Australian Open 2026 Wetten – Sieger Quoten, Favoriten & beste Wett-Tipps

Natalia Schubert
geprüft von Lukas Stratmann | 6 Min. Lesezeit

Die Australian Open 2026 sind in vollem Gange und mit ihnen beginnt die spannendste Phase des Tennis-Jahres. Vom 12. Januar bis 1. Februar kämpfen die weltbesten Tennisprofis im Melbourne Park um den prestigeträchtigen Titel. Das erste Grand-Slam-Turnier der Saison verspricht wieder hochklassige Matches, packende Duelle und jede Menge Überraschungen. Doch wer sind die Favoriten? Welche Spieler haben die besten Chancen auf den Titel? Und welche Wettoptionen bieten sich für Fans an?

Sinner und Alcaraz – Die unumstrittenen Top-Favoriten

Bei den Herren richten sich alle Blicke auf zwei Ausnahmespieler: Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Diese beiden haben die Tennis-Welt in den vergangenen zwei Jahren dominiert wie kein anderes Duo. Die Zahlen sprechen für sich: Die letzten acht Grand-Slam-Titel gingen ausnahmslos an Sinner und Alcaraz – jeweils vier Stück. Während Sinner die Australian Open 2024 und 2025 sowie Wimbledon 2025 und die US Open 2024 gewann, triumphierte Alcaraz bei den French Open und den US Open 2025 sowie in Wimbledon 2024 und Paris 2024.

Jannik Sinner – Auf dem Weg zum historischen Dreifach-Triumph

Der Italiener kommt als Titelverteidiger nach Melbourne und strebt Historisches an: Mit einem dritten Sieg in Folge würde Sinner als erst zweiter Spieler in der Open Era (seit 1969) nach Novak Djokovic einen Australian-Open-Hattrick feiern. Djokovic gelang dies gleich zweimal – 2011 bis 2013 und 2019 bis 2021.

Die Statistiken unterstreichen Sinners Dominanz in Down Under: Der 24-Jährige ist seit 14 Spielen bei den Australian Open ungeschlagen und hat in Melbourne bereits 2.000 Punkte zu verteidigen. Besonders beeindruckend ist seine Konstanz auf der großen Bühne – 2025 erreichte er bei allen vier Majors das Finale.

Ein weiteres Zeichen seiner aktuellen Form: Ende 2025 gewann Sinner die ATP Finals auf heimischem Boden in Turin, wo er im Finale seinen Dauerrivalen Alcaraz in zwei knappen Sätzen besiegte. Der Italiener startet auf seinem Lieblingsbelag Hartplatz und ist für viele Experten der klare Titelfavorit.

Carlos Alcaraz – Der Karriere-Grand-Slam ruft

Für den 22-jährigen Spanier geht es in Melbourne um mehr als nur einen weiteren Titel. Alcaraz jagt den Karriere-Grand-Slam – der Sieg bei allen vier Major-Turnieren mindestens einmal. Nach Triumphen in Paris, London und New York fehlt ihm nur noch Melbourne, um als jüngster Spieler der Geschichte diese Meisterleistung zu vollbringen. Bei Turnierende wäre er gerade einmal 22 Jahre und 9 Monate alt – jünger als die bisherige Bestmarke von Don Budge (23 Jahre).

Allerdings steht Alcaraz vor besonderen Herausforderungen: In Melbourne war für ihn bislang im Viertelfinale Schluss – sowohl 2024 als auch 2025 scheiterte er in dieser Runde. Zudem tritt er erstmals ohne seinen langjährigen Mentor Juan Carlos Ferrero an. Die Trennung vom Coach, der ihn zur Nummer 1 der Welt geformt hatte, erfolgte Ende Dezember 2025 und überraschte die Tennis-Welt. Samuel López, der bisherige Assistenztrainer, übernimmt nun die Rolle des Cheftrainers.

Trotz dieser Unwägbarkeiten: Alcaraz ist hochmotiviert und hat sich laut eigener Aussage gezielt auf die Australian Open vorbereitet. “Es ist wirklich das Hauptziel für mich”, betonte der Weltranglisten-Erste. Bei einem Showmatch in Seoul Anfang Januar gegen Sinner deutete er seine gute Form an und gewann mit 7-5, 7-6 vor 15.000 begeisterten Fans.

Novak Djokovic – Der ewige Jäger

Mit zehn Australian-Open-Titeln ist Novak Djokovic der unangefochtene Rekordsieger in Melbourne. Der 38-jährige Serbe ist als Nummer 4 gesetzt und jagt seinen 25. Grand-Slam-Titel – was einen neuen Rekord in der Geschichte des Herren-Tennis bedeuten würde.

Djokovic zeigte 2025 bemerkenswerte Konstanz: Er erreichte bei allen vier Majors mindestens das Halbfinale. Dennoch bleibt die große Frage, ob er mit Alcaraz und Sinner über fünf Sätze mithalten kann. Zwar kann der “Djoker” jeden an einem guten Tag schlagen, doch gegen die beiden jungen Dominatoren in Serie zu gewinnen, könnte selbst für ihn zu viel sein.

Die Auslosung hat Djokovic in die untere Hälfte des Tableaus gesetzt – gemeinsam mit Sinner. Ein Duell zwischen den beiden wäre erst im Halbfinale möglich, ein mögliches Finale gegen Alcaraz würde auf seiner bisherigen Erfolgsbilanz in Melbourne aufbauen. Mit seiner Erfahrung und Mentalität bleibt Djokovic trotz seines Alters ein ernstzunehmender Anwärter auf den Titel.

Alexander Zverev – Neuer Anlauf auf den ersten Grand-Slam-Triumph

Die deutsche Nummer 1 startet als Nummer 3 der Setzliste mit großen Ambitionen ins Turnier. Nach dem Finaleinzug im Vorjahr, wo er Sinner klar in drei Sätzen unterlag, will Zverev 2026 den nächsten Schritt machen und endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel gewinnen.

Die Vorbereitung verlief allerdings holprig: Beim United Cup kassierte Deutschland ein frühes Vorrunden-Aus. Die gesamte Saison 2025 war für Zverev enttäuschend – nur ein Turniersieg (ATP 500 in München) und frühe Niederlagen bei Wimbledon (1. Runde) und den US Open (3. Runde) prägten das Jahr. Zudem plagten ihn durchgehend Rückenprobleme, die seine Form erheblich beeinträchtigten.

“Ich hatte während der gesamten Saison Verletzungen”, gestand Zverev ein. Seine oberste Priorität für 2026: gesund bleiben. Wenn ihm das gelingt, hat er durchaus Chancen – zumal die Auslosung ihm einen Weg ins Finale ermöglicht, ohne vor dem Endspiel auf Sinner oder Djokovic zu treffen. Im Halbfinale könnte allerdings Alcaraz warten.

In der ersten Runde trifft Zverev auf den Kanadier Gabriel Diallo (ATP-Rang 41), einen 2,03 Meter großen Aufschlagspezialisten. Mögliche weitere Gegner könnten Cameron Norrie, Andrey Rublev und im Viertelfinale Daniil Medvedev sein, der mit einem Turniersieg in Brisbane stark ins Jahr gestartet ist.

Weitere Favoriten und Geheimtipps

Neben dem Favoritentrio gibt es weitere Spieler, die bei den Australian Open für Furore sorgen könnten:

Lorenzo Musetti (ITA) ist als Nummer 5 gesetzt und hat als Bronze-Medaillengewinner von Paris 2024 seine Karrierehöchstplatzierung erreicht. Der italienische Stilist hat Flair und Talent, muss aber unter Druck noch konstanter auftreten.

Alex de Minaur (AUS) trägt als Nummer 6 der Weltrangliste und lokaler Liebling die Hoffnungen des Gastgeberlandes. “Demon” startet mit einem Kracher gegen Matteo Berrettini und könnte im Viertelfinale auf Alcaraz treffen – wobei die heimischen Fans klar hinter ihm stehen würden.

Felix Auger-Aliassime (CAN) beendete 2025 in beeindruckender Form mit Halbfinaleinzügen bei den US Open und ATP Finals sowie einem Finalauftritt beim Paris Masters. Der Kanadier ist als Nummer 7 gesetzt und könnte im Viertelfinale auf Zverev oder Medvedev treffen.

Daniil Medvedev (RUS) hatte 2025 eine wechselhafte Saison und rutschte sogar aus den Top 10. Doch sein Turniersieg beim Brisbane International Anfang Januar war ein starkes Lebenszeichen. Der frühere US-Open-Champion ist trotz seiner aktuell niedrigeren Platzierung (ATP 11) gefährlich, besonders auf Hartplatz.

Ben Shelton (USA) erreichte 2025 das Halbfinale in Melbourne und ist als Nummer 8 gesetzt. Der junge Amerikaner mit dem Poweraufschlag könnte im Viertelfinale auf Sinner treffen.

Taylor Fritz (USA) feierte seine größten Erfolge auf Hartplatz, darunter das Finale bei den US Open 2024. In Melbourne kam er noch nie über das Viertelfinale hinaus, ist aber als Nummer 9 gesetzt und könnte überraschen.

Besondere Geschichten des Turniers

Die Australian Open 2026 bieten mehr als nur packende Matches – sie schreiben auch emotionale Geschichten:

Venus Williams kehrt im Alter von 45 Jahren mit einer Wildcard nach fünf Jahren Pause zurück. Die zweifache Finalistin und fünffache Doppelsiegerin (Damen und Mixed) wird die älteste Spielerin sein, die jemals im Hauptfeld der Australian Open angetreten ist. Der bisherige Rekord hielt die Japanerin Kimiko Date mit 44 Jahren (2015).

Stan Wawrinka beginnt seine Abschiedssaison. Der Schweizer Champion von 2014 und dreifache Grand-Slam-Sieger wird bald 41 Jahre alt und will seine Karriere würdig beenden.

Rekordpreisgeld ausgeschüttet

Die Australian Open 2026 sind mit insgesamt 111,5 Millionen australischen Dollar (rund 64 Millionen Euro) dotiert – eine Steigerung von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Sieger und die Siegerin erhalten jeweils 4,15 Millionen australische Dollar (etwa 2,4 Millionen Euro). Auch die Preisgelder für frühe Runden wurden deutlich erhöht, was gerade für Spieler außerhalb der absoluten Weltspitze einen Unterschied macht.

Die besten Wettoptionen für die Australian Open

Für Wett-Fans bieten die Australian Open zahlreiche spannende Möglichkeiten. Hier sind die beliebtesten Wettarten:

1. Match-Sieger-Wette

Die klassischste aller Wetten: Wer gewinnt das Match? Besonders bei klaren Favoriten eine direkte Option. Kombinationen mehrerer Favoriten-Tipps zu einer Kombiwette können die Quote erhöhen und sind bei Grand Slams sehr beliebt.

2. Over/Under – Sätze oder Games

Diese Wettart konzentriert sich auf die Länge des Matches. Wird über oder unter einer bestimmten Anzahl von Sätzen oder Games gespielt? Beispiel: Over 3,5 Sätze bedeutet, dass mindestens vier Sätze gespielt werden müssen. Der Sieger ist dabei irrelevant – es geht nur um die Match-Dauer.

3. Handicap-Wette auf Sätze

Wenn die Quote für einen klaren Favoriten zu niedrig ist, bietet sich eine Handicap-Wette an. Bei “Handicap -1,5 Sätze” muss der Favorit das Match mit mindestens zwei Sätzen Vorsprung gewinnen (3:0 oder 3:1 im Best-of-Five-Format).

4. Tie-Break-Wette

Eine Spezialwette: Wird mindestens ein Satz per Tie-Break entschieden? Bei Matches zwischen zwei starken Aufschlägern oder ausgeglichenen Gegnern im Best-of-Five-Format durchaus wahrscheinlich.

5. Turnierverlauf-Wetten

Neben Einzelmatch-Wetten gibt es auch Langzeitwetten: Wer wird Turniersieger? Wer erreicht das Finale? Wie weit kommt Spieler X? Diese Wetten laufen über mehrere Runden und bieten oft attraktive Quoten.

Fazit: Sinner vs. Alcaraz - oder kommt die Überraschung?


Die Australian Open 2026 versprechen Tennis auf höchstem Niveau. Sinner und Alcaraz haben die Tour fest im Griff und teilen sich seit zwei Jahren die Grand-Slam-Titel auf. Beide jagen historische Meilensteine: Sinner den dritten Melbourne-Triumph in Folge, Alcaraz den Karriere-Grand-Slam als jüngster Spieler der Geschichte.

Doch Tennis wäre nicht Tennis, wenn es keine Überraschungen gäbe. Djokovic sucht seinen 25. Grand-Slam-Titel, Zverev seinen ersten Major-Triumph, und Spieler wie Medvedev, Fritz oder Shelton könnten für Aufsehen sorgen. Die nächsten zwei Wochen werden zeigen, ob die junge Dominanz von “Sincaraz” anhält oder ob ein neuer Champion gekrönt wird.

Eines ist sicher: Das erste Grand Slam des Jahres 2026 wird spektakulär!

Natalia Schubert - Fußballanalystin & Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und seit über zwölf Jahren im professionellen Sportjournalismus tätig. Sie analysiert nationale und internationale Wettbewerbe mit Schwerpunkt auf taktischen Zusammenhängen, statistischen Auswertungen und der Einordnung sportlicher Leistungen.

In dieser Zeit schrieb sie für verschiedene renommierte Sportmagazine und Online-Redaktionen, für die sie Spielanalysen, Vorberichte und Hintergrundartikel verfasste. Ihre Arbeit ist geprägt von einer strukturierten Analyse und einer verständlichen Einordnung sportlicher und statistischer Zusammenhänge.