Österreich startet als klarer Favorit in die WM 2026. Im Auftaktspiel der Gruppe J trifft die Rangnick-Elf am 17. Juni um 06:00 Uhr MESZ im Levi’s Stadium von Santa Clara auf den WM-Debütanten Jordanien. Die Quoten sprechen eine deutliche Sprache – doch das erste Turniersspiel birgt immer seine Tücken.
Für Österreich ist dieses Spiel mehr als nur ein Gruppenauftakt – es ist die Rückkehr auf die ganz große Bühne nach 28 Jahren WM-Abstinenz. Die letzte Teilnahme an einer Endrunde datiert aus dem Jahr 1998 in Frankreich. Teamchef Ralf Rangnick hat die ÖFB-Auswahl in den vergangenen vier Jahren systematisch aufgebaut und über eine souveräne Qualifikation als Gruppensieger nach Nordamerika geführt. Jordanien hingegen betritt völliges Neuland: Erstmals in der Verbandsgeschichte hat sich das Königreich für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Der Weg führte über die asiatische Qualifikation und wird von Trainer Jamal Sellami als historischer Meilenstein gefeiert. Beide Teams verbindet eine Gemeinsamkeit – es gibt kein einziges Pflichtspiel in der gemeinsamen Historie. Das Duell am 17. Juni ist eine Premiere in jeder Hinsicht.
Formbetrachtung: Österreich

Die jüngste Formkurve aus 2026 gibt ebenfalls Anlass zum Optimismus. Im März lieferte die ÖFB-Auswahl in den Testspielen gegen Ghana (5:1) und Südkorea (1:0) zwei überzeugende Vorstellungen in Wien ab. Gegen Ghana zeigte Österreich einen beeindruckenden Offensiv-Fußball, gegen das defensiv disziplinierte Südkorea bewies das Team die nötige Geduld und Effizienz. Rangnick nutzte beide Spiele gezielt, um Neuzugänge wie Paul Wanner (PSV Eindhoven) und Carney Chukwuemeka (Borussia Dortmund) zu integrieren – beide wurden erst kurz zuvor von der FIFA für Österreich spielberechtigt erklärt.
Taktisch setzt Rangnick bevorzugt auf ein 4-2-3-1-System mit intensivem Pressing und schnellem Umschaltspiel. Die Doppelsechs bestehend aus Nicolas Seiwald und Xaver Schlager (beide RB Leipzig) bildet das taktische Fundament. Davor agieren Marcel Sabitzer, Christoph Baumgartner und Romano Schmid als flexible Offensivkräfte. Im Sturm teilen sich Arnautović und Gregoritsch die Einsatzzeiten. Ein Fragezeichen steht hinter der Fitness von Kapitän David Alaba, der bei Real Madrid zuletzt nur selten zum Einsatz kam.
Schlüsselspieler Österreich
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Minuten | Verein | Alter |
| Marko Arnautović | 8 | 1 | 7 | 428 | Inter Mailand | 37 |
| Marcel Sabitzer | 3 | 3 | 8 | 702 | Borussia Dortmund | 32 |
| Michael Gregoritsch | 4 | 0 | 8 | 425 | SC Freiburg | 32 |
| Konrad Laimer | 2 | 1 | 8 | 676 | FC Bayern München | 28 |
| Nicolas Seiwald | 0 | 1 | 8 | 707 | RB Leipzig | 24 |
Aktuelle Leistungsbewertung: Jordanien

Die jüngste Formkurve ist allerdings durchwachsen. In den Testspielen im März 2026 kam Jordanien gegen Nigeria (2:2) und Costa Rica (2:2) jeweils nicht über Unentschieden hinaus. Zwar bewiesen die Jordanier Moral und Comeback-Qualitäten, doch die defensive Anfälligkeit gegen Gegner auf internationalem Niveau war unübersehbar. Beim FIFA Arab Cup 2025 in Katar erreichte das Team das Finale, unterlag dort aber Marokko mit 2:3 – eine respektable Leistung, die jedoch auch die Grenzen des Kaders aufzeigte.
Der schwerste Rückschlag vor der WM ist der Ausfall von Top-Torjäger Yazan Al-Naimat. Der 25-jährige Stürmer, der in der WM-Qualifikation acht Treffer erzielte, zog sich im Dezember 2025 beim Arab Cup einen Kreuzbandriss zu und fällt für das gesamte Turnier aus. Damit verliert Jordanien seinen treffsichersten Mann. Trainer Sellami setzt im 5-3-2-System primär auf defensive Kompaktheit und schnelle Konter über die Außenbahnen. Die zentrale Figur im Offensivspiel ist Mousa Tamari, der bei Stade Rennes in der Ligue 1 spielt und als einziger jordanischer Spieler auf Top-Niveau in Europa aktiv ist.
Schlüsselspieler Jordanien
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Minuten | Verein | Alter |
| Mousa Tamari | 7 | 2 | 13 | 1043 | Stade Rennes | 28 |
| Ali Olwan | 9 | 1 | 13 | 1149 | Al-Faisaly (JOR) | 26 |
| Mahmoud Al-Mardi | 1 | 6 | 14 | 991 | Al-Faisaly (JOR) | 32 |
| Nizar Al-Rashdan | 0 | 0 | 14 | 1137 | Al-Wehdat (JOR) | 27 |
| Yazan Al-Arab | 1 | 0 | 14 | 1260 | Al-Faisaly (JOR) | 30 |
Direktvergleich der Teams
Ein Direktvergleich zwischen Österreich und Jordanien existiert schlicht nicht. Die beiden Mannschaften haben in ihrer gesamten Verbandsgeschichte noch nie gegeneinander gespielt – weder in einem Pflichtspiel noch in einem Freundschaftsspiel. Das macht die taktische Vorbereitung für beide Trainer zu einer besonderen Herausforderung. Rangnick wird sich auf Videomaterial aus der asiatischen Qualifikation und dem Arab Cup stützen müssen, während Sellami die Leistungen Österreichs bei der EM 2024 und in der WM-Qualifikation analysieren wird.
Was sich statistisch festhalten lässt: Österreich liegt in der FIFA-Weltrangliste rund 40 Plätze vor Jordanien. Der Kadermarktwert des ÖFB-Teams übersteigt jenen der Jordanier um ein Vielfaches. Allein die Doppelsechs Seiwald/Schlager hat einen höheren Marktwert als der gesamte jordanische Kader. Doch solche Vergleiche können bei einem WM-Turnier trügerisch sein – die Geschichte des Fußballs ist voller Überraschungen durch vermeintliche Außenseiter.
| Kriterium | Österreich | Jordanien |
| FIFA-Ranking (ca.) | ~24 | ~63 |
| WM-Teilnahmen | 8 (inkl. 2026) | 1 (Debüt 2026) |
| Quali-Bilanz | 6S – 1U – 1N | 4S – 4U – 2N |
| Quali-Tore | 22:4 | 31 Tore (gesamt) |
| Direktduelle | Kein Spiel in der Geschichte | |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| Österreich | 1:0 vs. Südkorea (S) – 5:1 vs. Ghana (S) – 1:1 vs. Bosnien-H. (U) – 2:0 vs. Zypern (S) – 0:1 vs. Rumänien (N) |
| Jordanien | 2:2 vs. Nigeria (U) – 2:2 vs. Costa Rica (U) – 2:3 vs. Marokko (N) – 1:0 vs. Saudi-Arabien (S) – 1:0 vs. Irak (S) |
Taktische Betrachtung
Dieses Duell wird maßgeblich von den konträren taktischen Ansätzen geprägt sein. Ralf Rangnick steht für aggressives Pressing, hohe Laufbereitschaft und vertikales Spiel nach Ballgewinnen. Sein 4-2-3-1-System lebt von der Raumkontrolle im Mittelfeld und schnellen Angriffen über die Flügel. Gegen Jordaniens kompakte Fünferkette wird Österreich viel Ballbesitz haben und Lösungen gegen einen tief stehenden Gegner finden müssen – eine Situation, die Rangnick-Teams historisch nicht immer optimal lösen.
Jamal Sellami setzt hingegen auf ein 5-3-2-System, das auf maximale defensive Stabilität ausgerichtet ist. Die drei Innenverteidiger um Yazan Al-Arab und Abdallah Nasib sollen die Räume im Zentrum eng halten, während das Mittelfeld-Trio um Nizar Al-Rashdan die Passwege zustellt. Jordaniens offensiver Plan basiert auf schnellen Kontern, primär über die rechte Seite mit Mousa Tamari, der mit seinem Tempo und Dribbling auch einer Innenverteidigung auf europäischem Topniveau Probleme bereiten kann.
Ein entscheidender Faktor wird die Nervosität des Auftaktspiels sein. Für Österreich ist es das erste WM-Spiel seit 28 Jahren, für Jordanien das allererste überhaupt. Beide Teams werden unter enormem Druck stehen – Österreich, weil ein Sieg als Pflicht gilt, Jordanien, weil die ganze Nation zum ersten Mal auf dieser Bühne zuschaut. Erfahrungsgemäß beginnen solche Konstellationen eher verhalten, und das erste Tor wird richtungsweisend sein.
Wetterbedingungen
Das Spiel findet am 17. Juni um 21:00 Uhr Ortszeit (06:00 Uhr MESZ) im Levi’s Stadium von Santa Clara statt. Mitte Juni herrschen im Silicon Valley angenehme Sommertemperaturen um die 25-26°C tagsüber, wobei die Abendstunde des Spiels kühlere Bedingungen um 18-20°C erwarten lässt. Die Regenwahrscheinlichkeit im Juni liegt in Santa Clara bei nahezu null Prozent – trockene, klare Verhältnisse sind so gut wie sicher. Die leichte Abendbrise, die typisch für die San Francisco Bay Area ist, könnte ein Faktor sein, wird das Spiel aber kaum beeinflussen. Insgesamt ideale Fußballbedingungen für beide Mannschaften.
Voraussichtliche Startformationen
Österreich (4-2-3-1)
Schlager – Posch, Danso, Lienhart, Mwene – Seiwald, X. Schlager – Schmid, Baumgartner, Sabitzer – Arnautović
Jordanien (5-3-2)
Abulaila – Assaf, Abualnadi, Al-Arab, Nasib, Abu Taha – Al-Rawabdeh, Al-Rashdan, Al-Mardi – Tamari, Olwan
Unser Österreich - Jordanien Experten Wett Tipp:
Unsere Experten-Analyse für Österreich gegen Jordanien: Österreich geht als klarer Favorit in dieses WM-Auftaktspiel. Die individuelle Qualität, die taktische Reife unter Rangnick und die Erfahrung der Schlüsselspieler auf höchstem europäischem Vereinsniveau sprechen eindeutig für die ÖFB-Elf. Jordanien wird defensiv kompakt stehen und alles in die Abwehrarbeit investieren – das spricht eher für ein geduldiges, kontrolliertes Spiel als für ein Torfestival.
Tipp 1: Österreich gewinnt zu Null
Jordanien hat ohne Yazan Al-Naimat ein erhebliches Offensivproblem. Ali Olwan und Mousa Tamari sind zwar gefährlich, aber gegen die defensive Stabilität von Danso und Lienhart dürfte es schwer werden, einen Treffer zu erzielen. Österreich kassierte in acht Qualifikationsspielen nur vier Gegentore – defensive Solidität ist eine Kernkompetenz dieser Mannschaft. Ein Clean Sheet zum Auftakt ist realistisch.
Tipp 2: Unter 2,5 Tore
Erste WM-Spiele beider Teams nach langer Abstinenz bzw. erstmalig – die Nervosität wird ein prägender Faktor sein. Jordanien wird tief stehen und auf Konter lauern. Gegen solch kompakte Gegner tut sich Österreich erfahrungsgemäß schwerer als gegen offensiv ausgerichtete Teams. Ein 1:0 oder 2:0 ist das wahrscheinlichste Szenario. Die Buchmacher sehen Unter 2,5 Tore bei einer Quote von rund 2,29 – das spiegelt die Erwartung einer eher torarmen Partie wider.
Tipp 3: Österreich Halbzeit / Österreich Endstand
Bei einem klaren Favoritenstatus von Österreich und Jordaniens begrenzten offensiven Möglichkeiten erwarten wir, dass die ÖFB-Elf früh die Kontrolle übernimmt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Österreich bereits zur Halbzeit in Führung liegt und das Spiel letztlich gewinnt, ist hoch. Jordanien fehlt die Qualität, um einen Rückstand gegen dieses Pressing-System aufzuholen.
- Österreich gewinnt zu Null: Quote ca. 1,95
- Unter 2,5 Tore: Quote ca. 2,29
- Österreich HZ / Österreich Endstand: Quote ca. 1,75
Fazit
Österreich wird diesem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Die Qualitätsdifferenz ist zu groß, als dass Jordanien über 90 Minuten dagegen halten könnte. Wir rechnen mit einem kontrollierten, aber nicht hochklassigen Sieg der Rangnick-Elf – vermutlich im Bereich von 1:0 oder 2:0. Der beste Wert liegt unserer Einschätzung nach bei “Österreich gewinnt zu Null” zu einer Quote von rund 1,95. Diese Wette kombiniert die klare Favoritenrolle mit Jordaniens Offensivproblemen nach dem Al-Naimat-Ausfall und bietet einen fairen Gegenwert.
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Hilfe bei Spielsucht:
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- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
- Online: www.check-dein-spiel.de
- Online: www.spielen-mit-verantwortung.de
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