Abstiegskampf pur am Millerntor: Wenn der FC St. Pauli am Sonntag auf Werder Bremen trifft, geht es für beide Teams um nichts Geringeres als den Klassenerhalt. Zwei Krisenklubs, zwei angezählte Kader und ein Nordderby, das an Brisanz kaum zu überbieten ist. Unsere Einschätzung: Ein enges, torarmes Duell, in dem die Heimstärke des Millerntor den Unterschied machen könnte.
Am 23. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 empfängt der FC St. Pauli im ausverkauften Millerntor-Stadion den SV Werder Bremen. Die Ausgangslage könnte kaum dramatischer sein: St. Pauli steht mit 17 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz, Werder Bremen rangiert mit 19 Zählern nur knapp darüber auf Rang 16. Es ist ein echtes Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf, bei dem eine Niederlage für jede Seite verheerende Folgen haben kann. Der Druck auf beide Mannschaften ist enorm, die Kader durch Verletzungen ausgedünnt und die Formkurven zeigen seit Wochen nach unten. Werder hat mittlerweile mit Daniel Thioune den dritten Traineranlauf in wenigen Wochen genommen, während Alexander Blessin beim FC St. Pauli eisern am Konzept festhält. Bei Temperaturen um 6 Grad, bewölktem Himmel und möglichem Niederschlag bei Wind aus Westen wird es ein typisches Nordduell unter winterlichen Bedingungen, das taktische Disziplin und Kampfgeist belohnt.
Formbetrachtung: FC St. Pauli

Trainer Alexander Blessin steht vor einer enormen personellen Herausforderung. Mit Ricky-Jade Jones (Syndesmosebandriss, Saisonende) und Andréas Hountondji (Langzeitverletzter) fehlen zwei schnelle Offensivkräfte, die dem Spiel der Braun-Weißen Tiefe und Tempo geben. Dazu fallen David Nemeth und Connor Metcalfe sicher aus. Hinter dem Einsatz von Hauke Wahl (Innenbandprobleme) und Eric Smith (Fersenprobleme) stehen Fragezeichen. Der dünne Kader zwingt Blessin zu Kompromissen, und die fehlende Breite zeigt sich insbesondere gegen die Topteams der Liga deutlich.
Hoffnung macht das Heimspiel. Das Millerntor bleibt eine Festung im emotionalen Sinne, auch wenn die Punkteausbeute zu Hause nicht überragend ist. Der 2:1-Sieg gegen Stuttgart zeigte jedoch, dass die Mannschaft vor eigenem Publikum über sich hinauswachsen kann, wenn die Atmosphäre stimmt.
Schlüsselspieler FC St. Pauli
| Spieler | Tore | Assists | Position |
| Danel Sinani | 4 | 2 | Offensives Mittelfeld |
| Andréas Hountondji | 4 | 0 | Sturm (verletzt) |
| James Sands | 0 | 0 | Defensives Mittelfeld |
| Hauke Wahl | 1 | 0 | Innenverteidigung (fraglich) |
Aktuelle Leistungsbewertung: Werder Bremen

Thioune, der zuvor bei Fortuna Düsseldorf und dem Hamburger SV tätig war, hat in seinen ersten beiden Pflichtspielen (0:1 in Freiburg, 0:3 gegen Bayern) noch keinen Sieg feiern können. Die Sieglos-Serie steht damit bei zwölf Ligaspielen. Allerdings war die Art und Weise, wie die Mannschaft insbesondere in Freiburg auftrat, durchaus ermutigend. Thioune bringt neue Energie ins Training und fordert lautstark Intensität und Pressingarbeit ein. Der sogenannte Neue-Trainer-Effekt könnte sich ausgerechnet im Nordderby am Millerntor erstmals positiv bemerkbar machen.
Die Verletztenliste bleibt lang: Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Victor Boniface (Knieverletzung), Maximilian Wöber (muskuläre Probleme), Amos Pieper (Knie-Infektion nach OP) und Niklas Stark (Hüftprobleme) fallen sicher aus. Immerhin kehrten Felix Agu und Niklas Stark zuletzt gegen Bayern in die Startelf zurück, was Thioune in der Defensive mehr Optionen gibt. Offensiv bleibt die Torgefahr das zentrale Problem: In sechs der letzten acht Ligaspiele erzielte Werder kein einziges Tor.
Schlüsselspieler Werder Bremen
| Spieler | Tore | Assists | Position |
| Jens Stage | 6 | 1 | Zentrales Mittelfeld |
| Justin Njinmah | 4 | 0 | Offensives Mittelfeld |
| Samuel Mbangula | 3 | 2 | Linksaußen |
| Marco Grüll | 2 | 1 | Sturm |
Direktvergleich der Teams
Der direkte Vergleich zwischen St. Pauli und Werder Bremen ist historisch eine eindeutige Angelegenheit zugunsten der Bremer. In der Bundesliga gewann Werder nahezu alle bisherigen Duelle, die Kiezkicker konnten in der höchsten Spielklasse nur selten etwas Zählbares mitnehmen. Allerdings sind die jüngsten Begegnungen deutlich ausgeglichener und vor allem extrem torarm. In den letzten acht direkten Duellen fiel nicht ein einziges Mal die Marke von über 2,5 Toren. In vier der letzten sechs Partien endete mindestens eine Seite ohne eigenen Treffer. Im Hinspiel dieser Saison setzte sich Werder dank eines frühen Treffers von Samuel Mbangula mit 1:0 durch, beim Testspiel im Januar trennten sich die Teams 0:0.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 04.01.2026 | FC St. Pauli 0:0 Werder Bremen | Testspiel |
| 04.10.2025 | Werder Bremen 1:0 FC St. Pauli | Bundesliga |
| 27.04.2025 | Werder Bremen 0:0 FC St. Pauli | Bundesliga |
| 14.12.2024 | FC St. Pauli 0:2 Werder Bremen | Bundesliga |
| 12.10.2023 | Werder Bremen 3:3 FC St. Pauli | DFB-Pokal |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| FC St. Pauli | 0:4 N (Leverkusen A) – 2:1 S (Stuttgart H) – 2:1 N (Augsburg A) – 1:1 U (Leipzig H) – 0:0 U (HSV H) |
| Werder Bremen | 0:3 N (Bayern H) – 0:1 N (Freiburg A) – 1:1 U (Gladbach H) – 0:2 N (Hoffenheim H) – 0:1 N (Leverkusen A) |
Taktische Betrachtung
Alexander Blessin dürfte angesichts der Personalnot und der zuletzt gezeigten Leistungen weiterhin auf sein bewährtes System mit Dreierkette setzen. Das 3-4-1-2 bzw. 3-5-2 gibt dem FC St. Pauli defensive Kompaktheit und erlaubt es den Außenbahnspielern, bei Ballgewinn schnell umzuschalten. Die Frage wird sein, wer neben Martijn Kaars in der Spitze auflaufen kann, nachdem mit Jones und Hountondji die beiden schnellsten Angreifer weggebrochen sind. Taichi Hara, der Winterneuzugang aus Japan, könnte eine Option sein, ebenso wie Morgan Guilavogui von der Bank.
Daniel Thioune hat bei Werder Bremen ebenfalls die Dreierkette als Grundformation etabliert und bereits gegen Bayern München damit agiert. Der neue Trainer setzt auf aggressive Pressingarbeit und mehr vertikale Pässe. Gegen St. Pauli wird er die defensive Stabilität in den Vordergrund stellen müssen, denn mit zwölf sieglosen Spielen braucht seine Mannschaft vor allem Erfolgserlebnisse. Marco Grüll und Justin Njinmah dürften die offensiven Impulse setzen, während Senne Lynen und Jens Stage im Mittelfeld für Ballgewinne sorgen sollen.
Taktisch erwarten wir ein Spiel, in dem beide Mannschaften zunächst darauf bedacht sein werden, kein Gegentor zu kassieren. Die Nervosität des Abstiegskampfes wird die spielerische Qualität limitieren, was für ein enges und torchancenarmes Duell spricht.
Voraussichtliche Startformationen
FC St. Pauli (3-4-1-2)
Vasilj – Dźwigała, Mets, Wahl (Oppie) – Saliakas, Sands, Smith (Irvine), Ritzka – Sinani – Kaars, Hara (Fujita)
Werder Bremen (3-4-3)
Backhaus – Stark, Friedl, Coulibaly – Sugawara, Lynen, Stage, Agu (Schmidt) – Schmid, Grüll, Njinmah (Mbangula)
Wetterfaktor
Die Wetterprognose für Hamburg am Sonntagnachmittag sagt rund 6 Grad, starke Bewölkung und möglichen Niederschlag bei Windstärke 4 aus westlicher Richtung voraus. Nach den eisigen Temperaturen der Vorwoche wird es zwar etwas milder, aber die Bedingungen bleiben typisch norddeutsch-ungemütlich. Der Rasen im Millerntor-Stadion dürfte nach dem Schnee der Vorwoche und möglichem Regen schwer bespielbar sein, was eher den physisch geprägten Spielweisen beider Teams entgegenkommt. Technisch anspruchsvolles Kurzpassspiel wird unter diesen Bedingungen zum Risiko – das favorisiert defensive Grundordnungen und einfache, direkte Spielzüge.
Unsere Einschätzung zum Nordderby
Dieses Duell hat alle Zutaten für ein nervöses, umkämpftes Abstiegsduell. Beide Mannschaften stehen unter immensem Druck, beide haben massive Personalprobleme und beide sind seit Wochen nicht in der Lage, konstant Punkte zu holen. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: In den letzten Direktduellen fielen kaum Tore, beide Teams haben aktuell die schwächsten Offensiven der Liga und die Defensivreihen sind durch Ausfälle geschwächt.
Für den FC St. Pauli spricht der Heimvorteil am Millerntor, wo das Team trotz der schwierigen Saison immer wieder über sich hinauswachsen kann. Der 2:1-Sieg gegen Stuttgart zeigte, dass die Mannschaft vor eigenem Publikum zu emotionalen Leistungen fähig ist. Zudem ist Werder Bremen auswärts extrem schwach und hat in dieser Saison auf fremdem Platz lediglich einen einzigen Sieg eingefahren.
Für Werder spricht der mögliche Neue-Trainer-Effekt unter Daniel Thioune, der nach dem verpatzten Start gegen Freiburg und Bayern nun endlich einen Befreiungsschlag landen will. Allerdings hat Thioune erst zwei Trainingswochen mit der Mannschaft hinter sich, und die Automatismen fehlen noch. Die Bremer erzielen kaum Tore und haben in sechs der letzten acht Spiele nicht getroffen.
Unsere Bewertung: Der FC St. Pauli geht als leichter Favorit ins Rennen. Der Heimvorteil, die Bremer Auswärtsschwäche und die historisch torarmen Direktduelle lassen uns ein knappes, tiefstehendes Spiel erwarten. Ein Unentschieden wäre das wahrscheinlichste Ergebnis, doch St. Pauli hat am Millerntor die etwas besseren Karten auf drei Punkte.
Unser FC St. Pauli - Werder Bremen Experten Wett Tipp:
Im Nordderby zwischen St. Pauli und Werder Bremen treffen zwei abstiegsbedrohte Teams aufeinander, die seit Wochen mit Personalnot und mangelnder Torgefahr kämpfen. Die Direktduelle der letzten Jahre waren allesamt torarm und eng. Wir setzen auf defensive Taktik, wenige Tore und einen leichten Vorteil für das Heimteam.
Unter 2,5 Tore – Die Statistik ist eindeutig
In den letzten acht Direktduellen fiel kein einziges Mal die Marke von 2,5 Toren. Beide Teams gehören zu den torschwächsten der Liga und stecken mitten im Abstiegskampf. Nervöse Beine, defensiv eingestellte Mannschaften und schwierige Platzverhältnisse machen ein Torfestival extrem unwahrscheinlich. Dieser Tipp ist statistisch bestens untermauert und bietet gleichzeitig eine faire Quote.
Doppelte Chance 1X – St. Pauli verliert nicht
Der Heimvorteil am ausverkauften Millerntor ist in dieser Saison einer der wenigen Trümpfe des FC St. Pauli. Werder Bremen hat auswärts in der gesamten Saison erst einmal gewonnen und kommt mit einer Serie von zwölf sieglosen Ligaspielen nach Hamburg. Die Wahrscheinlichkeit, dass der SVW ausgerechnet jetzt seinen Auswärtsfluch bricht, ist gering.
Beide Teams treffen – Nein
Die Offensivstatistiken beider Teams sind erschreckend schwach. St. Pauli schoss in 22 Spielen nur 20 Tore, Werder lediglich 22. In den Direktduellen blieb regelmäßig mindestens ein Team ohne Treffer. Es ist wahrscheinlicher, dass nicht beide Teams treffen werden.
- Unter 2,5 Tore: 1,65
- Doppelte Chance 1X: 1,50
- Beide Teams treffen – Nein: 1,85
Zusammenfassung
Das Nordderby wird kein Offensivspektakel. Zwei Teams im Abstiegskampf mit leeren Krankenrevieren und chronischer Torflaute treffen auf eine historisch torarme Paarung. Der FC St. Pauli hat dank des Heimvorteils und der Bremer Auswärtsschwäche leichte Vorteile, doch das Unentschieden bleibt jederzeit möglich. Die sicherste Wette in diesem Spiel ist Unter 2,5 Tore.
Quote sichern
Sicherheitshinweis
Glücksspiel kann süchtig machen. Die in diesem Artikel genannten Tipps und Prognosen stellen keine Gewinngarantie dar und dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Wir empfehlen allen Lesern, verantwortungsvoll mit Sportwetten umzugehen.
Wichtige Hinweise:
- Setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie sich leisten können
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- Spielen Sie niemals unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
- Setzen Sie sich persönliche Limits (Zeit & Geld)
- Wetten Sie niemals, um Verluste auszugleichen
Hilfe bei Spielsucht:
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- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
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- Online: www.spielen-mit-verantwortung.de
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