Das Rückspiel in der MHPArena ist eine Formsache: Stuttgart geht mit einem 4:1-Polster aus dem Hinspiel im Celtic Park in die zweite Runde und muss in Stuttgart lediglich verwalten. Celtic steht vor einer Mission Impossible – und unser Expertenblick zeigt, dass diese Partie trotz der Vorentscheidung interessante Wettmärkte bereithält.
Die Europa-League-Playoffs 2025/26 hätten für Celtic Glasgow kaum schlimmer beginnen können. Im legendären Celtic Park, einem der stimmungsvollsten Stadien Europas, zog der VfB Stuttgart dem schottischen Meister mit einem überzeugenden 4:1-Auswärtssieg den Boden unter den Füßen weg. Bilal El Khannouss traf doppelt (15./28.), Jamie Leweling erhöhte nach der Pause (57.) und Joker Tiago Tomás setzte kurz vor Abpfiff den Schlusspunkt (90.+3). Celtic-Treffer von Benjamin Nygren war nur Ergebniskosmetik. Im Rückspiel am Donnerstag (18:45 Uhr, MHPArena Stuttgart) braucht Celtic nun mindestens vier Tore ohne Gegentreffer, um das Achtelfinale noch zu erzwingen – ein Szenario, das auf dem Papier schlichtweg unrealistisch ist.
Formbetrachtung: VfB Stuttgart

Der 4:1-Sieg in Glasgow war kein Ausreißer, sondern Beleg für die tatsächliche Qualität dieser Mannschaft. In den letzten fünf Pflichtspielen holte der VfB vier Siege und kassierte lediglich eine Niederlage (1:2 bei St. Pauli in der Bundesliga). Vor eigenem Publikum sind die Schwaben nochmals stabiler: Der 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln und das 1:0 gegen SC Freiburg unterstreichen die defensive Ordnung im eigenen Stadion. Die MHPArena mit ihren 60.449 Plätzen wird beim Rückspiel ein Hexenkessel sein – diesmal allerdings für den Gastgeber.
Besondere Aufmerksamkeit verdient Bilal El Khannouss. Der Marokkaner ist mit vier Treffern Stuttgarts bester Europa-League-Torschütze und in einem bemerkenswerten Rausch – er stellte mit seinem Doppelpack im Celtic Park einen Vereinsrekord für jüngste Doppeltorschützen im Europapokal seit Mario Gómez 2005 auf. Auch Deniz Undav (zwölf Bundesligatore in 18 Spielen) und Ermedin Demirović (sieben Tore in 13 Ligapartien trotz langer Verletzung) gehören zu den gefährlichsten Angreifern in der laufenden Europa-League-Saison.
Ein wichtiger Faktor: Abwehrchef Jeff Chabot fehlt gesperrt (Gelbsperre nach Foul im Hinspiel). Das ist ein nennenswerter Ausfall in der Innenverteidigung, dürfte die Gesamtlage für Stuttgart aber angesichts des komfortablen Vorsprungs nicht wesentlich verändern. Zudem ist Dan-Axel Zagadou (Sehnenverletzung) fraglich, und Justin Diehl (Muskelverletzung, ca. 1-2 Wochen) fällt weiterhin aus.
Schlüsselspieler VfB Stuttgart
| Spieler | Position | EL-Tore | Liga-Tore | Besonderheit |
| Bilal El Khannouss | Offensives MF | 4 | – | Doppelpacker im Hinspiel |
| Deniz Undav | Sturm | – | 12 in 18 Spielen | Torgefährlichster Stürmer |
| Ermedin Demirović | Sturm | – | 7 in 13 Spielen | Starke Rückkehr nach Verletzung |
| Jamie Leweling | Flügel | 1 | – | Nationalspieler, Torschütze im Hinspiel |
Aktuelle Leistungsbewertung: Celtic Glasgow

Innerhalb des schottischen Ligabetriebs zeigt Celtic deutlich bessere Resultate. In den letzten vier Pflichtspielen vor dem Rückspiel holten die Schotten drei Siege (2:3 in Kilmarnock, 2:1 gegen Livingston, 2:1 gegen Dundee FC, 2:0 gegen Falkirk). Das Problem: Auf europäischem Niveau ist die Qualität schlicht nicht vorhanden, um Stuttgart aus der Ruhe zu bringen. Celtic hat im Celtic Park zwar eine besondere Atmosphäre, diese spielt in Stuttgart jedoch keine Rolle mehr.
Die Ausfälle sind erheblich: Jota (Kreuzbandriss, Saisonaus) und Cameron Carter-Vickers (Achillessehnenverletzung, Saisonaus) fehlen definitiv. Alistair Johnston (Oberschenkelzerrung) und Adam Montgomery (Wadenverletzung) sind ebenfalls fraglich. Arne Engels (Oberschenkelverletzung, 1-2 Wochen) ist im besten Fall knapp dabei. Damit fehlen den Schotten zentrale Leistungsträger in Defensive und Mittelfeld – ein gravierendes Handicap für ein Team, das ohnehin vier Tore mehr schießen muss als kassiert.
Schlüsselspieler Celtic Glasgow
| Spieler | Position | Saisonstatistik | Status |
| Benjamin Nygren | Flügel | Bester Celtic-Scorer | Fit (Hinspiel-Torschütze) |
| Reo Hatate | Zentrales MF | Spielmacher | Fit |
| Kelechi Iheanacho | Sturm | Neuzugang | Fit |
| Arne Engels | Zentrales MF | Schlüsselspieler | Fraglich (Oberschenkel) |
Direktvergleich der Teams
Der Direktvergleich zwischen dem VfB Stuttgart und Celtic Glasgow ist überschaubar, aber hochinteressant. Das einzige Pflichtspielduell vor dieser Saison fand in der Saison 2002/03 im Achtelfinale des UEFA-Pokals statt – damals ebenfalls mit Martin O’Neill auf der Celtic-Bank. Die Schotten setzten sich damals nach Hin- und Rückspiel mit 5:4 (3:1, 2:3) durch, ehe Stuttgart das Rückspiel zwar gewann, aber insgesamt ausschied.
Nun kehrt O’Neill zurück – als Verlierer des Hinspiels. Historische Parallelen hin oder her: Der VfB Stuttgart des Jahres 2026 ist ein anderes Kaliber als die Mannschaft von damals. Das 4:1 im Celtic Park ist die deutlichste Aussage, die man im Hinblick auf dieses Duell treffen kann.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb | Austragungsort |
| 19.02.2026 | Celtic Glasgow 1:4 VfB Stuttgart | Europa League Playoff Hinspiel | Celtic Park, Glasgow |
| 27.02.2003 | VfB Stuttgart 3:2 Celtic Glasgow | UEFA-Pokal Achtelfinale Rückspiel | Gottlieb-Daimler-Stadion |
| 20.02.2003 | Celtic Glasgow 3:1 VfB Stuttgart | UEFA-Pokal Achtelfinale Hinspiel | Celtic Park, Glasgow |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Letzte 5 Spiele (neueste zuerst) |
| VfB Stuttgart | S (4:1 Celtic) – S (3:1 Köln) – N (1:2 St. Pauli) – S (3:0 Kiel) – S (1:0 Freiburg) |
| Celtic Glasgow | N (1:4 Stuttgart) – S (3:2 Kilmarnock) – S (2:1 Livingston) – S (2:1 Dundee FC) – S (2:0 Falkirk) |
Taktische Betrachtung
Der VfB Stuttgart unter Hoeneß ist kein Team, das tief steht und auf den Konter wartet – aber in dieser speziellen Situation ist es naheliegend, dass die Schwaben zunächst defensiv stabil auftreten und die Kontrolle über das Spiel übernehmen. Mit dem 3:0-Vorsprung auf Aggregatebasis genügt Stuttgart sogar eine Niederlage mit bis zu zwei Toren Differenz, um weiterzukommen. Das gibt dem Team die Freiheit, geduldig zu agieren.
Celtic hingegen befindet sich in einem taktischen Dilemma: Sie müssen aggressiv angreifen und möglichst früh treffen, um überhaupt eine Dynamik zu erzeugen. Das bedeutet automatisch, dass Räume entstehen – und genau darin liegt Stuttgarts Stärke. El Khannouss, Undav und Demirović sind Weltklasse im Kontern. Ein frühes Gegentor für Celtic würde die Mission endgültig begraben.
Im Hinspiel zeigte Celtic kaum Mittel gegen Stuttgarts gut organisiertes Pressing und hatte zu wenig individuelle Klasse, um die Stuttgarter Defensive zu überwinden. Ohne Jota, Carter-Vickers und Johnston fehlen in Glasgow drei Spieler, die das Spiel hätten verändern können.
Wetterprognose Stuttgart – 26. Februar 2026
In Stuttgart sind für den späten Februar nach aktuellem Trend Temperaturen um 5-8 °C zu erwarten, mit bewölktem Himmel und mäßigem Westwind. Der Anpfiff um 18:45 Uhr fällt in die Dämmerung bei möglichen Plusgraden knapp über dem Gefrierpunkt – klassische Winterbedingungen für Fußball in Baden-Württemberg. Der Rasen in der MHPArena dürfte tadellos bespielbar sein; nennenswerten Einfluss auf das Spielgeschehen hat das Wetter in diesem Zwei-Tore-Abstand-Duell nicht.
Voraussichtliche Startformationen
VfB Stuttgart (voraussichtlich)
Nübel – Vagnoman, Hendriks, Stiller (oder Zagadou, falls fit) – Mittelstädt – Karazor, Angelo Stiller – Leweling, El Khannouss – Undav, Demirović
Anmerkung: Chabot (gesperrt) fällt aus. Die Innenverteidigung muss neu organisiert werden. Zagadou (Sehnenverletzung) ist möglicherweise zurück.
Celtic Glasgow (voraussichtlich)
Schmeichel – O’Riley, Hauptmann, Taylor – Engels (fraglich) – Hatate, McGregor – Yang Hyun-Jun, Bernardo – Nygren, Iheanacho
Anmerkung: Ohne Jota, Carter-Vickers, Johnston. Celtic muss offensiv zwingend agieren, was die Formation zwangsläufig offensiver gestaltet als üblich.
Unser VfB Stuttgart - Celtic Glasgow Experten Wett Tipp:
Stuttgart geht mit einem 4:1-Polster in das Rückspiel vor eigenem Publikum. Celtic steht vor einer rechnerisch fast unmöglichen Aufgabe: Vier Tore ohne Gegentreffer sind nötig, um zumindest die Verlängerung zu erzwingen. Wir gehen die Partie mit drei klar begründeten Tipps an, die die tatsächliche Dynamik dieser Partie widerspiegeln.
EMPFEHLUNG 1 – VfB Stuttgart Sieg: Kontrolle und Klasse
Stuttgart ist zu Hause stark, in exzellenter Form und muss kein Risiko eingehen. Celtic wird zwar versuchen müssen, früh zu treffen, aber die individuelle Qualität der Schwaben – besonders im Angriff – ist zu überlegen. Ein Sieg des Gastgebers ist das wahrscheinlichste Ergebnis: Der VfB wird nicht passiv sein, sondern Celtic früh unter Druck setzen und die Räume nutzen, die das Pressing der Schotten zwangsläufig lässt.
EMPFEHLUNG 2 – Über 2,5 Tore: Offenes Spiel mit klarem Kräfteverhältnis
Celtics Zwangslage sorgt für ein offenes Spiel: Die Schotten müssen angreifen und entstellen dadurch ihr defensives Gleichgewicht. Stuttgarts Kontermaschine mit El Khannouss, Undav und Demirović ist in dieser Situation der ideale Abnehmer. Das Hinspiel hatte bereits fünf Tore. Auch im Rückspiel ist mit einer torhungrigen Partie zu rechnen, zumal Celtic beim ersten Stuttgarter Gegentreffer alles riskieren muss.
EMPFEHLUNG 3 – Bilal El Khannouss erzielt einen Treffer: Der Mann der Stunde
El Khannouss ist in einem außergewöhnlichen Europa-League-Rausch: vier Tore in dieser Saison, doppelt getroffen im Hinspiel, jüngster VfB-Doppelpacker im Europapokal seit Mario Gómez 2005. Zu Hause vor dem eigenen Publikum, gegen einen geschwächten Celtic-Block mit offenen Räumen, ist der Marokkaner der naheliegendste Torschütze des Abends. Diese Torschützen-Wette bietet im Vergleich zur nüchternen Sieg-Quote erheblich mehr Gegenwert.
- VfB Stuttgart Sieg: ca. 1,40
- Über 2,5 Tore: ca. 1,65
- Bilal El Khannouss trifft jederzeit: ca. 2,00
Fazit
Diese Partie ist für Celtic eine Fußnote, für Stuttgart eine Pflichterfüllung auf dem Weg ins Achtelfinale. Der VfB wird nicht leichtfertig agieren, aber die Klasse im Kader ist zu deutlich überlegen, als dass Celtic irgendetwas ausrichten könnte. Wer einen nüchternen, faktenbasierten Ansatz sucht, setzt auf den Sieg der Stuttgarter – kombiniert mit dem Über-2,5-Tore-Markt ergibt sich eine solide Kombination mit realistischem Mehrwert gegenüber dem nackten Sieg-Tipp.
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