup-Abfahrt überhaupt. Die Fahrer sind etwa 2:30 Minuten unterwegs und erreichen dabei Höchstgeschwindigkeiten von knapp 160 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei rund 106 km/h.
Berühmte Schlüsselstellen wie der Hundschopf, der Canadian Corner, das Kernen-S oder der Haneggschuss verlangen den Athleten alles ab. Jeder Fehler kann hier entscheidend sein – die Strecke fordert technisches Können ebenso wie Mut und Kondition.
Übertragung: Wo läuft Wengen 2026 live im TV und Stream?
Die komplette Berichterstattung der Lauberhornrennen ist in Deutschland und Österreich bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen.
Übertragung in Deutschland
Das ZDF überträgt alle drei Rennen live im Free-TV und im Livestream über die ZDF-Mediathek sowie sportschau.de.
ZDF-Sendezeiten:
- Freitag (Super-G): ab 12:15 Uhr
- Samstag (Abfahrt): ab 12:20 Uhr
- Sonntag (Slalom): ab 13:15 Uhr (nur 2. Durchgang)
Durch die Sendungen führt Moderatorin Amelie Stiefvatter, Kommentator ist Fabian Meseberg, als Experte ist Marco Büchel im Einsatz.
Zusätzlich überträgt Eurosport alle drei Wengen-Rennen. Da Eurosport Teil des DAZN-Angebots ist, können die Rennen auch direkt über die DAZN-Plattform gestreamt werden.
Übertragung in Österreich
In Österreich liegt die komplette Live-Berichterstattung beim ORF. Die Rennen sind sowohl im linearen ORF-Programm als auch im Online-Stream über ORF On verfügbar.
Super-G Wengen 2026: Favoriten und Prognose
Den Auftakt der Lauberhornrennen macht am Freitag der Super-G – und es könnte ein Schweizer Skifest werden!
Top-Favoriten für den Super-G
Marco Odermatt führt die Super-G-Weltcupwertung an und ist amtierender Weltmeister in dieser Disziplin. Der Schweizer Alleskönner hat in diesem Winter bereits einen Super-G gewonnen (Copper Mountain) und belegte in Gröden den zweiten Platz. Zudem kennt er das Gefühl des Siegens am Lauberhorn aus dem Jahr 2022.
Franjo von Allmen gewann den Wengen Super-G im Vorjahr und zeigte zuletzt aufsteigende Form mit einem dritten Platz in Livigno.
Weitere Sieganwärter
Aus österreichischer Sicht sind Vincent Kriechmayr (aktuell Zweiter der Super-G-Wertung) und Raphael Haaser (Dritter der Super-G-Wertung, WM-Zweiter) ernsthafte Kandidaten.
Die Italiener Dominik Paris und Mattia Casse sowie der Norweger Fredrik Moeller zählen ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis.
Jan Zabystran sorgte im Dezember für eine Überraschung mit seinem Super-G-Sieg in Gröden. Die Frage ist: Kann der Tscheche erneut die Favoriten düpieren?
Lauberhornabfahrt 2026: Der Höhepunkt des Wochenendes
Die Abfahrt am Samstag ist zweifellos das Highlight der Lauberhornrennen. Die Vorzeichen deuten erneut auf einen Schweizer Triumph hin.
Marco Odermatt als Topfavorit
Marco Odermatt hat die letzten drei Lauberhornabfahrten gewonnen – ein beeindruckender Lauf! Im Vorjahr triumphierte er in der Rekordzeit von 2:22,58 Minuten. In dieser Saison hat er bereits zwei der drei Abfahrten für sich entschieden (Beaver Creek und Gröden).
Der 28-Jährige steht mittlerweile bei sechs Abfahrtssiegen im Weltcup und ist der klare Favorit für die Abfahrt am Samstag.
Franjo von Allmen fordert den Landsmann
Franjo von Allmen, der amtierende Abfahrts-Weltmeister, ist Odermatts größter Herausforderer. In Gröden belegte er im ersten Rennen Platz zwei hinter Odermatt, gewann aber das zweite Rennen und verwies Odermatt auf Rang zwei. In Wengen wurde er im vergangenen Jahr ebenfalls Zweiter – wieder hinter Odermatt. Kann er diesmal den Spieß umdrehen?
Internationale Konkurrenz
Aus Italien kommen mit Dominik Paris (immer in den Top Sechs dieser Saison) und Florian Schieder (jeweils Platz drei in Gröden) zwei gefährliche Kandidaten.
Die Franzosen Nils Allegre (Fünfter im Abfahrtsweltcup, gewann das Abschlusstraining) und Nils Alphand (Sechster im Abfahrtsweltcup) sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Vincent Kriechmayr aus Österreich gewann die Lauberhornabfahrt 2022, tritt jedoch mit schwankender Form an. In dieser Saison schaffte er es noch auf kein Podium in der Abfahrt.
Slalom Wengen 2026: Spannender Abschluss mit vielen Favoriten
Der Slalom am Sonntag bildet den Abschluss der Lauberhornrennen. Die Liste der möglichen Sieger ist lang.
Paco Rassat in Topform
Paco Rassat rückt besonders in den Fokus: Der 27-jährige Franzose hat in dieser Saison bereits zwei der sechs ausgetragenen Slaloms gewonnen – zuletzt in Adelboden vor nur wenigen Tagen. Er führt aktuell die Slalomwertung an und wird als erste Medaillenanwärter für die Olympischen Spiele in Mailand/Cortina im Februar gehandelt.
Das französische Duo
Mit Clement Noel gibt es einen zweiten starken Franzosen. Der amtierende Olympiasieger rangiert auf Platz zwei im Slalomweltcup und holte Anfang Januar den Sieg in Madonna di Campiglio.
Norwegische Herausforderer
Die Norweger Timon Haugan (Sieger in Val d’Isere), Atle Lie McGrath (Gewinner in Alta Badia, Zweiter in Adelboden) und Henrik Kristoffersen (99 Weltcup-Podestplätze in der Karriere, Dritter in Adelboden) zählen zum engeren Favoritenkreis.
Weitere Kandidaten
Lucas Pinheiro Braathen, der für Brasilien startet, triumphierte in Levi und belegte in Adelboden den vierten Platz.
Als Geheimtipp gilt der Finne Eduard Hallberg, der bereits zwei Podestplätze in dieser Saison vorzuweisen hat (Platz drei in Levi, Platz zwei in Madonna di Campiglio).
Aus deutscher Sicht richtet sich die Hoffnung auf Linus Strasser, der allerdings in diesem Winter noch keine Top-3-Platzierung erreicht hat und in Adelboden ausschied. Auch die Österreicher konnten im Slalom bislang nicht zu den Podestfahrern zählen.
Preisgeld bei den Lauberhornrennen 2026
Für jeden der drei Wettbewerbe in Wengen wird ein Preisgeld von insgesamt 167.619 Euro für die Plätze 1 bis 30 ausgeschüttet:
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- Platz: 54.709 Euro
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- Platz: 25.608 Euro
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- Platz: 13.968 Euro
Tickets und Anreise
Die Tickets für die Abfahrt am Samstag sind bereits ausverkauft. Für den Super-G am Freitag und den Slalom am Sonntag sind jedoch noch Karten verfügbar. Die Preise liegen bei 85 CHF (Freitag) bzw. 55 CHF (Sonntag), jeweils inklusive Transfer ab Interlaken Ost.
Ausblick: Olympische Spiele als Saisonhöhepunkt
Die Lauberhornrennen sind ein wichtiger Test vor den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo, die im Februar 2026 stattfinden. Besonders Marco Odermatt gilt in mehreren Disziplinen als großer Goldfavorit – sollte er nicht durch eine Verletzung ausgebremst werden.
Die Rennen in Wengen bieten den Athleten die Möglichkeit, ihre Form zu testen und wichtige Weltcup-Punkte zu sammeln, bevor es zum olympischen Höhepunkt geht.
Fazit
Die 96. Internationalen Lauberhornrennen versprechen wieder packenden Skisport auf höchstem Niveau. Mit der längsten Abfahrt der Welt, drei hochkarätigen Rennen und einer einzigartigen Atmosphäre im Berner Oberland ist Wengen ein Pflichttermin für alle Wintersport-Fans. Die Schweizer um Marco Odermatt und Franjo von Allmen gehen als Favoriten ins Rennen, doch die internationale Konkurrenz lauert nur auf ihre Chance.


