Hertha BSC Berlin vollzieht einen bedeutsamen Führungswechsel vor der neuen Saison 2025/26. Der Zweitligist bestimmte Fabian Reese zum neuen Spielführer, nachdem der 27-jährige Offensivspieler bereits in der vergangenen Spielzeit als Stellvertreter fungiert hatte.
Die Entscheidung für Reese als Hertha-Kapitän spiegelt seine wachsende Bedeutung für den Berliner Verein wider. Der erfahrene Angreifer übernimmt die Verantwortung als Führungsspieler und wird von Toni Leistner sowie Deyovaisio Zeefuik als Stellvertreter unterstützt.
Leistner und Zeefuik als Stellvertreter
Toni Leistner und Deyovaisio Zeefuik übernehmen künftig die Aufgaben als Vizekapitäne neben dem neuen Mannschaftsführer. Der Innenverteidiger Leistner bekleidete zuvor selbst das Amt des Kapitäns und wechselte nach dem Bundesligaabstieg 2023 aus Belgien zu Hertha BSC.
Zeefuik entwickelte sich nach seinen Leihgeschäften in England und Italien zu einer wichtigen Stütze der Mannschaft. Der Defensivspezialist gewann das Vertrauen der Anhänger und etablierte sich als Publikumsliebling im Olympiastadion.
Die drei Spieler bilden gemeinsam den neuen Führungskreis des Vereins. Alle Beteiligten verlängerten kürzlich ihre Arbeitsverträge langfristig, was die geplante Stabilität und den Zusammenhalt innerhalb des Kaders unterstreicht. Diese personelle Kontinuität soll dem Team zusätzliche Sicherheit vermitteln.
Reese: “Dieser Verein bedeutet mir enorm viel”
Fabian Reese entschied sich im Frühjahr bewusst gegen Angebote anderer Mannschaften. Der Offensivspieler betonte seine starke Verbindung zu Hertha Berlin.
“Hertha ist in den vergangenen zwei Jahren zu meinem Herzensprojekt geworden”, erklärte Reese seine Entscheidung. Er fühle sich sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon außergewöhnlich wohl im Verein.
Seine Leistungen in der Saisonendphase unterstrichen diese Worte eindrucksvoll. Zehn Treffer in den finalen zehn Ligabegegnungen demonstrierten seinen enormen Wert für die Mannschaft deutlich.
Rangnick wendet sich von Berliner Vorhaben ab
Die Bemühungen von Hertha BSC um Ralf Rangnick sind gescheitert. Der 66-jährige Österreich-Nationaltrainer erteilte dem Zweitligisten eine eindeutige Absage für die Position des Geschäftsführers.
Mehrere Faktoren führten zu dieser Entscheidung:
- Mangelnde Planungssicherheit beim Berliner Verein
- Strukturelle Schwächen in der Vereinsorganisation
- Finanzielle Unsicherheiten bei Hertha BSC
Rangnick hatte trotz grundsätzlicher Aufgeschlossenheit Bedenken bezüglich der Vereinssituation. Der erfahrene Fußballexperte bevorzugt die Fortsetzung seiner Arbeit mit der österreichischen Auswahl.
Seine Verpflichtung gegenüber dem ÖFB-Team reicht bis zur Weltmeisterschaft 2026. Diese langfristige Bindung spielte eine entscheidende Rolle bei seiner Ablehnung des Hertha-Angebots.
Kein Trainerwechsel – aber Umbruch in der Führung
Stefan Leitl bleibt weiterhin als Trainer bei Hertha BSC. Die Vereinsführung vertraut dem Coach trotz der verpassten Bundesliga-Rückkehr.
Fabian Reese übernimmt die Kapitänsbinde von Toni Leistner. Der 27-jährige Offensivspieler bildet gemeinsam mit Leistner und Deyovaisio Zeefuik den neuen Mannschaftsrat.
Abseits des Spielfelds gab es personelle Veränderungen. Geschäftsführer Thomas Herrich verließ den Verein zum Saisonende. Der strukturelle Wandel soll frischen Wind in die Organisation bringen.


