PDC World Masters 2026: Spielplan, Ergebnisse & Favoriten

René Müller
| veröffentlicht am: 30.01.26 (aktualisiert: 30.01.26)
geprüft von Lukas Stratmann | 4 Min. Lesezeit

Das PDC World Masters 2026 ist das erste große Ranglistenturnier der neuen Darts-Saison. In der Arena MK in Milton Keynes kämpfen 32 Spieler um den prestigeträchtigen Titel und ein Preisgeld von 100.000 Pfund. Weltmeister Luke Littler geht als Topfavorit ins Rennen, während Titelverteidiger Luke Humphries seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholen möchte.

Turnierdaten im Überblick

Das Winmau World Masters 2026 findet vom 28. Januar bis zum 1. Februar in der Arena MK in Milton Keynes statt. Nach den Qualifikationsrunden am Mittwoch startete das Hauptfeld am Donnerstagabend in den Wettbewerb. Insgesamt 32 Spieler kämpfen um ein Gesamtpreisgeld von 500.000 Pfund, wobei der Sieger 100.000 Pfund mit nach Hause nehmen darf.

Die Übertragung erfolgt in Deutschland und Österreich live bei DAZN. Alternativ können Fans das Turnier über den internationalen Livestream der PDC unter livepdc.tv verfolgen. In Großbritannien überträgt ITV4 alle Sessions.

Erste Überraschung: Heta wirft van Gerwen raus

Der erste Tag des World Masters 2026 lieferte gleich eine faustdicke Sensation. Damon Heta eliminierte den fünfmaligen Masters-Champion Michael van Gerwen mit 3:1 Sätzen. Der Australier überzeugte mit einer herausragenden Checkout-Quote von 63 Prozent und setzte drei Finishes über 100 Punkte. Van Gerwen, der gerade erst das Bahrain Darts Masters gewonnen hatte, erwischte hingegen einen schwachen Tag auf den Doppeln und musste überraschend früh die Segel streichen.

Gerwyn Price zeigte sich dagegen in starker Verfassung und besiegte den Qualifikanten James Hurrell souverän mit 3:0. Der Waliser hatte seinen Gegner die gesamte Partie über unter Kontrolle und unterstrich seine Ambitionen auf den Titel. Auch sein walisischer Landsmann Jonny Clayton, Vorjahresfinalist des Turniers, setzte sich trotz eines verlorenen ersten Satzes gegen Wessel Nijman mit 3:1 durch. Clayton gelang dabei ein beeindruckendes 161er-Finish.

Weitere Ergebnisse vom Donnerstag: Chris Dobey schlug Jermaine Wattimena glatt mit 3:0, während Gary Anderson und James Wade jeweils knappe Fünf-Satz-Duelle gegen Niels Zonneveld beziehungsweise Madars Razma gewannen. Nathan Aspinall überzeugte mit einem Average von über 105 beim 3:1-Erfolg über den Debütanten Shane McGuirk. Gian van Veen, WM-Finalist und neue Nummer drei der Weltrangliste, feierte bei seinem Masters-Debüt einen 3:1-Sieg gegen Ryan Joyce.

Tag 2: Littler, Humphries und Schindler im Einsatz


Am Freitagabend greifen die beiden großen Favoriten ins Geschehen ein. Luke Littler, der amtierende zweifache Weltmeister, trifft auf Mike De Decker aus Belgien. Für den 19-jährigen Engländer ist das Masters eines von nur zwei großen TV-Majors, die er noch nicht gewonnen hat. Im Vorjahr scheiterte er im Viertelfinale an Jonny Clayton.

Littler betonte vor dem Turnier seine Ambitionen: Er wolle unbedingt Champion werden, da dies ein Titel sei, den er noch nicht besitze. Nach seinem Sieg beim Saudi Arabia Darts Masters vergangene Woche und der erfolgreichen WM-Titelverteidigung geht der Weltranglistenerste mit viel Selbstvertrauen in das Turnier.

Titelverteidiger Luke Humphries bekommt es mit Dave Chisnall zu tun, der bereits zweimal das Masters-Finale erreichte. Humphries setzte sich 2025 in einem packenden Endspiel über die volle Distanz gegen Jonny Clayton durch und will seinen Titel nun verteidigen.

Mit Martin Schindler ist ein deutscher Spieler im Hauptfeld vertreten. Die deutsche Nummer eins eröffnet die Freitagssession gegen Luke Woodhouse und hofft auf seinen ersten Sieg bei diesem Turnier. Für Schindler wäre ein Erfolg besonders wichtig, da alle zwölf anderen deutschen Starter in der Qualifikation am Mittwoch gescheitert sind. Darunter befanden sich Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko und Niko Springer, die allesamt trotz ihrer Setzung nicht den Sprung ins Hauptfeld schafften.

Der Modus: Satz-Format sorgt für Spannung

Das World Masters wird im traditionellen Satz-Format ausgetragen, wobei jeder Satz im Best-of-3-Legs-Modus gespielt wird. Diese Spielweise unterscheidet sich vom üblichen Leg-Format der meisten PDC-Turniere und sorgt für besondere Dramatik, da selbst bei Rückständen schnelle Aufholjagden möglich sind.

In der ersten Runde werden die Partien über Best-of-5-Sets gespielt, ab dem Achtelfinale steigt der Modus auf Best-of-7-Sets. Das Halbfinale geht über Best-of-9-Sets, während das Finale im Modus Best-of-11-Sets ausgetragen wird.

Der komplette Spielplan

Donnerstag, 29. Januar (Ergebnisse der 1. Runde):

  • Chris Dobey 3:0 Jermaine Wattimena
  • Gary Anderson 3:2 Niels Zonneveld
  • James Wade 3:2 Madars Razma
  • Nathan Aspinall 3:1 Shane McGuirk
  • Jonny Clayton 3:1 Wessel Nijman
  • Gerwyn Price 3:0 James Hurrell
  • Damon Heta 3:1 Michael van Gerwen
  • Gian van Veen 3:1 Ryan Joyce

Freitag, 30. Januar (1. Runde, ab 20:00 Uhr):

  • Martin Schindler vs. Luke Woodhouse
  • Ross Smith vs. Jimmy van Schie
  • Danny Noppert vs. Daryl Gurney
  • Ryan Searle vs. Rob Cross
  • Josh Rock vs. Connor Scutt
  • Luke Littler vs. Mike De Decker
  • Luke Humphries vs. Dave Chisnall
  • Stephen Bunting vs. Jeffrey de Graaf

Samstag, 31. Januar (Achtelfinale):

  • Nachmittagssession ab 14:00 Uhr: 4 Partien
  • Abendsession ab 20:00 Uhr: 4 Partien

Sonntag, 1. Februar (Finals Day):

  • Viertelfinale ab 14:00 Uhr
  • Halbfinale ab 20:00 Uhr
  • Finale im Anschluss

Die Favoriten auf den Titel


Luke Littler startet als haushoher Favorit in das Turnier. Der zweifache Weltmeister dominiert aktuell die Darts-Szene und will mit einem Triumph in Milton Keynes seinen nächsten Major-Titel einsammeln. Die Konkurrenz ist jedoch namhaft: Titelverteidiger Luke Humphries kennt das Format bestens und hat bewiesen, dass er im Satz-Modus zu den Besten gehört.

Gian van Veen, der bei der WM erst im Finale an Littler scheiterte, könnte für eine Überraschung sorgen. Der Niederländer zeigt sich in bestechender Form und hat mit seinem Erstrundenauftreten gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Auch Gerwyn Price machte mit seiner dominanten Vorstellung klar, dass mit ihm zu rechnen ist.

Nach dem Aus von Michael van Gerwen hat sich das Favoritenfeld etwas verändert. Mit Jonny Clayton, Gary Anderson und Stephen Bunting befinden sich aber weiterhin erfahrene Topspieler im Wettbewerb, die den Titel schon einmal gewonnen haben.

Die Preisgeldverteilung

Runde Preisgeld
Sieger 100.000 £
Finalist 50.000 £
Halbfinale 30.000 £
Viertelfinale 17.500 £
Achtelfinale 10.000 £
1. Runde 5.000 £

Das Gesamtpreisgeld des Turniers beläuft sich auf 500.000 Pfund. Selbst wer in der ersten Runde ausscheidet, erhält noch 5.000 Pfund für die PDC Order of Merit.

René Müller - Wettanalyst & Senior Editor |
René Müller René Müller ist Diplom-Betriebswirt mit Schwerpunkt Finanzdienstleistungen und Statistik sowie TÜV-zertifizierter Compliance-Beauftragter. Mit über 15 Jahren Branchenerfahrung – darunter als Quotenanalyst in Malta und Fachredakteur für internationale Sportmagazine – zählt er zu den führenden deutschen Experten für Sportwetten-Analytik und iGaming-Compliance. Seit 2020 berät er als unabhängiger Analyst zu GGL-Regulierungen, LUGAS-Integration und datenbasierten Wett-Analysen.