Am 24. Spieltag der 3. Liga empfängt der aufstiegsambitionierte SC Verl die formkriselnde TSG Hoffenheim II in der Sportclub Arena. Verl will nach der Niederlage in Duisburg zurück in die Spur finden, während die Kraichgauer seit Wochen den Anschluss ans obere Tabellendrittel verlieren. Wir erwarten einen klaren Heimsieg des Sportclubs.
Am Valentinstag 2026 stehen sich in Verl zwei Teams gegenüber, die aktuell in völlig verschiedenen Welten leben. Der SC Verl rangiert mit 41 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz und ist mittendrin im Aufstiegsrennen – nur drei Zähler trennen die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl vom Spitzenreiter Energie Cottbus. Die TSG Hoffenheim II dagegen hat nach drei Niederlagen in vier Ligaspielen den Kontakt zur oberen Tabellenhälfte verloren und steht mit 32 Punkten auf Rang elf. Das Hinspiel im September gewann Verl verdient mit 4:2 in Hoffenheim. Die Vorzeichen für dieses Duell könnten kaum eindeutiger sein: Der Sportclub ist zu Hause eine Macht und wird die Punkte brauchen, um im engen Aufstiegskampf dranzubleiben. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und möglichem Schneefall in Ostwestfalen wird es zudem eine Partie, in der Mentalität und Physis den Unterschied machen dürften.
Formbetrachtung: SC Verl

Die vergangenen fünf Ligaspiele zeigen das typische Muster der Strobl-Elf: offensiv stark, aber auswärts verwundbar. Dem 5:2-Kantersieg gegen Waldhof Mannheim zum Rückrundenauftakt folgte eine knappe 1:2-Niederlage in Wiesbaden. Danach zerlegte Verl den VfB Stuttgart II mit 4:0 im Heimspiel, ehe es zuletzt beim Topspiel in Duisburg eine 2:4-Niederlage setzte. Auffällig: In Verls Heimspielen fallen regelmäßig viele Tore, was für ein konsequent offensives Spielkonzept spricht.
Trainer Tobias Strobl, der im Sommer 2025 von der U23 des FC Augsburg nach Verl wechselte, hat der Mannschaft eine klare Handschrift verpasst. Sein Team agiert mutig nach vorne, sucht den Ball und setzt auf schnelles Umschaltspiel. Die Dreier- bzw. Fünferkette gibt defensive Stabilität, während die Flügelzange aus Oualid Mhamdi und Fynn Otto für Tiefe sorgt.
Schlüsselspieler SC Verl
| Spieler | Position | Besonderheit | Alter |
| Alessio Besio | Sturm | Torjäger, Hattrick vs. Mannheim | 21 |
| Oualid Mhamdi | Verteidigung | 2 Tore im Hinspiel, offensivstark | 24 |
| Berkan Taz | Mittelfeld | Spielmacher, Taktgeber | 23 |
| Dennis Waidner | Mittelfeld | Zweikampfstark, Ballverteiler | 25 |
| Dominik Steczyk | Mittelfeld | Joker-Qualitäten, Tor im Hinspiel | 22 |
Auf der Verletztenliste stehen Paul Lehmann (Innenbandverletzung im Sprunggelenk) und Langzeitausfall Alem Japaur (Kreuzbandriss). Der Kader ist dennoch breit genug aufgestellt, um diese Ausfälle zu kompensieren.
Aktuelle Leistungsbewertung: TSG Hoffenheim II

Das Problem liegt auf der Hand: Die junge Mannschaft hat in der Rückrunde die defensive Stabilität verloren. 13 Gegentore in fünf Spielen bedeuten einen Schnitt von 2,6 Gegentreffern pro Partie – ein Wert, der auf Drittliga-Niveau schlicht zu hoch ist. Die Auswärtsbilanz ist ebenfalls alarmierend: Hoffenheim II konnte diese Saison nur selten in der Fremde punkten, und die Reise ins kalte Ostwestfalen verspricht wenig Besserung.
Trainer Stefan Kleineheismann steht vor dem Problem, dass das Vertrauen seiner jungen Spieler nach vier Pflichtspielen ohne Sieg angekratzt ist. Als Zweitvertretung eines Bundesligisten unterliegt Hoffenheim II zudem der U23-Regelung, was den Kader in der Tiefe begrenzt. Hinzu kommen gewichtige Ausfälle.
Schlüsselspieler TSG Hoffenheim II
| Spieler | Position | Besonderheit | Alter |
| Ayoube Amaimouni-Echghouyab | Offensive | Torschütze im Hinspiel | 20 |
| Paul Hennrich | Offensive | Torschütze im Hinspiel, kreativ | 21 |
| Ruben Reisig | Mittelfeld | Sechser, Taktgeber | 22 |
| Luka Djuric | Offensive | Technisch stark, Spielgestalter | 21 |
| Valentin Lässig | Verteidigung | Kapitän, Abwehrchef | 22 |
Schwerwiegend sind die Ausfälle von Blessing Makanda (Operation), Kelven Frees (Knöchelbruch) und Tiago Poller (Bänderriss). Gerade in der Defensive fehlt damit wichtige Substanz – ein entscheidender Nachteil bei einem Auswärtsspiel gegen den viertplatzierten SC Verl.
Direktvergleich der Teams
Das bisherige Aufeinandertreffen in dieser Saison fiel eindeutig zugunsten des SC Verl aus. Am 5. Spieltag gewannen die Ostwestfalen trotz zweifachen Rückstands noch mit 4:2 im Dietmar-Hopp-Stadion. Besonders die Schlussphase war bemerkenswert: Nachdem Verl-Trainer Strobl offensiv wechselte und Hoffenheims Joker Llugiqi die Gelb-Rote Karte sah, drehte der Sportclub das Spiel innerhalb von knapp zwei Minuten. Oualid Mhamdi war mit zwei Toren der Matchwinner, Dominik Steczyk und Jonas Arweiler trugen ebenfalls zum Auswärtssieg bei. Diese Partie zeigte exemplarisch die Mentalität und Comeback-Qualität der Verler Mannschaft.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 13.09.2025 | TSG Hoffenheim II 2:4 SC Verl | 3. Liga, 5. Spieltag |
Die Bilanz spricht mit einem Sieg aus einem Duell klar für Verl. Zudem kennt die Strobl-Elf die Spielweise der TSG bestens und wird aus der Erfahrung des Hinspiels die richtigen Schlüsse ziehen. Hoffenheim II müsste sich im Rückspiel also deutlich steigern, um ein anderes Ergebnis zu erzielen – angesichts der aktuellen Formkurve erscheint das unwahrscheinlich.
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| SC Verl | N (2:4 Duisburg) – S (4:0 Stuttgart II) – N (1:2 Wehen) – S (5:2 Mannheim) – S (2:0 1860 München) |
| TSG Hoffenheim II | U (2:2 Rostock) – N (1:3 Cottbus) – N (2:3 Aachen) – N (0:4 Havelse) – S (3:1 Wehen) |
Der Formvergleich fällt eindeutig aus: Verl holte neun Punkte aus fünf Spielen (drei Siege, zwei Niederlagen), Hoffenheim II magere vier Punkte (ein Sieg, ein Unentschieden, drei Niederlagen). Besonders die Auswärtsschwäche der TSG ist bedenklich – bei Havelse setzte es sogar ein 0:4, und auch in Cottbus war die Mannschaft beim 1:3 chancenlos.
Taktische Betrachtung
Tobias Strobl lässt seinen SC Verl meist in einem 3-4-3 oder 3-5-2 auflaufen, das im Ballbesitz zu einer offensiven Formation mutiert. Die Dreierkette um Martin Ens, Michel Stöcker und Fynn Otto gibt Stabilität, während die Schienenspieler Oualid Mhamdi und Niko Kijewski für Breite und Tiefe sorgen. Im Zentrum geben Berkan Taz als kreativer Kopf und Dennis Waidner als Stabilisator den Rhythmus vor. Spitze Alessio Besio ist der klassische Neuner, der sich aber auch ins Kombinationsspiel fallen lässt.
Die TSG Hoffenheim II unter Stefan Kleineheismann setzt ebenfalls auf ein offensives Konzept mit jungen, technisch begabten Spielern. Das Problem: In der aktuellen Phase fehlt die Kompaktheit in der Defensive, und die Ausfälle von Frees und Poller in der Abwehr wiegen schwer. Kleineheismann muss improvisieren, was gegen eine eingespielten Verler Offensivabteilung zum Problem werden dürfte.
Entscheidend wird sein, ob Hoffenheim II den Verler Offensivdrang eindämmen kann. In der Sportclub Arena erzielte Verl in dieser Saison durchschnittlich fast 2,5 Tore pro Heimspiel – ein Wert, der zeigt, wie schwer es ist, hier zu bestehen. Wir rechnen damit, dass Verl von Beginn an Druck aufbaut und die angeschlagene TSG-Defensive früh unter Stress setzt.
Wettereinfluss
Die Wetterprognose für Verl am 14. Februar sagt Temperaturen um den Gefrierpunkt (Höchstwert 0,4°C) bei einer Schneefallwahrscheinlichkeit von 20 Prozent voraus. Auf dem möglicherweise schweren Geläuf dürfte Verls physische Präsenz und Heimvorteil noch stärker ins Gewicht fallen. Die jungen Hoffenheimer könnten mit den winterlichen Bedingungen in Ostwestfalen zu kämpfen haben.
Voraussichtliche Startformationen
SC Verl (3-4-3)
Schulze – Ens, Stöcker, F. Otto – Mhamdi, Waidner, Taz, Kijewski – Y. Otto, Besio, Gayret
TSG Hoffenheim II (4-3-3)
Petersson – Erlein, Lührs, Lässig, Behrens – Reisig, Djuric, Hennrich – Amaimouni-Echghouyab, Zeitler, Mokwa
Unser SC Verl - TSG Hoffenheim II Experten Wett Tipp:
Die Datenlage spricht eine klare Sprache in diesem Duell am 24. Spieltag der 3. Liga. SC Verl ist zu Hause eine Bank, steht im Aufstiegsrennen und muss nach der Duisburg-Pleite reagieren. Hoffenheim II dagegen ist seit fünf Spielen sieglos und hat in der Defensive massive Probleme. Unsere Analyse ergibt folgende Empfehlungen:
SC Verl gewinnt mit mindestens 2 Toren Vorsprung (Handicap -1)
Die Kombination aus Verls Heimstärke (29:13 Tore daheim), der TSG-Auswärtsschwäche und der aktuellen Formkrise der Gäste legt einen deutlichen Heimsieg nahe. Bereits im Hinspiel gewann Verl mit zwei Toren Differenz (4:2). Die defensiven Ausfälle bei Hoffenheim II (Frees, Poller, Makanda) verschärfen die Problematik. Bei winterlichen Bedingungen sehen wir Verl als klaren Sieger mit Handicap.
SC Verl erzielt über 1,5 Tore
Mit 56 Saisontoren hat Verl den besten Angriff der 3. Liga. Zu Hause erzielte der Sportclub in 12 Spielen 29 Tore – ein Schnitt von 2,42 pro Partie. Gegen die aktuell löchrige Hoffenheimer Defensive (13 Gegentore in 5 Spielen) rechnen wir fest mit mindestens zwei Verler Treffern. In den letzten drei Heimspielen schoss Verl 5:2, 4:0 und 0:0 (gegen RW Essen als Ausnahme). Diese Wette bietet bei überschaubarem Risiko soliden Ertrag.
Über 2,5 Tore im Spiel
Beide Teams stehen für torreiche Partien. Verl kommt auf einen Schnitt von 3,9 Toren pro Heimspiel, Hoffenheim II weist 45 erzielte Saisontore auf und lässt auch auswärts offensiv spielen. Das Hinspiel endete 2:4, und in vier der letzten fünf Verler Heimspiele fielen mindestens drei Tore. Die Wahrscheinlichkeit für ein torreiches Spiel ist hoch.
- SC Verl Handicap -1: 2,35
- SC Verl Über 1,5 Tore: 1,55
- Über 2,5 Tore: 1,65
Unser Gesamteindruck
Der SC Verl wird dieses Heimspiel nutzen, um im Aufstiegsrennen ein Zeichen zu setzen. Die TSG Hoffenheim II ist der ideale Gegner zum richtigen Zeitpunkt – formkriselt, auswärts schwach und in der Defensive personell geschwächt. Die eisigen Temperaturen dürften die Mentalität der erfahreneren Verler Mannschaft zusätzlich begünstigen. Unser Haupttipp ist der Verler Sieg mit Handicap -1 bei einer Quote von 2,35.
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