Am Sonntagabend empfängt Werder Bremen den VfB Stuttgart zum 14. Spieltag der Bundesliga 2025/26. Während die Bremer nach der Derby-Niederlage in Hamburg wieder in die Erfolgsspur finden wollen, reist Stuttgart stark angeschlagen nach zwei Pleiten in Folge ans Weserstadion. Die Vorzeichen für eine offene Partie könnten kaum besser sein.
Nach 13 absolvierten Spieltagen steht Werder Bremen mit 16 Punkten auf Platz 11 der Tabelle, während der VfB Stuttgart als Sechster mit 22 Zählern noch voll im Rennen um die internationalen Plätze liegt. Beide Teams kommen jedoch mit Niederlagen im Gepäck: Bremen unterlag im emotionalen Nordderby dem Hamburger SV mit 2:3, Stuttgart kassierte eine bittere 0:5-Klatsche gegen den FC Bayern München. Diese unterschiedlichen Ausgangssituationen versprechen eine spannende Begegnung am Sonntagabend.
Formbetrachtung: Werder Bremen sucht Heimstabilität

Die Statistik der letzten fünf Bundesligaspiele offenbart das Dilemma: Ein Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen bedeuten durchschnittlich einen Punkt pro Spiel – eindeutig zu wenig für die Ansprüche im Bremer Lager. Trainer Horst Steffen haderte nach dem Derby vor allem mit der defensiven Absicherung: “Wir haben nicht kompakt verteidigt und standen zu offen”, analysierte er die Gegentreffer kritisch.
Positiv hervorzuheben ist jedoch die offensive Durchschlagskraft im eigenen Stadion. Werder traf in den letzten sechs Heimspielen stets mindestens doppelt – eine beeindruckende Quote, die Stuttgart Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Torjäger Jens Stage steht bereits bei fünf Saisontoren und erwies sich im HSV-Spiel erneut als Führungsfigur, während Justin Njinmah mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 seine Wichtigkeit für das offensive Spiel unterstrich.
Die personelle Situation ist allerdings angespannt: Mit Maximilian Wöber, Felix Agu, Mitchell Weiser und Salim Musah fallen vier wichtige Akteure verletzungsbedingt aus. Besonders der Ausfall von Weiser auf der rechten Abwehrseite schmerzt, da er sowohl defensiv als auch offensiv eine tragende Rolle einnimmt.
Schlüsselspieler Werder Bremen
| Spieler | Position | Tore | Assists | Einsätze | Stärken |
| Jens Stage | Mittelfeld | 5 | 2 | 13 | Distanzschüsse, Zweikämpfe |
| Justin Njinmah | Sturm | 3 | 1 | 11 | Tempo, Abschluss |
| Romano Schmid | Mittelfeld | 2 | 3 | 13 | Spieleröffnung, Pressing |
Aktuelle Leistungsbewertung: VfB Stuttgart in der Krise

“Wir kommen diesmal nicht so in das Spiel, wie wir uns das vorgenommen hatten”, haderte Hoeneß nach der Heimpleite gegen den Rekordmeister. Tatsächlich fehlte es dem VfB an jenem Zugriff, der die Mannschaft in der Vorsaison zum Vizemeister gemacht hatte. Die Bilanz von einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen aus den jüngsten fünf Partien dokumentiert den Negativtrend eindrücklich.
Besonders problematisch: Die Verletzungsmisere erreicht einen kritischen Punkt. Mit Ermedin Demirovic fällt der Hauptstürmer aus, der in dieser Saison bereits wichtige Tore beisteuerte. Dazu gesellen sich weitere Ausfälle: Bilal El Khannouss, Dan-Axel Zagadou, Luca Jaquez, Yannik Keitel und Justin Diehl stehen alle nicht zur Verfügung. Als wäre das nicht genug, muss Stuttgart auch noch auf Lorenz Assignon verzichten – der Rechtsverteidiger sah im Bayern-Spiel nach einem absichtlichen Handspiel auf der Torlinie die Rote Karte.
Diese personellen Probleme zwingen Hoeneß zu einem Umdenken in der taktischen Ausrichtung. Deniz Undav, der zuletzt eine starke Phase durchlebte und sechs Bundesliga-Tore des VfB in Folge erzielte, trägt nun noch mehr Verantwortung. Jamie Leweling und Chris Führich müssen auf den Flügeln für die nötige Dynamik sorgen, während Angelo Stiller im Mittelfeld die Fäden ziehen muss.
Immerhin kann Stuttgart auf eine grundsätzlich intakte Offensive verweisen: In jedem der 13 Saisonspiele trafen die Schwaben mindestens einmal – Konstanz, die gegen defensiv anfällige Bremer Gold wert sein könnte.
Schlüsselspieler VfB Stuttgart
| Spieler | Position | Tore | Assists | Einsätze | Stärken |
| Deniz Undav | Sturm | 6 | 2 | 12 | Abschluss, Kopfball |
| Jamie Leweling | Flügel | 4 | 3 | 13 | Dribbling, Tempo |
| Angelo Stiller | Mittelfeld | 1 | 4 | 13 | Spielaufbau, Pässe |
Direktvergleich der Teams: Ausgeglichene Historie
Die Bundesliga-Bilanz zwischen beiden Traditionsklubs ist nahezu perfekt ausgeglichen. Von 47 Aufeinandertreffen in der höchsten deutschen Spielklasse konnte Werder Bremen 17 Siege verbuchen, während der VfB Stuttgart 16 Mal als Sieger vom Platz ging. 14 Partien endeten unentschieden – eine Statistik, die die Ausgeglichenheit dieser Paarung unterstreicht.
Interessant: In Bremen endete noch nie eine Begegnung torlos. Die durchschnittliche Torausbeute von 3,21 Toren pro Spiel verspricht auch diesmal Spektakel. In den letzten fünf Direktduellen dominierte allerdings Stuttgart mit drei Siegen, während Werder nur einmal gewinnen konnte und eine Partie remis endete.
Die jüngsten Aufeinandertreffen zeigen einen klaren Trend: Im April 2025 siegte Stuttgart auswärts mit 1:2, nachdem Oliver Burke zweimal für die Schwaben getroffen hatte. Noch deutlicher fiel das Hinspiel der aktuellen Saison aus – am 30. November 2024 gewann Stuttgart in Bremen mit 2:2, wobei Ermedin Demirovic beide Stuttgarter Treffer erzielte. Allerdings: Demirovic steht diesmal verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, was die Vorzeichen für Bremen verbessert.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb | Torschützen |
| 13.04.2025 | 1:2 | Bundesliga | Stergiou / Burke (2) |
| 30.11.2024 | 2:2 | Bundesliga | Njinmah, Stage / Demirovic (2) |
| 21.04.2024 | 0:1 | Bundesliga | – / Silas |
| 02.12.2023 | 1:2 | Bundesliga | Ducksch / Guirassy, Führich |
| 05.02.2023 | 1:1 | Bundesliga | Füllkrug / Guirassy |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
Die Formkurven beider Mannschaften könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Werder Bremen zumindest zu Hause überzeugen konnte, präsentiert sich Stuttgart in einer ungewohnten Schwächephase.
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele | Punkte | Tore |
| Werder Bremen | N – U – U – S – N | 5 | 8:10 |
| VfB Stuttgart | N – N – N – U – S | 4 | 5:12 |
Bremens jüngste Resultate: 2:3 vs HSV (A), 1:1 vs Köln (H), 1:1 vs Wolfsburg (A), 2:1 vs Union Berlin (H), 0:2 vs RB Leipzig (A)
Stuttgarts jüngste Resultate: 0:5 vs Bayern (H), 1:2 vs HSV (A), 3:3 vs Dortmund (A), 2:2 vs Hoffenheim (H), 2:0 vs Leverkusen (H)
Taktische Betrachtung: Offensivduelle im Fokus
Beide Trainer stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen. Horst Steffen muss bei Werder Bremen die Balance zwischen offensiver Durchschlagskraft und defensiver Stabilität finden. Die letzten Auftritte zeigten, dass die Bremer zwar nach vorne durchaus gefährlich agieren, aber zu anfällig für Konter und schnelle Umschaltmomente sind.
Im Weserstadion dürfte Steffen auf eine offensive Ausrichtung setzen, um die Heimstärke auszuspielen. Ein 4-3-3-System mit Stage als zentralem Achter und den beiden Flügelstürmern Njinmah und Schmid scheint am wahrscheinlichsten. Die Marschroute ist klar: Frühes Pressing, schnelles Umschaltspiel und die Nutzung der Standards, bei denen Bremen traditionell gefährlich ist.
Sebastian Hoeneß steht vor einem Dilemma: Einerseits muss er die Defensive stabilisieren, andererseits darf die Offensive nicht einbrechen. Die Personalsorgen zwingen ihn zu Anpassungen. Ohne Demirovic wird Undav als alleinige Spitze agieren, unterstützt von Leweling und Führich. Im Mittelfeld ist Stabilität gefragt – Stiller und Karazor müssen die Räume verdichten und schnelle Gegenstöße unterbinden.
Interessant wird das Duell auf den Flügeln: Bremens offensive Außenbahnspieler gegen Stuttgarts dezimierte Defensive. Ohne Assignon und mit angeschlagenen Innenverteidigern könnte der VfB anfällig für schnelle Angriffe über die Außen werden. Genau dort liegt Bremens Stärke – besonders durch die Tempodribblings von Njinmah.
Ein weiterer Aspekt: Set-Pieces könnten spielentscheidend werden. Beide Teams haben Standards in dieser Saison als wichtige Torquelle etabliert. Mit den kopfballstarken Spielern auf beiden Seiten sind Standardsituationen ein Schlüsselfaktor.
Voraussichtliche Startformationen
Werder Bremen Aufstellung (4-3-3)
Zetterer – Pieper, Stark, Friedl, Deman – Lynen – Stage, Schmid – Weiser, Topp, Njinmah
Trainer: Horst Steffen
VfB Stuttgart Aufstellung (4-2-3-1)
Nübel – Vagnoman, Al-Dakhil, Hendriks, Mittelstädt – Stiller, Karazor – Leweling, Führich, Rieder – Undav
Trainer: Sebastian Hoeneß
Unser Werder Bremen - VfB Stuttgart Experten Wett Tipp:
Nach der Analyse aller verfügbaren Daten und unter Berücksichtigung der aktuellen Form sowie Verletzungslage bietet dieses Spiel mehrere interessante Wettmöglichkeiten. Die personelle Krise bei Stuttgart trifft auf einen heimstarken Bremer Gegner, der seine letzten Heimspiele überwiegend torreich gestaltete.
Beide Teams treffen: Die offensive Schwäche als Chance
Die Defensivreihen beider Teams zeigten zuletzt erhebliche Schwächen. Bremen kassierte im Derby drei Gegentore, Stuttgart gar fünf gegen Bayern. Gleichzeitig bewies Werder zu Hause Torgefährlichkeit (mindestens zwei Treffer in den letzten sechs Heimspielen), während Stuttgart trotz Krise in jedem Saisonspiel mindestens einmal traf. Die H2H-Statistik untermauert diese Einschätzung: Nur vier von 110 Pflichtspielen endeten torlos – nie in Bremen. Die Quote von etwa 1,70 für “Beide Teams treffen” spiegelt eine realistische Einschätzung wider.
Über 2,5 Tore: Tradition trifft auf aktuelle Schwächen
Die historische Torausbeute von 3,21 Toren pro Spiel im Direktvergleich ist beeindruckend. In Bremen fielen durchschnittlich sogar 3,4 Treffer pro Partie. Beide Teams kommen mit defensiven Problemen: Bremen ließ in den letzten fünf Spielen zehn Gegentore zu, Stuttgart kassierte in den letzten drei Partien zwölf Treffer. Bei Wettquoten um 1,75 für “Über 2,5 Tore” ergibt sich ein solides Value-Verhältnis.
Doppelte Chance 1X: Heimvorteil als Absicherung
Trotz Stuttgarts höherer Tabellenposition sprechen mehrere Faktoren für eine Absicherung in Richtung Heimmannschaft. Werder ist zu Hause stark (drei Heimsiege), während Stuttgart auswärts schwächelte (nur ein Auswärtssieg in den letzten drei Versuchen). Die massive Verletzungsmisere der Schwaben mit sieben Ausfällen, darunter Stammspieler wie Demirovic und Assignon, spricht für ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis. Die Quote von etwa 1,40 für 1X bietet eine sichere Variante bei nur moderatem Quotenanspruch.
- Beide Teams treffen: Quote 1,70
- Über 2,5 Tore: Quote 1,75
- Doppelte Chance 1X: Quote 1,40
Fazit: Heimvorteil trifft auf geschwächten Favoriten
Die Kombination aus Bremens Heimstärke, Stuttgarts Verletzungsproblemen und der traditionell torreichenBilanz dieser Paarung macht dieses Spiel zu einem schwer kalkulierbaren, aber unterhaltsamen Duell. Werder hat die Chance, die jüngsten Enttäuschungen zu vergessen und gegen einen angeschlagenen Top-6-Gegner zu punkten. Stuttgart hingegen muss eine Reaktion auf die Bayern-Klatsche zeigen und darf sich keine weiteren Punktverluste im Kampf um die internationalen Plätze erlauben. Ein torreiches Spiel mit Chancen für beide Seiten ist zu erwarten – wobei die Heimmannschaft leichte Vorteile besitzt.
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