Frauen EM 2025: Schweden – Deutschland: Tipp & Prognose (12.07.2025)

Frauen EM 12.07.2025 | 21:00
Expertentipp Über 2,5 Tore & Beide Teams treffen 2,45 Quote sichern
Torschützen-Tipp Lea Schüller trifft 2,20 Quote sichern
Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 09.07.25 (aktualisiert: 09.07.25)
geprüft von Lukas Stratmann | 6 Min. Lesezeit

Das Duell um den Gruppensieg in der Gruppe C der Frauen-EM 2025 verspricht Spannung pur: Schweden empfängt Deutschland im Stadion Letzigrund. Beide Teams haben bereits das Viertelfinale erreicht, doch der erste Platz entscheidet über den Gegner in der K.o.-Phase. Die Schwedinnen wollen mit Heimvorteil überraschen, während die achtmaligen Europameisterinnen ihre Favoritenrolle untermauern möchten. Am 12. Juli 2025 treffen im Stadion Letzigrund in Zürich zwei der stärksten Frauen-Nationalmannschaften Europas aufeinander. Deutschland und Schweden haben bereits nach zwei Spieltagen das Viertelfinale erreicht, kämpfen aber um den wichtigen Gruppensieg. Während die DFB-Frauen mit zwei Siegen aus zwei Spielen perfekt gestartet sind, überzeugte auch Schweden mit sechs Punkten aus den ersten beiden Partien. Der Gewinner dieses Prestigeduells darf sich über einen vermeintlich leichteren Viertelfinalgegner freuen.


Formbetrachtung: Schweden

Die schwedische Nationalmannschaft zeigt sich bei der Frauen-EM 2025 in beeindruckender Verfassung. Nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Dänemark in einem umkämpften skandinavischen Duell folgte ein souveräner 3:0-Erfolg gegen Polen. Filippa Angeldahl erzielte in der 55. Minute das entscheidende Tor gegen Dänemark, während gegen Polen gleich mehrere Akteurinnen ins Schwarze trafen. Stina Blackstenius (28.) brachte ihr Team nach einer Flanke von Kosovare Asllani per Kopf voran, die schon bei über 200 Länderspielen haltende Asllani (52.) selbst nickte bei einer ähnlichen Situation nach der Pause zum zweiten Tor ein. Die Offensivkraft der Schwedinnen kommt zur rechten Zeit, nachdem sie in der Qualifikation noch über die Playoffs kommen mussten. Trainer Peter Gerhardsson kann auf eine eingespielte Truppe zurückgreifen, die in den letzten fünf Spielen ungeschlagen blieb. In den letzten fünf Spielen gab es drei Siege (2:0 gegen Norwegen, 6:1 gegen Dänemark, 3:2 gegen Italien) und zwei Unentschieden (0:0 gegen Italien, 1:1 gegen Wales). Besonders beeindruckend ist die Defensivleistung, die in vier der letzten fünf Partien maximal ein Gegentor kassierte.

Schlüsselspielerinnen

Spielerin Tore Assists Einsätze Minuten Verein Alter
Stina Blackstenius 39 12 118 9.450 Arsenal 29
Kosovare Asllani 41 28 204 16.320 AC Milan 35
Filippa Angeldahl 22 15 89 7.120 Manchester City 27
Johanna Rytting Kaneryd 8 14 45 3.600 Chelsea 26
Magdalena Eriksson 3 2 78 7.020 FC Bayern 31

Aktuelle Leistungsbewertung: Deutschland

Die deutsche Nationalmannschaft präsentiert sich unter Christian Wück in bestechender Form. Deutschland hat auch sein zweites Gruppenspiel bei der EM in der Schweiz gewonnen. Durch den Erfolg gegen Dänemark ist der Viertelfinaleinzug bereits geschafft. Nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen Polen folgte ein hart erkämpftes 2:1 gegen Dänemark, bei dem die Mannschaft Moral bewies. Deutschland jubelte vor 34.165 Zuschauerinnen und Zuschauern – die höchste bei einem ohne Gastgeber ausgetragenen EM-Spiel jemals verzeichnete Besucherzahl. Die Partie gegen Dänemark war ein Charaktertest, den die DFB-Frauen mit Bravour bestanden. Nach einem 0:1-Rückstand zur Pause drehten sie das Spiel in der zweiten Halbzeit. Sjoeke Nüsken (56.) schoss den Strafstoß platziert ins Eck. Ein dänischer Patzer ebnete Deutschland schließlich die Wende. Emma Faerge traf eine Mitspielerin voll im Gesicht, die unfreiwillige Vorlage nutzte Lea Schüller (66.) zum 2:1. Diese Wendung zeigt die mentale Stärke der Wück-Elf. Die Offensivpower der Deutschen ist beeindruckend. Niemand hat in der ersten Hälfte dieses Jahres 2025 mehr Tore in der Nations League erzielt als Lea Schüller vom FC Bayern München. Die 27-Jährige erzielte fünf der 22 Treffer Deutschlands in gerade einmal sechs Spielen. Die Torjägerin ist in absoluter Topform und wird auch gegen Schweden eine Hauptrolle spielen.

Schlüsselspielerinnen

Spielerin Tore Assists Einsätze Minuten Verein Alter
Lea Schüller 52 18 75 6.750 FC Bayern München 27
Sjoeke Nüsken 8 12 45 3.870 FC Chelsea 24
Jule Brand 5 9 32 2.560 VfL Wolfsburg 22
Klara Bühl 12 15 58 4.640 FC Bayern München 24
Ann-Katrin Berger 0 0 35 3.150 FC Chelsea 34

Direktvergleich der Teams

Die Bilanz im direkten Vergleich spricht klar für Deutschland. Deutschland ist nach den nordischen Ländern Dänemark, Finnland und Norwegen sowie den USA fünfthäufigster Gegner der Schwedinnen. Achtmal gewannen die Schwedinnen, 21-mal die deutsche Mannschaft, womit Schweden neben England der Gegner ist, gegen den die deutschen Frauen am häufigsten gewannen. Besonders bei großen Turnieren hatte Deutschland meist die Nase vorn. Beide trafen schon in allen wichtigen Endspielen (EM, WM und Olympia) aufeinander, wobei die deutsche Mannschaft immer mit einem Tor Unterschied gewann – zweimal (EM-Finale 2001 und WM-Finale 2003) durch Golden Goal. Bei der ersten Weltmeisterschaft 1991 in China wurde Schweden Dritter durch einen 4:0-Sieg über Deutschland. Das war jedoch einer der wenigen großen Erfolge der Schwedinnen gegen die DFB-Frauen. In jüngerer Zeit konnte Deutschland seine Dominanz untermauern.

Datum Ergebnis Wettbewerb
17.07.2016 Deutschland 2:1 Schweden Olympia-Finale
13.07.2003 Deutschland 2:1 Schweden WM-Finale
09.07.2001 Deutschland 1:0 Schweden EM-Finale
17.06.1991 Schweden 4:0 Deutschland WM-Spiel Platz 3
21.08.2004 Deutschland 1:0 Schweden Olympia-Platz 3

Letzte 5 Begegnungen beider Teams

Mannschaft Ergebnisse der letzten 5 Spiele
Schweden S-S-U-S-U
Deutschland S-S-N-S-S

Taktische Betrachtung

Schweden unter Peter Gerhardsson setzt auf ein flexibles 4-2-3-1-System, das sich situativ zu einem 4-3-3 wandeln kann. Startelfeinsätze Schweden 4-2-3-1: 12 J. Falk, 5 A. Nildén, 13 A. Ilestedt, 14 N. Björn, 4 H. Lundkvist, 15 J. Zigiotti Olme, 16 F. Angeldahl, 7 M. Janogy, 9 K. Asllani, 19 J. Rytting Kaneryd, 11 S. Blackstenius. Die Schwedinnen agieren mit hohem Pressing und versuchen, schnell umzuschalten. Die Stärke der Schwedinnen liegt in der Kombination aus erfahrenen Spielerinnen wie Kosovare Asllani und jungen Talenten wie Johanna Rytting Kaneryd. Die Schwedinnen, bei denen Kapitänin Kosovare Asllani ihr 200. Länderspiel absolvierte, starteten offensiv ins Spiel. Die Erfahrung der Kapitänin wird gegen Deutschland von großer Bedeutung sein. Deutschland hingegen hat unter Christian Wück eine neue taktische Identität gefunden. Die Mannschaft spielt variabel und passt sich dem Gegner an. Unser Angriffspressing hat sehr gut funktioniert, das war einer der Hauptgründe, warum wir so gespielt haben, wie wir gespielt haben, erklärte Lea Schüller nach dem Dänemark-Spiel. Die DFB-Frauen setzen auf schnelle Kombinationen und nutzen die Räume zwischen den Linien. Mit Spielerinnen wie Sjoeke Nüsken im zentralen Mittelfeld und den variablen Außenbahnen können sie verschiedene Spielsituationen kreieren.


Voraussichtliche Startformationen

Schweden Aufstellung

System: 4-2-3-1
Tor: Jennifer Falk
Abwehr: Hanna Lundkvist, Amanda Ilestedt, Nathalie Björn, Amanda Nildén
Mittelfeld: Filippa Angeldahl, Julia Zigiotti Olme
Angriff: Johanna Rytting Kaneryd, Kosovare Asllani, Madelen Janogy
Sturm: Stina Blackstenius

Deutschland Aufstellung

System: 4-3-3
Tor: Ann-Katrin Berger
Abwehr: Carlotta Wamser, Kathrin Hendrich, Marina Hegering, Felicitas Rauch
Mittelfeld: Sjoeke Nüsken, Janina Minge, Linda Dallmann
Angriff: Jule Brand, Lea Schüller, Klara Bühl


Aktuelle Verletzungslage und Sperren

Beide Teams müssen mit personellen Ausfällen umgehen. Bei Deutschland ist die Situation um Kapitänin Giulia Gwinn besonders dramatisch. Die Verteidigerin erlitt am Innenband eine Verletzung und fällt für das gesamte Turnier aus. Geplant ist aber, dass die am Innenband verletzte DFB-Kapitänin zum dritten Gruppenspiel gegen Schweden am 12. Juli zu den DFB-Frauen nach Zürich zurückkehrt, um die Mannschaft zu unterstützen. Für die verletzte Kapitänin Giulia Gwinn rückte Carlotta Wamser ins Team, die ihre Sache nach ihrer Einwechslung in der ersten EM-Partie formidabel gemacht hatte. Die neue Kapitänin wird Janina Minge sein, die das Team gegen Schweden anführen wird. Bei Schweden gab es vor dem Polen-Spiel Fragezeichen um Stina Blackstenius. Die Angreiferin war zurück im Training, bei ihr war ein Einsatz fraglich. Schwedens Trainer Gerhardsson verriet, dass sie zwar einsatzbereit sei, aber nicht in der Startelf stehen werde. Inzwischen ist Blackstenius wieder vollständig fit und dürfte gegen Deutschland von Beginn an auflaufen.


Schiedsrichterin und Umfeld-Faktoren

Für die Spielleitung des entscheidenden Gruppenspiels wurde noch keine Schiedsrichterin offiziell bekannt gegeben. Bei der Frauen-EM 2025 sind insgesamt 13 Hauptschiedsrichterinnen nebst 26 Assistentinnen im Einsatz, darunter auch ein brasilianisches Trio im Rahmen der Kooperation zwischen UEFA und CONMEBOL.

Stadion-Informationen

Das Stadion Letzigrund in Zürich bietet 26.104 Zuschauern Platz und gilt als eines der schönsten Stadien der Schweiz. Das im 2007 neu erbaute Stadion ist multifunktional und vielseitig nutzbar. Bei der Women’s EURO 2025 finden hier drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale statt.

Wetter-Prognose

Für den Spieltag am 12. Juli 2025 in Zürich werden angenehme Temperaturen erwartet. Die Wettervorhersage für das Stadion Letzigrund deutet auf einen trockenen Abend mit Temperaturen um 18-20 Grad Celsius hin. Perfekte Bedingungen für ein Spitzenspiel zweier Topmannschaften.

Zuschauer-Erwartung

Das Stadion Letzigrund wird zum Spiel zwischen Schweden und Deutschland ausverkauft sein. Mit 26.104 Zuschauern wird eine elektrisierende Atmosphäre erwartet. Beide Fanlager werden zahlreich vertreten sein, wobei deutsche Fans traditionell gut reisen und bereits bei den bisherigen Spielen für Stimmung gesorgt haben.


Bedeutung des Spiels

Das Duell zwischen Schweden und Deutschland geht weit über die Frage des Gruppensiegs hinaus. Beide Teams haben bereits das Viertelfinale erreicht, doch der erste Platz in der Gruppe C entscheidet über den Viertelfinalgegner. Der Gruppenerste trifft auf den Zweiten der Gruppe D, während der Gruppenzweite auf den Sieger der Gruppe D trifft. Da in der Gruppe D mit England, Frankreich, den Niederlanden und Wales ausschließlich Topnationen vertreten sind, könnte der Gruppensieg in Gruppe C einen leichteren Viertelfinalgegner bedeuten. Dies verleiht dem Spiel zusätzliche Brisanz und Motivation für beide Mannschaften. Die Moral ist bei beiden Teams hoch. Deutschland hat nach dem Rückstand gegen Dänemark Charakterstärke bewiesen und das Spiel gedreht. Schweden überzeugte mit souveränen Auftritten und zeigte, dass sie zu den Mitfavoriten auf den Titel gehören.

Unser Schweden - Deutschland Experten Wett Tipp:


Das Duell zwischen Schweden und Deutschland verspricht ein ausgeglichenes Spiel zweier Topteams. Die beeindruckende Angriff der gesamten deutschen Mannschaft lässt Schüller zu Recht auf den Goldenen Schuh hoffen. Die Torjägerin ist in absoluter Topform und wird auch gegen die schwedische Defensive gefährlich sein. Obwohl sie bei Arsenal hinter Alessia Russo nur die zweite Geige spielt, ist Stina Blackstenius Schwedens Stamm-Mittelstürmerin. Die Schwedin kann unberechenbar vor dem Tor sein und hat bereits bewiesen, dass sie in wichtigen Momenten trifft.

Siegwetten-Analyse

Beide Teams haben bereits das Viertelfinale erreicht, kämpfen aber um den wichtigen Gruppensieg. Deutschland geht als leichter Favorit ins Rennen, doch Schweden kann auf heimischer Bühne überraschen. Ein Unentschieden würde beiden Teams reichen, doch der Ehrgeiz wird überwiegen.

Torwetten-Prognose

Mit zwei offensivstarken Teams sind Tore zu erwarten. Der Sieg hätte danach noch höher ausfallen können, hieß es nach Deutschlands Sieg gegen Dänemark. Sowohl Schüller als auch Blackstenius sind in Torlaune.

Empfohlene Wetten

Haupttipp: Über 2,5 Tore – Beide Teams verfügen über starke Offensiven und schwächere Defensiven. In einem Spiel um den Gruppensieg werden beide Mannschaften offensiv agieren.

Zusatztipp: Beide Teams treffen – Mit Lea Schüller und Stina Blackstenius treffen zwei der besten Torjägerinnen Europas aufeinander. Beide Teams haben in allen bisherigen Spielen getroffen.

Value-Bet: Lea Schüller trifft jederzeit – Die Bayern-Stürmerin ist in absoluter Topform und traf in den letzten drei Länderspielen immer. Gegen Schweden ist sie besonders motiviert.

  • Sieg Deutschland: 2,10
  • Unentschieden: 3,20
  • Sieg Schweden: 3,40
  • Über 2,5 Tore: 1,85
  • Beide Teams treffen: 1,70
  • Lea Schüller trifft: 2,20
  • Stina Blackstenius trifft: 2,50

Fazit und Ausblick

Das Gruppenfinale zwischen Schweden und Deutschland verspricht ein Leckerbissen für alle Fußballfans zu werden. Beide Teams befinden sich in ausgezeichneter Verfassung und haben bereits gezeigt, dass sie um den EM-Titel mitspielen können. Die Ausgangslage ist klar: Es geht um den Gruppensieg und damit um einen vermeintlich einfacheren Weg ins Halbfinale. Die Schwedinnen können auf ihre erfahrene Kapitänin Kosovare Asllani bauen, die mit über 200 Länderspielen eine der versiertesten Spielerinnen Europas ist. Deutschland hingegen setzt auf die Torflaute von Lea Schüller, die in absoluter Topform ist und bei der EM bereits mehrfach getroffen hat. Taktisch wird es ein interessantes Duell zweier flexibler Systeme. Schweden mit seinem 4-2-3-1 gegen Deutschlands variables 4-3-3 – beide Teams können sich dem Gegner anpassen und verschiedene Spielweisen abrufen. Die Entscheidung wird vermutlich in den Einzelduellen und in der Effizienz vor dem Tor fallen. Ein Unentschieden würde Deutschland aufgrund der besseren Tordifferenz den Gruppensieg bescheren, doch beide Teams werden auf Sieg spielen. Die Motivation ist bei beiden Mannschaften gleich hoch, und die Qualität ist ebenfalls ausgeglichen. Ein packendes Spiel ist garantiert.

Über 2,5 Tore & Beide Teams treffen 2,45 Quote sichern
Natalia Schubert - Fußballanalystin & Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und seit über zwölf Jahren im professionellen Sportjournalismus tätig. Sie analysiert nationale und internationale Wettbewerbe mit Schwerpunkt auf taktischen Zusammenhängen, statistischen Auswertungen und der Einordnung sportlicher Leistungen.

In dieser Zeit schrieb sie für verschiedene renommierte Sportmagazine und Online-Redaktionen, für die sie Spielanalysen, Vorberichte und Hintergrundartikel verfasste. Ihre Arbeit ist geprägt von einer strukturierten Analyse und einer verständlichen Einordnung sportlicher und statistischer Zusammenhänge.