Bundesliga Trainer Gehälter 2025/26: Vincent Kompany Bayern 7 Millionen – Ten Hag Leverkusen 5,5 Millionen

Natalia Schubert
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit

Die deutsche Bundesliga hat sich zu einem Markt entwickelt, in dem nicht nur Spielertransfers Millionensummen bewegen, sondern auch die Vergütung der Cheftrainer kontinuierlich ansteigt. In der aktuellen Saison 2025/2026 erhalten bereits 16 von 18 Trainern ein jährliches Gehalt, das die Millionengrenze überschreitet.

An der Spitze dieser Gehaltsskala steht Vincent Kompany, der seit seinem Wechsel zum FC Bayern München neue Maßstäbe setzt. Der belgische Trainer erhält eine jährliche Vergütung von etwa 7 Millionen Euro und stellt damit den kostspieligsten Coach in der Geschichte des deutschen Rekordmeisters dar.


Erik ten Hag Bayer Leverkusen Gehalt: 5,5 Millionen Euro auf Platz 2 der Bundesliga

Der niederländische Coach Erik ten Hag steht nach seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen im Sommer 2025 auf dem zweiten Platz der Bundesliga-Trainer-Gehaltsliste.

Geschätzte Bezüge:

  • Erik ten Hag: 5,5 Millionen Euro jährlich
  • Sein Vorgänger Xabi Alonso: circa 6 Millionen Euro in der Vorsaison

Der 55-Jährige übernahm die Werkself als Vizemeister und etablierte sich sofort als einer der bestbezahlten Übungsleiter der Liga.


Niko Kovac BVB Gehalt 2025: 4 Millionen Euro für Dortmund-Trainer auf Rang 3

Borussia Dortmund zeigt mit der Verpflichtung von Niko Kovac sein finanzielles Engagement für die Trainerposition. Der erfahrene Coach erhält bei den Schwarz-Gelben eine Vergütung von 4 Millionen Euro pro Saison.

Diese Summe positioniert Kovac auf dem dritten Platz der bestbezahlten Bundesliga-Trainer. Dortmund demonstriert damit seinen Willen, in bewährte Expertise zu investieren und langfristige Stabilität zu schaffen.

Die Vertragslaufzeit bis 2026 unterstreicht das Vertrauen des Vereins in den 53-jährigen Trainer, der bereits bei mehreren Bundesliga-Klubs Erfahrungen sammelte.


Sebastian Hoeneß Stuttgart Gehalt: 3,5 Millionen Euro – Seoane Gladbach 3,2 Millionen

Die Gehaltsverteilung im mittleren Bereich zeigt ein enges Rennen zwischen etablierten Trainern. Sebastian Hoeneß bezieht beim VfB Stuttgart 3,5 Millionen Euro pro Jahr und festigt damit seine Position als einer der stabilsten Coaches der Liga.

Gerardo Seoane folgt bei Borussia Mönchengladbach mit 3,2 Millionen Euro knapp dahinter. Der Schweizer hat seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur geführt und wird entsprechend entlohnt.

Den geteilten sechsten Platz belegen Dino Toppmöller von Eintracht Frankfurt und Ole Werner mit jeweils 2,5 Millionen Euro. Werner wechselte kürzlich zu RB Leipzig und verdient deutlich weniger als sein Vorgänger.

Trainer Verein Jahresgehalt
Sebastian Hoeneß VfB Stuttgart 3,5 Mio. €
Gerardo Seoane Borussia Mönchengladbach 3,2 Mio. €
Ole Werner RB Leipzig 2,5 Mio. €

Bundesliga Trainer Mittelfeld Gehälter: Henriksen Mainz 2 Millionen – Wagner Augsburg 1,6 Millionen

Die Trainervergütungen der Bundesliga zeigen deutliche Unterschiede zwischen Spitzen- und Mittelfeldvereinen. Bo Henriksen von Mainz 05 erhält ein Jahresgehalt von 2 Millionen Euro für seine bemerkenswerte Leistung, den Verein zu stabilisieren.

Sandro Wagner startet sein erstes Bundesliga-Engagement in Augsburg mit 1,6 Millionen Euro jährlich. Christian Ilzer bei der TSG Hoffenheim und Paul Simonis vom VfL Wolfsburg erhalten jeweils 1,5 Millionen Euro pro Saison.

Die Gehaltsstufe darunter umfasst mehrere etablierte Trainer:

  • Steffen Baumgart (Union Berlin): 1,2 Millionen Euro
  • Lukas Kwasniok (1. FC Köln): 1,2 Millionen Euro
  • Horst Steffen (Werder Bremen): 1,1 Millionen Euro
  • Julian Schuster (SC Freiburg): 1,0 Million Euro

Diese Vergütungsstruktur spiegelt die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Vereine wider. Freiburg setzt traditionell auf moderate Gehälter, während andere Klubs je nach wirtschaftlicher Situation entsprechend entlohnen.


St. Pauli HSV Trainer Gehälter: Blessin 840.000 Euro – Polzin 600.000 Euro Schlusslicht

Die norddeutschen Klubs positionieren sich am Ende der Bundesliga-Trainergehälter. Alexander Blessin erhält bei St. Pauli eine Vergütung von 840.000 Euro für seine zweite Spielzeit im Oberhaus.

Merlin Polzin vom HSV bezieht mit 600.000 Euro das geringste Jahresgehalt aller Erstliga-Trainer. Diese Summe erscheint bemerkenswert niedrig, obwohl der Verein erfolgreich den Aufstieg realisierte.

Gehaltsvergleich norddeutsche Trainer:

  • St. Pauli (Blessin): 840.000 Euro
  • HSV (Polzin): 600.000 Euro

Die Gehaltsdifferenzen verdeutlichen die unterschiedlichen finanziellen Kapazitäten der Bundesligisten. Während etablierte Vereine Millionenbeträge investieren, müssen kleinere Klubs wirtschaftlicher agieren und entsprechend moderatere Vergütungen anbieten.


Fazit: Bundesliga-Trainer verdienen mehr als je zuvor


Die Gehälter der Bundesliga-Trainer haben 2025/26 neue Rekordhöhen erreicht, wobei 16 von 18 Coaches die Millionengrenze überschreiten. Vincent Kompanys 7 Millionen Euro bei Bayern München setzen neue Maßstäbe und zeigen, welchen Stellenwert Toptrainer im modernen Fußball genießen. Die beachtliche Summe von 5,5 Millionen Euro für Erik ten Hag bei Bayer Leverkusen unterstreicht den Konkurrenzkampf um die besten Übungsleiter.

Besonders auffällig sind die enormen Gehaltsunterschiede zwischen Spitzen- und kleineren Vereinen. Während Kompany das Zwölffache von HSV-Trainer Merlin Polzin verdient, spiegelt dies die wirtschaftlichen Realitäten der Bundesliga wider. Die Investitionen in Trainerwissen werden immer wichtiger, da taktische Expertise oft über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Diese Entwicklung zeigt, dass Bundesliga-Vereine Trainer zunehmend als entscheidende Erfolgsfaktoren betrachten und entsprechend investieren.


Prognose und Ausblick

Die Trainergehälter in der Bundesliga werden auch in den kommenden Jahren weiter steigen, da der Konkurrenzkampf um die besten Köpfe zunimmt. Kompanys Rekordgehalt bei Bayern könnte andere Topvereine dazu veranlassen, ihre Vergütungsstrukturen anzupassen und noch höhere Summen zu bieten. Besonders internationale Trainer mit Champions League-Erfahrung werden verstärkt umworben werden.

Für kleinere Vereine wie HSV oder St. Pauli wird es zunehmend schwieriger, etablierte Trainer zu halten, wenn Konkurrenten das Doppelte oder Dreifache bieten können. Dies könnte zu einer weiteren Polarisierung zwischen finanzstarken und kleineren Vereinen führen. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen für junge, hungrige Trainer, die bereit sind, für weniger Geld Erfahrungen zu sammeln und sich zu beweisen.

Natalia Schubert - Fußballanalystin & Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und seit über zwölf Jahren im professionellen Sportjournalismus tätig. Sie analysiert nationale und internationale Wettbewerbe mit Schwerpunkt auf taktischen Zusammenhängen, statistischen Auswertungen und der Einordnung sportlicher Leistungen.

In dieser Zeit schrieb sie für verschiedene renommierte Sportmagazine und Online-Redaktionen, für die sie Spielanalysen, Vorberichte und Hintergrundartikel verfasste. Ihre Arbeit ist geprägt von einer strukturierten Analyse und einer verständlichen Einordnung sportlicher und statistischer Zusammenhänge.