Der Name Schlotterbeck ist im deutschen Profifußball längst ein Begriff. Während Bruder Nico bei Borussia Dortmund für Schlagzeilen sorgt, hat sich Keven Schlotterbeck beim FC Augsburg als wichtiger Leistungsträger etabliert. Doch wer ist der Innenverteidiger abseits des Rasens? Wir werfen einen Blick auf das Privatleben des Augsburger Abwehrspielers.
Steckbrief: Keven Schlotterbeck auf einen Blick
| Kategorie | Information |
| Vollständiger Name | Keven Matteo Schlotterbeck |
| Geburtsdatum | 28. April 1997 |
| Geburtsort | Weinstadt |
| Alter | 28 Jahre |
| Größe | 1,89 m |
| Gewicht | ca. 84-86 kg |
| Position | Innenverteidiger |
| Verein | FC Augsburg |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Trikotnummer | 31 |
| Starker Fuß | Links |
| Bruder | Nico Schlotterbeck (BVB) |
| Eltern | Marc und Susanne Schlotterbeck |
| @keven.schlotterbeck31 | |
| Geschätztes Gehalt | ca. 1,1-1,3 Mio. € p.a. |
| Marktwert | ca. 6-7 Mio. € |
Vom Weinstädter Nachwuchs zum Bundesliga-Profi
Keven Matteo Schlotterbeck erblickte am 28. April 1997 im württembergischen Weinstadt das Licht der Welt. Er wuchs gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Nico im Ortsteil Beutelsbach auf, eingebettet in eine fußballbegeisterte Familie. Dass der Sport schon früh eine zentrale Rolle in seinem Leben spielen würde, war angesichts der familiären Prägung kaum verwunderlich.
Seine fußballerische Reise begann bei der SG Weinstadt, bevor er in die Jugendabteilung der Stuttgarter Kickers wechselte. Über die TSG Backnang und den VfL Kirchheim/Teck führte sein Weg schließlich 2017 zum SC Freiburg. Dort schaffte der Linksfuß den Sprung vom Regionalliga-Spieler zum Bundesliga-Profi und feierte am 3. Februar 2019 beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart sein Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse.
Körperliche Voraussetzungen: Wie groß ist Keven Schlotterbeck?
Mit einer Körpergröße von 1,89 Metern und einem Gewicht von etwa 84 bis 86 Kilogramm bringt Keven Schlotterbeck ideale körperliche Voraussetzungen für einen modernen Innenverteidiger mit. Seine Kopfballstärke und Zweikampfhärte machen ihn zu einem unangenehmen Gegenspieler für jeden Stürmer.
Besonders auffällig: Der Abwehrspieler ist nicht nur defensiv zuverlässig, sondern auch offensiv gefährlich. In der Saison 2023/24 erzielte er als Leihspieler beim VfL Bochum fünf Tore und bereitete drei weitere vor, was ihn zu einem der torgefährlichsten Verteidiger der Liga machte.
Die Familie Schlotterbeck: Eine echte Fußball-Dynastie
Die Schlotterbecks sind eine Familie, in der Fußball mehr als nur ein Hobby ist. Kevens Eltern Marc und Susanne haben ihre beiden Söhne von Kindesbeinen an auf ihrem sportlichen Weg begleitet und unterstützt.
Vater Marc war selbst ein talentierter Amateurkicker bei den Stuttgarter Kickers, musste seine aktive Karriere jedoch bereits mit 18 oder 19 Jahren krankheitsbedingt beenden. Seine Leidenschaft für den Sport gab er an seine Söhne weiter. Mutter Susanne ist der emotionale Rückhalt der Familie und verpasst kaum ein Spiel ihrer Jungs. Bei zeitgleichen Ansetzungen von Keven und Nico teilen sich die Eltern auf oder stellen zu Hause zwei Fernseher nebeneinander, um beide Partien verfolgen zu können.
Besonders prägend war zudem Onkel Niels Schlotterbeck, der selbst eine erfolgreiche Profikarriere vorweisen kann. Mit über 200 Einsätzen in der 1. und 2. Bundesliga für Vereine wie die Stuttgarter Kickers, den SC Freiburg, Hansa Rostock und TSV 1860 München legte er den Grundstein für die fußballerische Tradition der Familie. Nach seinem Karriereende eröffnete Niels eine eigene Fußballschule, in der auch Keven und Nico ihre ersten Gehversuche machten und frühzeitig gefördert wurden.
Bruder Nico: Vom Kinderzimmer in die Nationalmannschaft
Die besondere Beziehung zwischen Keven und seinem zweieinhalb Jahre jüngeren Bruder Nico ist ein zentrales Element im Leben des Augsburger Verteidigers. Die beiden Schlotterbeck-Brüder begannen ihre Karriere gemeinsam bei der SG Weinstadt und durchliefen später zusammen die Jugendabteilungen der Stuttgarter Kickers.
Beim SC Freiburg standen die Geschwister zeitweise sogar gemeinsam auf dem Platz, da beide dieselbe Position als Innenverteidiger bekleiden. Am 29. Spieltag der Saison 2018/19 spielten sie bei der 1:2-Auswärtsniederlage in Bremen zusammen in der Startelf. Während Keven seinen Weg über Leihstationen bei Union Berlin und dem VfL Bochum fortsetzte, wechselte Nico 2022 zu Borussia Dortmund und entwickelte sich zum deutschen Nationalspieler.
Nico selbst beschrieb das Verhältnis der Brüder in einem Interview treffend: Er sei vielleicht der Lautere von beiden und habe mehr Selbstvertrauen. Seinem Bruder sage er manchmal, dass er davon ruhig ein bisschen mehr haben könne. Trotz der unterschiedlichen Karriereverläufe ist die Verbundenheit zwischen den Brüdern ungebrochen. Einen Tag nach seiner Vertragsunterschrift beim FC Augsburg im Sommer 2024 unterstützte Keven seinen Bruder beim EM-Achtelfinale gegen Dänemark in Dortmund.
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Keven Schlotterbeck und seine Freundin: Ein Leben abseits der Öffentlichkeit
Was sein Liebesleben angeht, hält sich Keven Schlotterbeck bedeckt. Anders als sein Bruder Nico, der während der Heim-EM 2024 mit seiner Freundin Sabrina und dem gemeinsamen Kind öffentlich auftrat, zeigt sich der Augsburger Verteidiger nur selten mit einer Partnerin.
Auf seinem Instagram-Kanal, dem etwa 37.000 Follower folgen, dominieren sportliche Inhalte und Bilder aus dem Trainingsalltag. Private Einblicke gewährt “Schlotti” nur selten. Ob der 28-Jährige derzeit in einer Beziehung lebt, bleibt sein Geheimnis. Er scheint seinen Fokus vollständig auf seine Karriere zu legen und schätzt die Privatsphäre abseits des Fußballplatzes.
Das Gehalt: Was verdient der Augsburg-Verteidiger?
Nach seinem Wechsel vom SC Freiburg zum FC Augsburg im Sommer 2024 dürfte sich Keven Schlotterbecks finanzielle Situation deutlich verbessert haben. Der Verein nutzte eine Ausstiegsklausel in Höhe von 2,5 Millionen Euro und sicherte sich damit einen erfahrenen Bundesliga-Verteidiger zum Schnäppchenpreis.
Das geschätzte Jahresgehalt des Innenverteidigers beim FC Augsburg liegt bei etwa 1,1 bis 1,3 Millionen Euro, was einem Wochenlohn von rund 22.000 bis 25.000 Euro entspricht. Damit gehört Schlotterbeck zu den besser verdienenden Spielern im Kader der Fuggerstädter. Sein aktueller Marktwert wird auf etwa 6 bis 7 Millionen Euro geschätzt, wobei er 2021 mit 7,5 Millionen Euro seinen bisherigen Höchstwert erreicht hatte.
Karriere-Highlight: Der Elfmeter, der Bochum rettete
Ein Moment, der Keven Schlotterbecks Nervenstärke unter Beweis stellte, ereignete sich im Mai 2024. In der Relegation zwischen dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf ging es um den Verbleib in der Bundesliga. Nach einer 0:3-Hinspielniederlage kämpfte sich Bochum im Rückspiel zurück und erzwang das Elfmeterschießen.
Als sechster Schütze trat Schlotterbeck an und verwandelte nervenstark zum 5:4, was den Bochumer Klassenerhalt besiegelte. Ein Tor, das seinen Kampfgeist und seine Mentalität perfekt verkörpert und ihm den Ruf eines echten Mentalitätsspielers einbrachte.
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