Der Linksverteidiger des 1. FC Union Berlin hat sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Bundesliga-Profi entwickelt. Doch wer ist der Mann hinter den schnellen Beinen? Wir werfen einen Blick auf das Privatleben von Derrick Köhn.
Steckbrief: Das ist Derrick Köhn
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Derrick Arthur Köhn |
| Geburtsdatum | 4. Februar 1999 |
| Geburtsort | Hamburg |
| Alter | 26 Jahre |
| Größe | 1,80 m |
| Gewicht | 73 kg |
| Position | Linksverteidiger |
| Verein | 1. FC Union Berlin |
| Vertrag bis | 30.06.2029 |
| Nationalität | Deutschland, Ghana |
| Freundin | Ja (Name nicht öffentlich) |
| @dkoehn27 | |
| Geschätztes Gehalt | ca. 570.000 € p.a. |
| Marktwert | ca. 5 Mio. € |
Der gebürtige Hamburger mit ghanaischen Wurzeln
Derrick Arthur Köhn erblickte am 4. Februar 1999 in Hamburg das Licht der Welt. Mit seinen 26 Jahren, einer Körpergröße von 1,80 Metern und einem Gewicht von 73 Kilogramm bringt er ideale Voraussetzungen für seine Position als offensivstarker Außenverteidiger mit. Sein starker Fuß ist der linke, was ihn für die linke Abwehrseite prädestiniert.
Der Verteidiger besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft – sowohl die deutsche als auch die ghanaische. Im August 2025 wurde er erstmals für die ghanaische Nationalmannschaft, die Black Stars, nominiert und gab dort unter Trainer Otto Addo sein Debüt. Zuvor hatte er 2017 ein Länderspiel für die deutsche U19-Auswahl absolviert.
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Die Geschichte hinter dem ungewöhnlichen Vornamen
Auf die Frage nach seinem Vornamen hat Köhn eine amüsante Antwort parat. Seine Eltern waren große Fans der legendären deutschen Krimiserie “Derrick” mit Horst Tappert in der Hauptrolle. Die Serie lief von 1974 bis 1998 im deutschen Fernsehen und war international ein Riesenerfolg.
In einem Interview mit SPORT1 verriet Köhn: “Ich habe meine Eltern auch gefragt, wie dieser Name zustande kam. Sie haben die Serie geschaut und fanden den Namen so cool, dass sie sich gesagt haben: Wir möchten unseren Sohn auch Derrick nennen.” Er selbst dachte lange, das sei ein ganz normaler Name, bis ihn andere Leute darauf ansprachen. Mittlerweile mag er seinen Namen – auch weil seine Mutter meinte, Derrick sei eine tolle Figur gewesen.
Ghanaische Eltern und ein älterer Bruder
Köhns Eltern wanderten aus Ghana nach Deutschland aus und ließen sich in Hamburg nieder. Dort wuchs Derrick im Stadtteil Bramfeld auf, wo er auch seine ersten fußballerischen Schritte beim Bramfelder SV machte. Über seinen älteren Bruder kam er zum Fußball und entdeckte früh sein Talent.
Über seine Familienangelegenheiten hält sich der Bundesliga-Profi bedeckt. In Interviews betont er jedoch regelmäßig die Bedeutung seiner Familie und Freunde, die ihn auf seinem Weg immer unterstützt haben. Bei wichtigen Spielen sind Familie und Freunde oft im Stadion dabei, um ihn anzufeuern.
Hamburg bleibt für Köhn trotz seiner verschiedenen Stationen in München, den Niederlanden, Hannover, Istanbul und nun Berlin die Heimatstadt, die “für immer in seinem Herzen bleiben wird”, wie er selbst sagt.
Die Freundin an seiner Seite
Derrick Köhn ist vergeben. Bei seiner Vorstellung als Werder-Bremen-Neuzugang im September 2024 erwähnte er, dass er zuvor das Heimspiel der Bremer gegen Borussia Dortmund gemeinsam mit seiner Freundin und seinem Berater auf der Tribüne verfolgt hatte. Die Atmosphäre im Weserstadion habe ihn dabei besonders beeindruckt.
Details über die Identität seiner Partnerin hält der 26-Jährige allerdings aus der Öffentlichkeit heraus. Diese Zurückhaltung zeigt seine klare Trennung zwischen Berufsleben und Privatsphäre – eine Haltung, die viele Profifußballer teilen.
Gehalt und Marktwert des Union-Verteidigers
Das geschätzte Jahresgehalt von Derrick Köhn liegt bei rund 570.000 Euro brutto, was einem monatlichen Verdienst von etwa 48.000 Euro entspricht. Im Vergleich zu den Topverdienern der Bundesliga ist das überschaubar, für einen Spieler seiner Entwicklungsstufe jedoch angemessen.
Der Marktwert des Außenverteidigers wird aktuell auf etwa 5 Millionen Euro taxiert. Diese Summe spiegelt sich auch in der Ablöse wider, die Union Berlin im Sommer 2025 an Galatasaray Istanbul überwies. Das Gesamtpaket belief sich auf rund 4 Millionen Euro Sockelablöse plus mögliche Bonuszahlungen von bis zu 500.000 Euro. Zudem erhält Galatasaray bei einem Weiterverkauf eine Beteiligung von 20 Prozent.
Sein geschätztes Gesamtvermögen liegt bei 1 bis 2 Millionen Euro, basierend auf seinen bisherigen Gehältern und möglichen Werbeeinnahmen.
Vom HSV-Talent zum türkischen Meister
Die Karriere von Derrick Köhn verlief keineswegs gradlinig. Nach der Jugendzeit beim Bramfelder SV wechselte er 2013 in die Nachwuchsabteilung des Hamburger SV. 2017 folgte der Sprung zum FC Bayern München, wo er hauptsächlich für die zweite Mannschaft in der Regionalliga und später der 3. Liga auflief.
Bei den Bayern hatte er mit David Alaba und Alphonso Davies zwei Weltklasse-Linksverteidiger vor sich, sodass der Durchbruch zur ersten Mannschaft verwehrt blieb. Dennoch profitierte er enorm vom Training mit Stars wie Lewandowski und Thiago.
Über Willem II Tilburg in den Niederlanden (2020-2022) und Hannover 96 (2022-2024) arbeitete er sich zurück nach oben. Bei den 96ern avancierte er zum Leistungsträger und empfahl sich für höhere Aufgaben. Im Februar 2024 wechselte er zu Galatasaray Istanbul, wo er auf Anhieb türkischer Meister wurde.
Nach einer Leihe zu Werder Bremen in der Saison 2024/25 verpflichtete ihn Union Berlin fest – der nächste Schritt in seiner beeindruckenden Entwicklung.
Musik als zweite Leidenschaft
Neben dem Fußball hat Köhn ein besonderes Hobby: Er macht Rap-Musik. Im Dezember 2023 veröffentlichte er gemeinsam mit Freunden aus Hamburg – darunter die Fußballer Aaron Opoku und Christian Conteh – einen eigenen Song. Was als Spaß unter Freunden während der Winterpause begann, entwickelte sich zu einem kleinen Projekt.
“Musik hilft mir in vielen Situationen. Sie kann mir in manchen Momenten Ruhe geben und mich in anderen Situationen sehr pushen”, erklärte Köhn seine Begeisterung für die Musik. Ob er seinen Song jemals in der Union-Kabine spielen wird, ließ er offen – aber der Entertainer in ihm würde sicher nicht Nein sagen.


