Das Freitagabendspiel des 34. Spieltags in der 3. Liga bringt zwei Mannschaften in vollkommen unterschiedlichen Gemütslagen zusammen: Während der SSV Jahn Regensburg unter Neo-Trainer Sascha Hildmann noch nach seiner Identität sucht, reist Alemannia Aachen mit sieben ungeschlagenen Spielen in Serie und dem besten Sturmduo der Liga nach Ostbayern. Unsere Einschätzung: Aachen gewinnt auch diese Partie und hält den Lauf aufrecht.
Am Freitagabend um 19:00 Uhr empfängt der SSV Jahn Regensburg die Alemannia Aachen im Jahnstadion (15.210 Plätze). Für beide Mannschaften ist die Saison tabellarisch entschieden – weder Aufstieg noch Abstieg sind noch realistisch. Regensburg steht mit 43 Punkten auf Platz 12, Aachen mit 51 Zählern auf Rang 7. Doch gerade diese Ausgangslage macht die Partie so interessant: Regensburg muss sich unter dem neuen Cheftrainer Hildmann finden, während Aachen mit dem Schwung der letzten Wochen möglichst hoch in der Tabelle abschließen möchte. Ein zusätzliches Narrativ liefert Aachens Trainer Mersad Selimbegović, der auf seinen früheren Arbeitgeber Jahn Regensburg trifft. Die Wetterprognose sagt für den Freitagabend stark bewölkten Himmel bei etwa 9 bis 19 Grad voraus, die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei lediglich 15 Prozent – gute Bedingungen für technisch ansprechenden Fußball.
Formbetrachtung: Jahn Regensburg
Der SSV Jahn Regensburg erlebte in den vergangenen Wochen turbulente Zeiten. Der überraschende Abgang von Trainer Michael Wimmer zu Holstein Kiel Mitte März hinterließ sichtbare Spuren. Interimstrainer Munier Raychouni überbrückte die Zeit, ehe Ende März Sascha Hildmann als neuer Chefcoach vorgestellt wurde. Der 54-Jährige, der mit Preußen Münster den Durchmarsch von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga schaffte, bringt Erfahrung und eine klare Spielidee mit – doch die Umsetzung braucht Zeit.
Unter Hildmann startete Regensburg mit einer 1:3-Niederlage beim VfB Stuttgart II, ehe ein knapper 1:0-Arbeitssieg gegen Erzgebirge Aue folgte. Zuletzt erkämpfte sich der Jahn ein 2:2-Unentschieden beim TSV 1860 München. Die Mannschaft zeigt dabei eine gewisse Zerrissenheit: Spielerisch fehlt es an Struktur im Aufbauspiel und an Ruhe am Ball, defensiv agiert Regensburg in Phasen zu anfällig für Konter. Hildmann selbst räumte nach dem Aue-Spiel Defizite im Übergangsspiel ein. Positiv hervorzuheben ist die kämpferische Einstellung und die Leistung von Torhüter Felix Gebhardt, der mit einigen Glanzparaden Punkte gerettet hat.
In der Formtabelle der letzten fünf Spiele steht der Jahn bei acht Punkten (U-S-N-S-U). Die Heimbilanz in dieser Saison ist mit sieben Siegen aus 16 Heimspielen solide, wenngleich nicht berauschend. Regensburg erzielte zu Hause 30 Tore, kassierte aber auch 26 Gegentreffer – ein Zeichen dafür, dass die Defensive nicht die größte Stärke des Teams ist.
Schlüsselspieler Jahn Regensburg
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position |
| Noel Eichinger | 10 | 5 | 29 | Mittelfeld |
| John Posselt | 8 | 1 | 31 | Sturm |
| Eric Hottmann | 7 | 3 | 29 | Sturm |
| Benedikt Bauer | 3 | 4 | 30 | Mittelfeld |
| Philipp Müller | 3 | 0 | 28 | Mittelfeld |
Noel Eichinger ist mit zehn Toren und fünf Vorlagen der unangefochtene Topscorer des Jahn. Der 24-Jährige hat seinen Abgang zum Karlsruher SC bereits fix – ein möglicher Motivationsknick sollte beobachtet werden. Daneben hat sich Neuzugang John Posselt als wendiger und spritziger Angreifer etabliert, dem es allerdings an Konstanz mangelt.
Aktuelle Leistungsbewertung: Alemannia Aachen
Was Alemannia Aachen in der Rückrunde aufführt, gleicht einer Metamorphose. Die Mannschaft von Mersad Selimbegović überwinterte auf Abstiegsplatz 17 und schien dem Untergang geweiht. Doch seit Januar holte die Alemannia 26 Punkte aus 14 Spielen – die zweitbeste Rückrundenausbeute der gesamten Liga. Der letzte Rückschlag datiert vom 26. Spieltag, als Aachen in Mannheim mit 1:2 verlor. Seitdem ist die Alemannia sieben Partien ungeschlagen und sammelte dabei 19 von 21 möglichen Punkten.
Die jüngsten Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: 3:1 gegen VfB Stuttgart II, 1:1 beim 1. FC Saarbrücken, 3:0 gegen SV Wehen Wiesbaden, 2:1 beim FC Ingolstadt, 4:1 gegen Energie Cottbus, 3:1 bei Erzgebirge Aue, 1:0 gegen den 1. FC Schweinfurt. Diese Serie ist keine Zufallsproduktion, sondern das Ergebnis einer taktisch gereiften Mannschaft, die über das beste Sturmduo der 3. Liga verfügt. In der Formtabelle der letzten fünf Spiele liegt Aachen mit 13 Punkten auf Rang 2 – nur RW Essen ist aktuell besser.
Bemerkenswert ist die Auswärtsstärke der Alemannia: Allein in den letzten vier Auswärtspartien holte das Team zehn Punkte mit einem Torverhältnis von 7:3. Das Kollektiv funktioniert, die Defensive steht stabil, und in der Offensive kann jederzeit ein Tor fallen. Trainer Selimbegović hat das System gefunden, das zu seinem Kader passt – und die Spieler setzen es mit wachsendem Selbstvertrauen um.
Schlüsselspieler Alemannia Aachen
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position |
| Lars Gindorf | 20 | 10 | 30 | Angriff |
| Mika Schroers | 16 | 6 | 28 | Angriff |
| Faton Ademi | 5 | 1 | 27 | Mittelfeld |
| Mehdi Loune | 4 | 3 | 28 | Mittelfeld |
| Gianluca Gaudino | 2 | 3 | 27 | Mittelfeld |
Lars Gindorf ist mit 20 Toren und 10 Vorlagen (30 Scorerpunkte) der überragende Spieler der gesamten 3. Liga. Die Leihgabe von Hannover 96 ist nach Harry Kane der zweitbeste Stürmer im deutschen Profibereich. Sein Partner Mika Schroers, für den Aachen bereits die Kaufoption von Arminia Bielefeld gezogen hat, ergänzt ihn perfekt mit 16 Toren und 6 Vorlagen. Gemeinsam stehen die beiden für über die Hälfte aller Aachener Saisontore. Gianluca Gaudino orchestriert als erfahrener Mittelfeldregisseur das Spiel, während der 19-jährige Faton Ademi als Shootingstar der Saison auf sich aufmerksam macht.
Direktvergleich der Teams
Der Direktvergleich beider Mannschaften ist überschaubar. In der aktuellen Saison gewann Regensburg das Hinspiel am 15. Spieltag mit 2:0 auf dem Tivoli in Aachen – eine ganz andere Alemannia, die damals noch im Abstiegskampf steckte. Historisch betrachtet gab es nur wenige Aufeinandertreffen, da beide Vereine selten zeitgleich in derselben Liga spielten. Die letzten Duelle in der 2. Bundesliga datieren aus der Saison 2003/04, als Aachen beide Partien für sich entschied.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 22.11.2025 | Alemannia Aachen 0:2 Jahn Regensburg | 3. Liga |
| 20.08.2005 | Jahn Regensburg 1:3 Alemannia Aachen | DFB-Pokal |
| 28.03.2004 | Alemannia Aachen 1:0 Jahn Regensburg | 2. Bundesliga |
| 19.10.2003 | Jahn Regensburg 1:2 Alemannia Aachen | 2. Bundesliga |
Das Hinspiel-Ergebnis sollte nicht überbewertet werden. Aachen befand sich damals im freien Fall – mittlerweile hat sich das Kräfteverhältnis fundamental verschoben. Die aktuelle Aachener Mannschaft hat mit dem Team vom November wenig gemein. Aus unserer Sicht ergibt sich aus dem Direktvergleich kein nennenswerter Vorteil für eine der beiden Seiten, da die Stichprobe zu klein und die Kontexte zu unterschiedlich sind.
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| Jahn Regensburg | 2:2 (U) – 1:0 (S) – 1:3 (N) – 5:2 (S) – 1:1 (U) |
| Alemannia Aachen | 3:1 (S) – 1:1 (U) – 3:0 (S) – 2:1 (S) – 4:1 (S) |
Der Kontrast könnte kaum deutlicher sein. Regensburg schwankt zwischen guten und schwachen Auftritten, während Aachen eine Konstanz an den Tag legt, die in der gesamten Liga ihresgleichen sucht. Besonders auffällig: In den letzten fünf Spielen erzielte Aachen 13 Tore und kassierte nur vier Gegentreffer. Regensburg kommt auf 10:8 – eine deutlich ausgeglichenere, aber eben auch verwundbarere Bilanz.
Taktische Betrachtung
Sascha Hildmann setzt beim Jahn auf ein 4-4-2 mit Doppelsechs, das er aus seiner erfolgreichen Münster-Zeit mitbringt. In Regensburg fehlt ihm allerdings noch die personelle Basis, um sein Pressing-Konzept voll durchzusetzen. Die Mannschaft agiert derzeit eher reaktiv, steht tief und versucht über schnelles Umschalten zum Erfolg zu kommen. Problematisch ist, dass die Stürmer Hottmann und Kühlwetter in der Rückwärtsbewegung nicht genug investieren und die Anschlusspässe aus dem Mittelfeld häufig zu ungenau kommen.
Mersad Selimbegović hat bei der Alemannia ein flexibles System etabliert, das sich situativ zwischen einem 3-5-2 und einem 4-2-3-1 bewegt. Das Herzstück ist das Zusammenspiel zwischen Gindorf und Schroers, die sich auf engstem Raum finden und sowohl mit Tempo in die Tiefe als auch im Kombinationsspiel glänzen. Gaudino als Taktgeber und der laufstarke Loune auf der Außenbahn sorgen für Breite und Ballzirkulation. Defensiv steht die Alemannia kompakt und lässt wenig zu – gerade auswärts hat man das 3er-Ketten-System perfektioniert.
Unsere Einschätzung: Regensburg wird Schwierigkeiten haben, Aachens Offensivdrang zu kontrollieren. Der Jahn muss aufpassen, nicht zu tief zu stehen, denn das spielt der Alemannia in die Karten – Gindorf und Schroers brauchen keinen Platz hinter der Kette, sondern können auch aus engem Raum abschließen.
Voraussichtliche Startformationen
Jahn Regensburg (4-4-2)
Gebhardt – Karbstein, Strauss, Kieffer, Wurm – Saller, Fein, Bauer, Oliveira – Eichinger, Posselt
Alemannia Aachen (3-5-2)
Riemann-Lorenzen – Da Silva Kiala, Wegmann, Bagkalianis – Nadjombe, Gaudino, Oehmichen, Loune, Wagner – Gindorf, Schroers
Unser Jahn Regensburg - Alemannia Aachen Experten Wett Tipp:
Dieses Freitagabendspiel bietet eine klare Ausgangslage: Aachen ist die formstärkere Mannschaft, hat das bessere Personal und die größere Motivation, die beeindruckende Serie fortzusetzen. Regensburg befindet sich im Umbruch unter dem neuen Trainer und hat weder nach oben noch nach unten etwas zu gewinnen. Die Quoten spiegeln diese Dynamik wider, bieten aber dennoch attraktive Möglichkeiten.
Tipp 1: Sieg Alemannia Aachen – Quote 2,45
Die Datenlage spricht eindeutig für einen Aachener Sieg. Sieben Spiele ungeschlagen, das beste Sturmduo der Liga, eine stabile Defensive und ein eingespieltes System – dagegen steht ein Regensburg, das unter dem neuen Trainer noch keine Handschrift erkennen lässt. Aachen hat in den letzten vier Auswärtspartien zehn Punkte geholt und tritt mit der Selbstsicherheit einer Mannschaft an, die weiß, was sie kann. Die Quote von 2,45 auf einen Auswärtssieg bietet angesichts der Formkurve einen guten Value.
Tipp 2: Beide Teams treffen – Ja – Quote 1,60
Regensburg ist zu Hause durchaus torgefährlich (30 Tore in 16 Heimspielen) und hat mit Eichinger einen Spieler, der jederzeit ein Tor erzielen kann. Gleichzeitig kassiert der Jahn regelmäßig Gegentreffer – nur zweimal blieb man in den letzten zehn Heimspielen ohne Gegentor. Aachens Offensive wiederum trifft seit Wochen nach Belieben. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass beide Teams mindestens einmal treffen, ist hoch.
Tipp 3: Lars Gindorf trifft jederzeit – Quote 2,10
Der Topscorer der Liga mit 20 Saisontreffern traf in acht der letzten zehn Spiele. Gegen die verwundbare Regensburger Defensive, die gerade in Umschaltmomenten Lücken offenbart, ist Gindorf die größte Einzelgefahr auf dem Platz. Seine individuelle Qualität ist ligaweit einzigartig und die Quote von 2,10 auf einen Treffer bietet einen attraktiven Einstieg.
- Sieg Alemannia Aachen: 2,45
- Beide Teams treffen – Ja: 1,60
- Lars Gindorf trifft jederzeit: 2,10
Fazit
Die Fakten sprechen eine klare Sprache zugunsten der Alemannia. Regensburg wird sich wehren und vor eigenem Publikum nicht kampflos ergeben – ein Tor dürfte den Gastgebern durchaus zuzutrauen sein. Doch Aachens Qualität, Formkurve und Selbstvertrauen sind in der aktuellen 3. Liga nur schwer zu stoppen. Unser Haupttipp ist der Auswärtssieg der Alemannia, kombiniert mit der soliden Absicherung auf Beide Teams treffen. Die Gindorf-Torwette rundet das Portfolio als Einzeltipp mit attraktiver Rendite ab.
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Hilfe bei Spielsucht:
Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Probleme mit Glücksspiel haben, kontaktieren Sie bitte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
- Online: www.check-dein-spiel.de
- Online: www.spielen-mit-verantwortung.de
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