Im DFB-Pokal-Halbfinale empfängt Titelverteidiger VfB Stuttgart den SC Freiburg zum baden-württembergischen Landesduell in der MHPArena. Der VfB geht als klarer Favorit ins Rennen, doch die Breisgauer haben im Pokal schon mehrfach bewiesen, dass sie die große Bühne nicht scheuen. Unsere Analyse zeigt: Die Stuttgarter Heimstärke und die individuelle Klasse dürften den Ausschlag geben – doch ganz so einfach wird es nicht.
Am Donnerstag, den 23. April 2026, um 20:45 Uhr steht das zweite Halbfinale im DFB-Pokal 2025/26 an. Das Aufeinandertreffen zweier Bundesligisten aus Baden-Württemberg hat es in sich: Auf der einen Seite der amtierende Pokalsieger aus Stuttgart, der die Trophäe im vergangenen Mai mit einem 4:2-Finalsieg gegen Arminia Bielefeld holte. Auf der anderen Seite der SC Freiburg, der zum dritten Mal in fünf Jahren das Halbfinale erreicht hat und sich 2022 bereits bis ins Endspiel kämpfte. Für beide Teams ist es die dritte Belastung innerhalb einer Woche – neben der Bundesliga läuft auch die Europa League. Das Heimrecht des VfB, die MHPArena mit ihren über 60.000 Plätzen und die Erfahrung des Titelverteidigers sprechen eine deutliche Sprache. Doch der Pokal schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten. Die Partie wird live im Ersten sowie bei Sky übertragen.
Formbetrachtung: VfB Stuttgart

Besonders beeindruckend ist die Offensivkraft der Schwaben: Mit 50 erzielten Toren in 26 Ligaspielen gehört der VfB zu den torreichsten Teams der Liga. Deniz Undav ragt dabei mit 16 Saisontreffern allein in der Bundesliga heraus und ist aktuell hinter Harry Kane der zweitbeste Torjäger der Liga. Aber auch im DFB-Pokal hat Stuttgart überzeugt: Nach dem Elfmeterkrimi in der ersten Runde bei Eintracht Braunschweig gab es solide 2:0-Siege bei Mainz 05 und VfL Bochum, gefolgt von einem souveränen 3:0 bei Holstein Kiel im Viertelfinale.
Personell kann Hoeneß weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Josha Vagnoman ist nach seiner Verletzungspause zurück im Training. Definitiv ausfallen wird Lazar Jovanovic, der sich im Aufbautraining befindet. Langzeitverletzter Dan-Axel Zagadou spielt in der Saisonplanung ohnehin keine Rolle mehr. Bei Jamie Leweling muss die Belastungssteuerung angesichts der Dreifachbelastung beobachtet werden.
Schlüsselspieler VfB Stuttgart
| Spieler | Position | Tore (Gesamt) | Vorlagen | Einsätze | Besonderheit |
| Deniz Undav | Sturm | 16 | 4 | 26 | Zweitbester BL-Torjäger |
| Chris Führich | Mittelfeld | 5 | 7 | 25 | Kreativzentrale & Antreiber |
| Angelo Stiller | Mittelfeld | 3 | 6 | 26 | Spielaufbau & Zweikampf |
| Bilal El Khannouss | Mittelfeld | 4 | 5 | 24 | Dribbelstark & torgefährlich |
| Alexander Nübel | Tor | – | – | 26 | Starker Rückhalt |
Aktuelle Leistungsbewertung: SC Freiburg

Besonders die Auswärtsschwäche des SC ist auffällig. In der Fremde trifft Freiburg deutlich seltener und kassiert im Schnitt mehr als zwei Gegentore pro Auswärtsspiel. Das ist ein erhebliches Manko für eine Partie in der imposanten Stuttgarter MHPArena, wo der VfB in dieser Saison kaum zu schlagen ist.
Im DFB-Pokal hatte Freiburg bislang jedoch einen vergleichsweise leichten Weg: Nach Siegen bei Regionalligist SF Lotte (2:0) und Zweitligist Fortuna Düsseldorf (3:1) sowie einem souveränen 2:0 gegen Darmstadt im Achtelfinale war das Viertelfinale bei Hertha BSC die erste echte Bewährungsprobe. Die Breisgauer bestanden sie im Elfmeterschießen (6:5 n.E.) – und Pokalkeeper Florian Müller war dabei der Held.
Verletzungssorgen gibt es vor allem in der Defensive: Daniel-Kofi Kyereh fehlt mit einem Kreuzbandriss langfristig, Max Rosenfelder fällt mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel mehrere Wochen aus. Die Abwehrzentrale um Matthias Ginter und Philipp Lienhart muss die Ausfälle kompensieren, während Bruno Ogbus als junge Alternative bereitsteht.
Schlüsselspieler SC Freiburg
| Spieler | Position | Tore (Gesamt) | Vorlagen | Einsätze | Besonderheit |
| Igor Matanovic | Sturm | 8 | 1 | 25 | Kopfballstark, Zielspieler |
| Vincenzo Grifo | Mittelfeld | 5 | 6 | 24 | Standard-Spezialist |
| Yuito Suzuki | Mittelfeld | 4 | 5 | 23 | Spielmacher & Dribblings |
| Matthias Ginter | Abwehr | 2 | 1 | 25 | Erfahrener Abwehrchef |
| Noah Atubolu | Tor | – | – | 25 | BL-Stammkeeper |
Direktvergleich der Teams
Der direkte Vergleich zwischen Stuttgart und Freiburg liest sich in den jüngsten Begegnungen wie ein Thriller – allerdings mit einer klaren Tendenz. Unter Hoeneß dominiert der VfB die Heimspiele gegen den SC regelrecht: 4:0 im Januar 2025 und 5:0 im September 2023 waren deutliche Angelegenheiten. Auch das Rückspiel im Februar 2026 ging mit 1:0 an Stuttgart.
Freiburg wiederum konnte das Hinspiel der laufenden Saison im September 2025 mit 3:1 für sich entscheiden – ein Zeichen dafür, dass die Breisgauer vor eigenem Publikum durchaus schlagkräftig sind. Auswärts beim VfB sieht die Bilanz jedoch deutlich düsterer aus. In den Direktduellen der letzten Jahre gab es kaum ein Remis – es gewinnt fast immer einer klar. Auffällig: In den letzten fünf Begegnungen fielen insgesamt 19 Tore, also im Schnitt 3,8 pro Spiel.
Besondere historische Relevanz hat das Halbfinale von 2013, als der VfB Stuttgart den SC Freiburg mit 2:1 aus dem Pokal warf. Die Neuauflage dieses Duells verspricht ähnliche Brisanz – nur diesmal mit noch höherem Einsatz.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 01.02.2026 | VfB Stuttgart 1:0 SC Freiburg | Bundesliga |
| 13.09.2025 | SC Freiburg 3:1 VfB Stuttgart | Bundesliga |
| 18.01.2025 | VfB Stuttgart 4:0 SC Freiburg | Bundesliga |
| 24.08.2024 | SC Freiburg 3:1 VfB Stuttgart | Bundesliga |
| 03.02.2024 | SC Freiburg 1:3 VfB Stuttgart | Bundesliga |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| VfB Stuttgart | 1:0 vs. Leipzig (S) – 1:2 vs. Porto (N) – 2:2 vs. Mainz (U) – 4:0 vs. Wolfsburg (S) – 0:1 vs. Celtic (N) |
| SC Freiburg | 0:1 vs. Union Berlin (N) – 0:1 vs. KRC Genk (N) – 3:3 vs. Leverkusen (U) – 0:2 vs. Frankfurt (N) – 2:1 vs. Gladbach (S) |
Taktische Betrachtung
Stuttgarts Spielanlage unter Sebastian Hoeneß ist aggressiv und vertikal ausgerichtet. Der VfB presst hoch, schaltet schnell um und sucht den direkten Weg zum Tor. In der Offensive ist die Besetzung mit Undav, Demirovic, Führich und El Khannouss extrem variabel und flexibel. Das Pressing der Schwaben wird durch die Doppelsechs Stiller/Karazor abgesichert, die nicht nur defensiv stabilisiert, sondern auch den Spielaufbau einleitet.
Freiburg agiert unter Julian Schuster typischerweise im 4-2-3-1-System und setzt auf eine kompakte Defensive mit schnellem Umschaltspiel. Die Standardstärke des SC – insbesondere mit Vincenzo Grifo als Freistoß- und Eckenspezialisten – ist eines der größten Trümpfe. In der Defensive verlässt sich Schuster auf die Achse Ginter/Lienhart, die allerdings zuletzt anfälliger wirkte. Im Mittelfeld sollen Eggestein und Manzambi das Zentrum dicht halten, während Suzuki und Scherhant für Entlastung über die Flügel sorgen sollen.
Der taktische Schlüssel liegt für Freiburg darin, das Stuttgarter Pressing zu überspielen und selbst Nadelstiche über Konter und Standards zu setzen. Für den VfB geht es darum, die eigene Spielkontrolle frühzeitig zu etablieren und die Freiburger Defensive unter Dauerdruck zu setzen – etwas, das in den beiden letzten Heimspielen gegen den SC eindrucksvoll gelang.
Voraussichtliche Startformationen
VfB Stuttgart (3-4-2-1)
Nübel – Jeltsch, Jaquez, Hendriks – Assignon, Karazor, Stiller, Mittelstädt – Führich, El Khannouss – Undav
SC Freiburg (4-2-3-1)
Atubolu (alternativ: Müller) – Treu, Ginter, Lienhart, Makengo – Eggestein, Manzambi – Scherhant, Suzuki, Beste – Matanovic
Wetterprognose für den Spieltag
Für den 23. April in Stuttgart werden laut saisonalen Durchschnittswerten Temperaturen zwischen 7°C und 17°C erwartet. Am späten Abend zur Anstoßzeit um 20:45 Uhr dürfte es auf rund 10-12°C abkühlen. Statistisch sind im letzten April-Drittel in Stuttgart rund 10 Sonnenstunden pro Tag zu erwarten, die Regenwahrscheinlichkeit ist moderat. Das Wetter sollte somit keine nennenswerte Rolle spielen – ideale Bedingungen für ein Pokalspiel unter Flutlicht.
Unser VfB Stuttgart - SC Freiburg Experten Wett Tipp:
Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg bietet eine spannende Konstellation: Der Titelverteidiger mit Heimrecht gegen einen kämpferischen Außenseiter mit Pokalerfahrung. Die Datenlage spricht jedoch eine relativ klare Sprache zugunsten der Schwaben. Drei Empfehlungen auf Basis unserer Analyse:
VfB Stuttgart gewinnt & Über 1,5 Tore im Spiel
Die Kombination aus Stuttgarter Heimsieg und mindestens zwei Toren im Spiel ist angesichts der Datenlage nahezu ein Selbstläufer. In den letzten fünf Heimspielen des VfB gegen Freiburg fielen stets mindestens zwei Tore – meist deutlich mehr. Die Stuttgarter Offensivkraft zu Hause (50 Saisontore, davon ein Großteil in der MHPArena) und die Freiburger Auswärtsschwäche (durchschnittlich über 2 Gegentore auswärts) machen diesen Tipp zu einer soliden Grundlage. Die Quote von rund 1,75 bietet ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis.
Unter 4,5 Tore im Spiel
Trotz der torreich anmutenden Bilanz im Direktvergleich ist zu beachten, dass es sich hier um ein Pokalhalbfinale handelt. Der Druck ist enorm, der Einzug ins Finale steht auf dem Spiel. Freiburg wird deutlich defensiver agieren als in der Bundesliga und versuchen, das Spiel eng zu halten. Die letzten drei Pokalspiele des SC gingen allesamt über 90 Minuten ohne Torfestival aus (2:0, 2:0, 0:0 nach 90 Min.). Wir erwarten ein intensives, aber kein ausuferndes Spiel – 2:0 oder 2:1 als wahrscheinlichstes Ergebnis. Die Quote von rund 1,35 eignet sich besonders als Absicherung in Kombiwetten.
Deniz Undav trifft jederzeit
Der deutsche Nationalspieler ist in der Form seines Lebens. 16 Bundesliga-Tore in dieser Saison, dazu die historische Bilanz gegen Freiburg: In den letzten Heimspielen gegen den SC hat Undav regelmäßig getroffen. Sein Torriecher, seine Positionierung im Strafraum und die offensiven Freiheiten, die er unter Hoeneß genießt, machen ihn zum logischen Kandidaten für einen Treffer. Bei einer Quote von rund 1,85 sehen wir hier einen lohnenswerten Einzeltipp.
- Sieg Stuttgart & Über 1,5 Tore: 1,75
- Unter 4,5 Tore: 1,35
- Deniz Undav trifft: 1,85
Unser Fazit zum Pokalhalbfinale
Der VfB Stuttgart geht verdient als Favorit in dieses Halbfinale. Die Kombination aus Heimvorteil, überlegener Form, individueller Klasse und der Motivation als Titelverteidiger gibt den Schwaben einen deutlichen Vorteil. Freiburgs Auswärtsschwäche und die jüngste Negativserie sprechen zusätzlich gegen die Breisgauer. Dennoch darf man den SC nicht unterschätzen: Die Standardstärke um Grifo, die Pokalerfahrung und die Mentalität unter Schuster können immer für eine Überraschung gut sein. Wir rechnen mit einem umkämpften Spiel, in dem sich Stuttgart am Ende aber durchsetzt – und den Weg Richtung Berlin fortsetzt.
Quote sichern
Sicherheitshinweis
Glücksspiel kann süchtig machen. Die in diesem Artikel genannten Tipps und Prognosen stellen keine Gewinngarantie dar und dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Wir empfehlen allen Lesern, verantwortungsvoll mit Sportwetten umzugehen.
Wichtige Hinweise:
- Setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie sich leisten können
- Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt
- Spielen Sie niemals unter Alkohol- oder Drogeneinfluss
- Setzen Sie sich persönliche Limits (Zeit & Geld)
- Wetten Sie niemals, um Verluste auszugleichen
Hilfe bei Spielsucht:
Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Probleme mit Glücksspiel haben, kontaktieren Sie bitte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
- Online: www.check-dein-spiel.de
- Online: www.spielen-mit-verantwortung.de
Dieser Artikel enthält Wettempfehlungen für Unterhaltungszwecke. Bitte informieren Sie sich über die Teilnahmebedingungen und Quoten direkt bei lizenzierten Wettanbietern. Alle Quoten sind Richtwerte und können variieren.


