Am Valentinstag empfängt Bayer Leverkusen den FC St. Pauli in der BayArena zum 22. Spieltag der Bundesliga. Die Werkself will nach dem 1:1 in Gladbach zurück in die Erfolgsspur, während die Kiezkicker nach dem überraschenden 2:1 gegen Stuttgart mit frischem Selbstvertrauen anreisen – allerdings mit einem ausgedünnten Kader und einer desaströsen Auswärtsbilanz.
Die Ausgangslage könnte unterschiedlicher kaum sein: Bayer 04 liegt nach 21 Spieltagen auf Rang 6 und kämpft um die Champions-League-Plätze, während der FC St. Pauli als 17. mitten im Abstiegskampf steckt. Erst vor elf Tagen standen sich beide Teams im DFB-Pokal-Viertelfinale gegenüber – Leverkusen setzte sich dort mit einem klaren 3:0 durch. Nun folgt das zweite Aufeinandertreffen innerhalb kürzester Zeit, diesmal geht es für St. Pauli allerdings um Existenzielles. Die Hamburger liegen aktuell fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer und können sich keine Ausrutscher mehr erlauben. Gleichzeitig zeigt die jüngste Statistik: In elf Auswärtsspielen holte St. Pauli gerade einmal fünf Punkte und erzielte magere neun Tore. Das verspricht wenig Gutes für die Reise ins Rheinland. Bei winterlichen Temperaturen um die 6 bis 8 Grad Celsius und einer Regenwahrscheinlichkeit von rund 40 Prozent könnte das Wetter am Spieltag zusätzlich für schwierige Platzverhältnisse sorgen – Bedingungen, die erfahrungsgemäß eher den technisch stärkeren Mannschaften in die Karten spielen.

Formbetrachtung: Bayer Leverkusen
Die Saison 2025/26 verläuft für Bayer 04 Leverkusen unter Trainer Kasper Hjulmand bislang durchwachsen. Nach dem Umbruch im Sommer – mit den schmerzhaften Abgängen von Florian Wirtz und Jeremie Frimpong – brauchte das Team Zeit, um sich zu finden. Mit 37 Punkten aus 21 Spielen steht die Werkself aktuell auf Rang 6, vier Punkte hinter dem viertplatzierten VfB Stuttgart. Der Rückstand auf die Champions-League-Plätze ist zwar überschaubar, doch Leverkusen leistet sich in dieser Spielzeit deutlich mehr Schwankungen als noch unter Xabi Alonso.
Die jüngsten Bundesligaergebnisse spiegeln diese Inkonstanz wider: Auf die bittere 1:4-Heimniederlage gegen Stuttgart und das 0:1 in Hoffenheim folgten solide Siege gegen Bremen (1:0) und Frankfurt (3:1), ehe es beim 1:1 in Gladbach wieder einen Dämpfer gab. Auffällig ist, dass Leverkusen in dieser Saison 39 Tore erzielt, aber auch schon 27 Gegentreffer kassiert hat – eine Bilanz, die für die Ambitionen des Klubs zu viel Raum nach oben lässt. Im DFB-Pokal und der Champions League zeigte sich die Mannschaft dagegen deutlich stärker, mit dem souveränen 3:0 gegen Villarreal und dem bereits erwähnten Pokalsieg gegen St. Pauli.
Positiv für Hjulmand: Die Rückholaktion von Innenverteidiger Tim Oermann aus Graz scheint Wirkung zu zeigen, und die Leihe von Torhüter Jonas Omlin soll den langfristigen Ausfall von Mark Flekken (Bänderverletzung im Knie) kompensieren. Fraglich bleibt der Einsatz von Ibrahim Maza, der zuletzt mit Knieproblemen pausierte – Leverkusen hofft auf ein Comeback ausgerechnet gegen St. Pauli.
Schlüsselspieler
| Spieler | Position | BL-Tore | BL-Assists | Einsätze |
| Patrik Schick | Sturm | 6 | 1 | 16 |
| Loïc Badé | Abwehr | 5 | 1 | 16 |
| Malik Tillman | Mittelfeld | 4 | 3 | 18 |
| Alejandro Grimaldo | Abwehr | 2 | 5 | 19 |
| Aleix García | Mittelfeld | 2 | 4 | 20 |
Aktuelle Leistungsbewertung: FC St. Pauli
Der FC St. Pauli befindet sich nach 21 Spieltagen mit 17 Punkten auf dem Relegationsplatz 17. Die Bilanz von Trainer Alexander Blessin liest sich ernüchternd: Vier Siege, fünf Unentschieden und zwölf Niederlagen – dazu eine Tordifferenz von 20:35, die die größte Schwäche des Teams offenbart: das Toreschießen. Mit durchschnittlich weniger als einem Treffer pro Spiel fehlt St. Pauli schlicht die offensive Durchschlagskraft, um Spiele zu gewinnen.
Der überraschende 2:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag war ein dringend benötigtes Lebenszeichen. Nach einer Serie von sechs sieglosen Bundesliga-Spielen und dem 0:3 im Pokal gegen Leverkusen tat dieser Erfolg der Mannschaft und dem gesamten Umfeld gut. Allerdings war es erst der erste Sieg seit dem 6. Dezember, als man in Köln 1:1 spielte – nein, sogar seit dem 4. Spieltag. Die Leistungen davor waren geprägt von Niederlagen in Augsburg (1:2) und gegen Dortmund (2:3) sowie Unentschieden gegen RB Leipzig (1:1) und im Derby gegen den HSV (0:0).
Besonders schwer wiegt der Verlust von Ricky-Jade Jones, der sich im Pokalspiel in Leverkusen schwer am Fuß verletzte und länger ausfallen wird. Jones war seit seiner Rückkehr im Januar quasi ein Winterneuzugang und brachte mit seinem Tempo eine Qualität ins Spiel, die St. Pauli nun schmerzlich vermisst. Zusammen mit dem bereits langfristig ausgefallenen Andréas Hountondji fehlen dem Team damit zwei wichtige Offensivoptionen – ein Umstand, der nach Schließung des Transferfensters nicht mehr extern kompensiert werden kann.
Schlüsselspieler
| Spieler | Position | BL-Tore | BL-Assists | Einsätze |
| Johannes Eggestein | Sturm | 4 | 1 | 18 |
| Morgan Guilavogui | Sturm | 4 | 0 | 12 |
| Oladapo Afolayan | Mittelfeld | 3 | 2 | 18 |
| Joel Fujita | Mittelfeld | 2 | 3 | 20 |
| Nikola Vasilj | Tor | 0 | 0 | 21 |
Direktvergleich der Teams
Der Direktvergleich spricht eine deutliche Sprache zugunsten von Bayer Leverkusen. In den letzten zehn Begegnungen gewann die Werkself siebenmal, St. Pauli lediglich einmal – zwei Spiele endeten remis. Das Gesamttorverhältnis von 19:8 unterstreicht die klare Dominanz der Leverkusener. Bemerkenswert: Seit 2007 hat der FC St. Pauli kein Pflichtspiel mehr gegen Bayer gewonnen.
In der laufenden Saison trafen beide Teams bereits dreimal aufeinander. In der Bundesliga gewann Leverkusen auswärts am Millerntor mit 2:1, nachdem St. Pauli durch einen Hountondji-Treffer in Führung gegangen war. Im DFB-Pokal-Viertelfinale vor elf Tagen war die Angelegenheit mit 3:0 noch deutlicher – Terrier, Schick und Hofmann trafen für die Werkself, die nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte das Spiel in den zweiten 45 Minuten klar kontrollierte. Das xGoals-Verhältnis von 1,28 zu 0,94 in diesem Pokalspiel zeigt allerdings, dass St. Pauli durchaus zu Chancen kam und nicht so unterlegen war, wie es das Endergebnis suggeriert.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 03.02.2026 | Bayer Leverkusen 3:0 FC St. Pauli | DFB-Pokal, Viertelfinale |
| 27.09.2025 | FC St. Pauli 1:2 Bayer Leverkusen | Bundesliga, 5. Spieltag |
| 20.04.2025 | FC St. Pauli 1:1 Bayer Leverkusen | Bundesliga, 30. Spieltag |
| 07.12.2024 | Bayer Leverkusen 2:1 FC St. Pauli | Bundesliga, 13. Spieltag |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele (Bundesliga) |
| Bayer Leverkusen | U (1:1 Gladbach) – S (3:1 Frankfurt) – S (1:0 Bremen) – N (0:1 Hoffenheim) – N (1:4 Stuttgart) |
| FC St. Pauli | S (2:1 Stuttgart) – N (1:2 Augsburg) – U (1:1 Leipzig) – U (0:0 HSV) – N (2:3 Dortmund) |
Taktische Betrachtung
Bayer Leverkusen agiert unter Kasper Hjulmand vornehmlich in einem 3-4-2-1 bzw. 3-4-3-System, das auf schnelles Umschaltspiel und Flügelarbeit setzt. Alejandro Grimaldo ist auf der linken Seite der Taktgeber, während Aleix García und Robert Andrich das Mittelfeld organisieren. Patrik Schick fungiert als klassische Sturmspitze, die sowohl Bälle festmachen als auch im Strafraum eiskalt abschließen kann. Malik Tillman hat sich in den letzten Wochen als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff etabliert und ist neben Schick der gefährlichste Offensivspieler.
St. Pauli setzt unter Alexander Blessin auf ein kompaktes 4-3-3, das primär auf Pressing und schnelles Umschalten ausgelegt ist. Das Problem: Nach den Ausfällen von Ricky-Jade Jones und Hountondji fehlt dem Team die Geschwindigkeit in der Offensive, die gegnerische Abwehrreihen in die Tiefe stressen kann. Ohne dieses Element bleibt St. Pauli zu berechenbar und zu ungefährlich – eine Tendenz, die sich in den mageren neun Auswärtstore widerspiegelt.
Die taktische Schlüsselfrage wird sein, ob St. Pauli das Pokalspiel als Blaupause nutzen kann. In der ersten Hälfte agierten die Kiezkicker dort durchaus auf Augenhöhe und hatten selbst Torchancen. Erst nach dem 1:0 durch Terrier brach die Ordnung zusammen. Blessin wird versuchen, die Defensive möglichst lange stabil zu halten und auf Konter zu setzen. Allerdings verfügt Leverkusen zuhause über die nötige Geduld und Qualität, auch tiefstehende Gegner zu knacken – wie die drei Zu-Null-Siege in den letzten vier Heimspielen zeigen.
Voraussichtliche Startformationen
Bayer Leverkusen (3-4-2-1)
Omlin – Tapsoba, Badé, Hincapié – Coufal, Andrich, García, Grimaldo – Tillman, Maza (Poku) – Schick
FC St. Pauli (4-3-3)
Vasilj – Saliakas, Mets, Nemeth, Ritzka – Irvine, Sands, Fujita – Afolayan, Eggestein, Guilavogui
Unser Bayer Leverkusen - FC St. Pauli Experten Wett Tipp:
Die Datenlage zu diesem Bundesliga-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem FC St. Pauli ist eindeutig: Die Werkself ist zu Hause eine Macht und hat den Gegner aus Hamburg erst vor elf Tagen mit 3:0 aus dem Pokal geworfen. St. Pauli reist mit einer katastrophalen Auswärtsbilanz an und muss auf wichtige Offensivspieler verzichten. Unsere Experten haben drei fundierte Tipps auf Grundlage der aktuellen Datenlage zusammengestellt.
Leverkusen gewinnt zu Null – der Favoritentipp mit Substanz
Bayer 04 hat in den letzten vier Heimspielen dreimal die Null gehalten. St. Pauli erzielte in elf Auswärtsspielen gerade einmal neun Tore und blieb auswärts zuletzt gegen den HSV (0:0) und in Mainz (0:0) ohne eigenen Treffer. Auch im Pokalspiel vor elf Tagen brachte die Offensive der Kiezkicker keinen einzigen Ball an Blaswich vorbei. Nach den Ausfällen von Jones und Hountondji ist die Offensivpower noch weiter geschwächt. Ein souveräner Heimsieg ohne Gegentor ist das wahrscheinlichste Szenario.
Leverkusen Handicap (-1) – der Value-Tipp für Ambitionierte
In drei der letzten vier Duelle zwischen diesen Teams gewann Leverkusen mit mindestens zwei Toren Vorsprung (3:0, 2:1, 2:1). Die Qualitätsdifferenz – Kaderwert 672 Mio. Euro vs. 141 Mio. Euro – ist enorm. Das Pokalspiel zeigte, dass Leverkusen bei zunehmendem Spielverlauf den Druck erhöht und das Ergebnis deutlich gestalten kann. Bei einer Quote von rund 2,20 bietet der Handicap-Tipp ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.
Unter 2,5 Tore in Halbzeit 1 – der clevere Nebenwetten-Tipp
In den Bundesliga-Duellen dieser Saison fielen vor der Pause maximal ein Tor – beim 1:2 am Millerntor ging Leverkusen mit einer 0:1-Führung in die Kabine. Im Pokal stand es zur Halbzeit 1:0. St. Pauli wird versuchen, das Spiel so lange wie möglich eng zu halten und die Null zu verteidigen. Die erste Halbzeit dürfte daher taktisch geprägt und torarm verlaufen, bevor Leverkusen nach der Pause die Intensität erhöht.
- Sieg Leverkusen zu Null: Quote 2.50
- Leverkusen Handicap (-1): Quote 2.20
- Unter 2,5 Tore in Halbzeit 1: Quote 1.35
Unsere Einschätzung
Bayer Leverkusen wird dieses Spiel gewinnen – daran besteht in unserer Redaktion kein Zweifel. Die Frage ist nur, wie deutlich. St. Pauli hat zwar gegen Stuttgart bewiesen, dass man an guten Tagen für eine Überraschung gut ist, doch die BayArena ist ein anderes Pflaster als das Millerntor. Leverkusen hat drei der letzten vier Heimspiele zu Null gewonnen, St. Pauli ist auswärts so schwach wie kaum ein anderes Team der Liga. Wir erwarten einen konzentrierten Auftritt der Werkself, die mit dem Selbstvertrauen aus dem Pokal-Halbfinaleinzug und dem 3:1 in Frankfurt die Aufgabe professionell lösen wird. Unser Ergebnis-Tipp: 2:0 für Bayer Leverkusen.
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Glücksspiel kann süchtig machen. Die in diesem Artikel genannten Tipps und Prognosen stellen keine Gewinngarantie dar und dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Wir empfehlen allen Lesern, verantwortungsvoll mit Sportwetten umzugehen.
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- Setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie sich leisten können
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- Wetten Sie niemals, um Verluste auszugleichen
Hilfe bei Spielsucht:
Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Probleme mit Glücksspiel haben, kontaktieren Sie bitte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
- Online: www.check-dein-spiel.de
- Online: www.spielen-mit-verantwortung.de
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