Rani Khedira gehört zu den wichtigsten Spielern beim 1. FC Union Berlin. Seit seinem Wechsel 2021 vom FC Augsburg nach Köpenick hat sich der 31-Jährige als unverzichtbarer Bestandteil des Teams etabliert. Doch wer ist der Mann hinter der Rückennummer 8 eigentlich? Wir werfen einen Blick auf das Privatleben des Vize-Kapitäns.
Steckbrief: Alter, Größe und Position
Rani Khedira wurde am 27. Januar 1994 in Stuttgart geboren und ist damit 31 Jahre alt. Mit einer Körpergröße von 1,89 Metern und einem Gewicht von rund 86 Kilogramm bringt der defensive Mittelfeldspieler die perfekten physischen Voraussetzungen für seine Position mit. Der Rechtsfuß gehört dem Sternzeichen Wassermann an und besitzt sowohl die deutsche als auch die tunesische Staatsbürgerschaft.
Interessant: Khedira absolvierte neben seiner Fußballkarriere eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann – eine vernünftige Absicherung für die Zeit nach der aktiven Karriere.
| Rani Khedira – Steckbrief | |
| Vollständiger Name | Rani Khedira |
| Geburtsdatum | 27. Januar 1994 |
| Alter | 31 Jahre |
| Geburtsort | Stuttgart, Deutschland |
| Sternzeichen | Wassermann |
| Größe | 1,89 m |
| Gewicht | 86 kg |
| Nationalität | Deutsch, Tunesisch |
| Position | Defensives Mittelfeld |
| Starker Fuß | Rechts |
| Aktueller Verein | 1. FC Union Berlin |
| Rückennummer | 8 |
| Bei Union seit | 01. Juli 2021 |
| Vertrag bis | 30. Juni 2026 |
| Marktwert | 2,5 Mio. € |
| Jahresgehalt | ca. 850.000 – 1,8 Mio. € |
| Vater | Lazhar Khedira (Tunesien) |
| Mutter | Doris Khedira (Deutschland) |
| Brüder | Sami Khedira, Denny Khedira |
| Freundin | Amelia |
| Kinder | 1 Tochter (geb. 2024) |
| Wohnort | Berlin |
| Ausbildung | Sport- und Fitnesskaufmann |
Die Eltern: Eine deutsch-tunesische Liebesgeschichte
Die Geschichte der Familie Khedira beginnt in der tunesischen Küstenstadt Hammamet. Dort lernten sich Ranis Eltern kennen: Vater Lazhar Khedira aus Tunesien und Mutter Doris Khedira aus Deutschland. Der Liebe wegen kam Lazhar mit 24 Jahren nach Deutschland und baute sich dort eine neue Existenz auf.
Lazhar Khedira arbeitete über 30 Jahre im selben Beruf und brachte seinen Söhnen wichtige Werte bei: Disziplin, Durchhaltevermögen und den Respekt vor der Herkunft. Die Erziehung war streng, aber herzlich – typisch schwäbisch mit tunesischem Temperament. Die Familie Khedira wuchs in Fellbach-Oeffingen auf, wo die drei Brüder ihre ersten Schritte im Fußball machten.
Jedes Jahr verbrachte die Familie ihre Ferien in Tunesien, um die Verwandtschaft des Vaters zu besuchen. Diese doppelte kulturelle Identität prägte alle drei Söhne nachhaltig.
Die berühmten Brüder: Sami, Denny und Rani
Rani ist der jüngste von drei Brüdern – und alle haben beeindruckende Wege eingeschlagen:
Sami Khedira (geboren 1987) ist der bekannteste der drei. Der ehemalige Weltmeister von 2014 spielte für Top-Klubs wie Real Madrid und Juventus Turin. Mit fünf italienischen Meisterschaften, einer Champions-League-Trophäe und dem WM-Titel gehört er zu den erfolgreichsten deutschen Fußballern seiner Generation. Sami beendete seine aktive Karriere 2021 und gilt bis heute als großes Vorbild für Rani.
Denny Khedira, der mittlere Bruder, wählte einen anderen Weg. Nach einer verletzungsbedingten Beendigung seiner Fußballkarriere widmete er sich dem Studium und arbeitet heute erfolgreich im Sportmanagement als Berater.
Die Verbindung zwischen den Brüdern ist eng. Rani bezeichnet Sami als sein “Kindheitsidol” und “besten Freund”. Die beiden tauschen sich regelmäßig aus, und Rani profitiert von den Erfahrungen seines älteren Bruders. Als Sami 2021 seine Karriere beendete, schrieb Rani ihm emotionale Worte: “Du – als mein Kindheitsidol, mein großer Bruder und mein bester Freund verlässt die große Fußballbühne nach einer unglaublich erfolgreichen Karriere.”
Freundin Amelia und das Familienglück
Während Bruder Sami lange mit dem Model Lena Gercke liiert war, hält Rani Khedira sein Privatleben deutlich privater. Seine Partnerin heißt Amelia, doch über sie ist nur sehr wenig bekannt. Das Paar zeigt sich kaum in der Öffentlichkeit und meidet das Rampenlicht konsequent. Gelegentlich ist Amelia auf der Tribüne bei Union-Spielen zu sehen, früher gab es auch gemeinsame öffentliche Auftritte – heute jedoch nur noch selten.
2024 wurde das Paar Eltern einer Tochter. Über diesen neuen Lebensabschnitt spricht Rani mit großer Begeisterung: “Wenn ich unterwegs bin, fühlt sich die Zeit doppelt so lang an als früher”, verriet er dem Berliner Kurier. Die Rolle als Vater und als Vize-Kapitän von Union Berlin bekomme er gut unter einen Hut: “Das ergänzt sich wunderbar. Dafür, dass ich trotzdem viel Zeit zuhause bin und die wertvollen Momente genießen kann, bin ich sehr dankbar.”
Besonders wichtig ist ihm das Thema Sicherheit: “Sobald man dann selbst ein Kind im Auto sitzen hat und immer die Gefahr voraussieht, ist Sicherheit ein sehr wichtiges Thema”, so Khedira.
Gehalt und Marktwert bei Union Berlin
Rani Khedira gehört zu den Leistungsträgern von Union Berlin, was sich auch in seinem Gehalt widerspiegelt. Laut verschiedenen Quellen verdient der 31-Jährige zwischen 850.000 und 1,8 Millionen Euro pro Jahr. Das entspricht einem Wochengehalt von etwa 16.000 bis 36.000 Euro.
Sein aktueller Marktwert liegt bei rund 2,5 Millionen Euro. Damit gehört er zwar nicht zu den teuersten Spielern im Kader, sein Wert für das Team ist jedoch unschätzbar. Im Mai 2025 verlängerte Khedira seinen Vertrag bei Union Berlin bis 2026 – ein klares Zeichen für die gegenseitige Wertschätzung.
Geschäftsführer Horst Heldt betonte bei der Vertragsverlängerung: “Mit seiner Persönlichkeit, seiner Erfahrung und seiner fußballerischen Art bringt er Tag für Tag Qualitäten ein, die für uns als Verein und Team enorm wertvoll sind – sportlich wie menschlich.”
Die Union-Berlin-Ära: Angekommen in der Hauptstadt
Seit seinem Wechsel 2021 ist Rani Khedira zu einer Union-Ikone geworden. In seiner ersten Saison verpasste er nur ein einziges Spiel (Gelbsperre) und absolvierte 45 von 46 möglichen Pflichtspielen. Bereits nach einem Jahr wurde er zum Vize-Kapitän ernannt – eine Auszeichnung für seine Führungsqualitäten.
Der emotionale Höhepunkt seiner Union-Zeit kam am 27. Mai 2023: Beim Heimspiel gegen Werder Bremen erzielte Khedira mit einem platzierten Schuss aus 14 Metern das 1:0 – das Tor, das Union Berlin erstmals in der Vereinsgeschichte die Qualifikation für die Champions League sicherte.
Über sein Leben in Berlin sagt Khedira: “Vor allem die Flexibilität, das Multikulti und die Offenheit der Menschen” schätze er an der Hauptstadt. Er könne sich sogar vorstellen, seine Karriere in Köpenick zu beenden: “Natürlich kann ich das, aber es gehören auch immer zwei Parteien dazu. Ich hätte nichts dagegen, noch sehr, sehr lange Zeit zu bleiben.”
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Tunesische Wurzeln: Die verpasste WM-Chance
Aufgrund seines tunesischen Vaters besitzt Rani Khedira auch die tunesische Staatsbürgerschaft. 2017/18 klopfte der tunesische Fußballverband an und bot ihm die Teilnahme an der WM 2018 in Russland an. Trainer Nabil Maaloul schwärmte im nationalen Radio: “Er ist ein großartiger Mittelfeldspieler.”
Doch Khedira lehnte ab. Als Gründe nannte er fehlende Sprachkenntnisse (er spricht kein Arabisch) und Fairnessgründe: “Ich will niemandem ein WM-Ticket klauen”, erklärte er damals. Außerdem fühlte er sich dem DFB verbunden, für den er 13 Junioren-Länderspiele absolviert hatte. Eine Entscheidung, die er nie bereut hat.
Fazit: Ein Familienmensch
Rani Khedira ist mehr als nur ein Fußballprofi. Er ist ein Familienmensch, der seine Wurzeln nie vergessen hat, ein loyaler Teamplayer und ein Führungsspieler auf und neben dem Platz. Die enge Verbindung zu seinen Eltern und Brüdern, die glückliche Beziehung zu Freundin Amelia und die Liebe zu seiner Tochter zeigen einen bodenständigen Menschen, der trotz des Rampenlichts privat bleibt.
Bei Union Berlin hat er sein sportliches Zuhause gefunden – und in Berlin sein privates. Mit 31 Jahren befindet sich Khedira auf dem Höhepunkt seiner Karriere und möchte mit den Eisernen noch viele Erfolge feiern. Die Geschichte von Rani Khedira ist noch lange nicht zu Ende erzählt.


