Das Viertelfinale der Frauen-EM 2025 erreicht am 18. Juli 2025 um 21:00 Uhr im Stadion Wankdorf in Bern seinen emotionalen Höhepunkt: Weltmeister Spanien trifft auf Gastgeber Schweiz. Während die Spanierinnen als souveräne Gruppensieger mit neun Punkten und 14:4 Toren ins K.o.-System einziehen, schaffte die Schweiz mit einem dramatischen 1:1 gegen Finnland erstmals in der EM-Geschichte den Sprung ins Viertelfinale. Trotz des Heimvorteils und der Märchen-Atmosphäre sprechen Klasse, Erfahrung und der historische Direktvergleich klar für Spanien als Favoriten.
Ein David-gegen-Goliath-Duell der besonderen Art erwartet die Fußballwelt in Bern. Spanien präsentierte sich in der Gruppenphase als das mit Abstand stärkste Team des Turniers und unterstrich eindrucksvoll, warum sie als Weltmeisterinnen nach der Schweiz reisten. Mit Siegen gegen Portugal (5:0), Belgien (6:2) und Italien (3:1) demonstrierten La Roja ihre offensive Wucht und taktische Überlegenheit. Die Schweiz hingegen schrieb bereits mit dem Erreichen des Viertelfinals Geschichte und kann in heimischer Atmosphäre auf das erste große Wunder der EM 2025 hoffen. Das Team von Pia Sundhage zeigte gegen Norwegen (1:2), Island (2:0) und im entscheidenden Spiel gegen Finnland (1:1) Kampfgeist und Leidenschaft, muss aber gegen den amtierenden Weltmeister über sich hinauswachsen.

Frauen EM: Spanien – Schweiz: Wetttipps & Prognose (18.07.25)
Formbetrachtung: Spanien
Spanien zeigt sich bei dieser EM in absoluter Topform und bestätigte den Status als Weltmeister mit drei überzeugenden Siegen in der Gruppenphase. Die Mannschaft von Trainerin Montserrat Tomé entwickelte einen beeindruckenden Torrausch und erzielte in nur drei Spielen 14 Treffer – Turnier-Rekord. Besonders bemerkenswert war die Vielseitigkeit im Angriff: Während Esther González mit vier Toren zur Torschützenkönigin avancierte, trugen sich auch Alexia Putellas, Athenea del Castillo und Patri Guijarro in die Torschützenliste ein.
Die taktische Flexibilität der Spanierinnen zeigte sich bereits in der Gruppenphase. Gegen Italien rotierte Tomé sechs Positionen durch und bewies die beeindruckende Tiefe des Kaders. Spielerinnen wie Aitana Bonmati, die erst im letzten Gruppenspiel ihr erstes Startelf-Debüt bei dieser EM gab, unterstreichen die Luxusprobleme der Trainerin. Das gewohnte Tiki-Taka-Spiel wurde mit direkteren Elementen angereichert, wodurch Spanien sowohl durch Ballbesitz als auch über schnelle Umschaltmomente gefährlich wird.
Defensiv präsentierte sich Spanien solide, obwohl die vier Gegentore Verbesserungspotenzial andeuten. Torhüterin Adriana Nanclares rechtfertigte das Vertrauen der Trainerin und zeigte wichtige Paraden, besonders im entscheidenden Spiel gegen Italien. Die Abwehrreihe um Kapitänin Irene Paredes wirkte eingespielt und gefestigt, auch wenn gegen physisch starke Gegner gelegentlich Probleme auftraten.
Schlüsselspielerinnen
| Spielerin | Tore | Assists | Einsätze | Minuten | Verein | Alter |
| Esther González | 4 | 0 | 3 | 180 | Gotham FC | 31 |
| Alexia Putellas | 2 | 1 | 3 | 270 | FC Barcelona | 31 |
| Athenea del Castillo | 1 | 2 | 3 | 225 | Real Madrid | 24 |
| Aitana Bonmati | 0 | 1 | 1 | 90 | FC Barcelona | 27 |
| Patri Guijarro | 1 | 0 | 3 | 200 | FC Barcelona | 27 |
Aktuelle Leistungsbewertung: Schweiz
Die Schweiz erlebte bei ihrer ersten EM-Teilnahme seit 2017 eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die aber mit dem historischen Einzug ins Viertelfinale ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Das Team von Trainerin Pia Sundhage zeigte in der Gruppenphase zwei Gesichter: gegen die favorisierten Teams kämpferisch und leidenschaftlich, aber auch die technischen Grenzen offenbarend. Der 1:2-Auftakt gegen Norwegen war ehrenhaft, der 2:0-Sieg gegen Island notwendig und das dramatische 1:1 gegen Finnland historisch.
Besonders bemerkenswert war die mentale Stärke der Schweizerinnen in den entscheidenden Momenten. Als gegen Finnland ein Rückstand drohte, das EM-Aus bedeutet hätte, zeigte das Team Moral und erkämpfte sich durch Riola Xhemajli in der 90.+2 Minute den rettenden Ausgleich. Diese Mentalität wird gegen Spanien von entscheidender Bedeutung sein, da die Schweiz über 90 Minuten kaum mithalten können wird.
Taktisch setzt Sundhage auf eine kompakte 4-2-3-1-Formation mit Ramona Bachmann als kreativer Schlüsselspielerin. Die Defensive um Kapitänin Lia Wälti und die erfahrene Luana Bühler steht meist sicher, hatte aber gegen technisch versierte Gegner wie Norwegen Probleme. Offensiv ist das Team stark von der Tagesform einzelner Spielerinnen abhängig, wobei Ana-Maria Crnogorcevic und Géraldine Reuteler die Hauptlast tragen.
Schlüsselspielerinnen
| Spielerin | Tore | Assists | Einsätze | Minuten | Verein | Alter |
| Géraldine Reuteler | 1 | 0 | 3 | 270 | Eintracht Frankfurt | 25 |
| Alayah Pilgrim | 1 | 0 | 1 | 45 | BK Häcken | 23 |
| Riola Xhemajli | 1 | 0 | 1 | 15 | FC Zürich Frauen | 26 |
| Lia Wälti | 0 | 1 | 3 | 270 | Arsenal WFC | 31 |
| Ramona Bachmann | 0 | 0 | 3 | 225 | Chelsea FC Women | 34 |
Direktvergleich der Teams
Der historische Direktvergleich zeigt eine ausgeglichene Bilanz, die aber aufgrund der zeitlichen Abstände der meisten Spiele nur bedingt aussagekräftig ist. In acht Begegnungen seit 2010 führt Spanien mit drei Siegen gegen zwei Schweizer Erfolge bei drei Unentschieden knapp. Das Torverhältnis von 10:7 zugunsten Spaniens spiegelt die leichte Überlegenheit wider, wobei die jüngeren Duelle eindeutig für die Spanierinnen sprechen.
Besonders schmerzhaft dürfte für die Schweiz die Erinnerung an das letzte große Aufeinandertreffen bei der WM 2023 sein. Im Achtelfinale in Auckland demontierte Spanien die Schweizerinnen mit 5:1 und ließ dabei keine Zweifel an der Hierarchie aufkommen. Aitana Bonmati, Alexia Putellas und Jenni Hermoso zeigten damals eine Gala-Vorstellung, die als Blaupause für das bevorstehende Viertelfinale dienen könnte.
Der Qualitätsunterschied wird auch durch die unterschiedlichen Vereinszugehörigkeiten der Spielerinnen deutlich. Während Spanien mit Weltklasse-Spielerinnen von Barcelona, Real Madrid und internationalen Topklubs aufwartet, sind viele Schweizer Nationalspielerinnen in kleineren Ligen aktiv. Diese Erfahrung auf höchstem Niveau könnte in den entscheidenden Momenten des Viertelfinals zum Tragen kommen.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 05.08.2023 | Schweiz 1:5 Spanien | WM Achtelfinale |
| 20.02.2020 | Spanien 2:0 Schweiz | Freundschaftsspiel |
| 08.06.2018 | Schweiz 1:1 Spanien | Freundschaftsspiel |
| 27.01.2016 | Schweiz 1:2 Spanien | Freundschaftsspiel |
| 05.03.2014 | Spanien 0:1 Schweiz | Algarve Cup |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| Spanien | S (3:1 vs Italien) – S (6:2 vs Belgien) – S (5:0 vs Portugal) – S (2:1 vs Frankreich, Nations League) – S (3:0 vs Belgien, Test) |
| Schweiz | U (1:1 vs Finnland) – S (2:0 vs Island) – N (1:2 vs Norwegen) – S (2:1 vs Australien, Test) – N (0:1 vs Deutschland, Test) |
Taktische Betrachtung
Das taktische Duell verspricht hochinteressant zu werden, da zwei völlig unterschiedliche Philosophien aufeinandertreffen. Spanien wird versuchen, durch dominanten Ballbesitz und schnelle Kombinationen die Schweizer Defensive zu überlasten. Das bewährte Tiki-Taka-System wurde unter Montserrat Tomé mit direkteren Elementen angereichert, wodurch die Spanierinnen noch unberechenbarer wurden. Die Flügelspieler Athenea del Castillo und Mariona Caldentey werden versuchen, die Schweizer Außenverteidiger in ständige Eins-gegen-Eins-Situationen zu zwingen.
Die Schweiz unter Pia Sundhage wird hingegen auf eine extrem kompakte Defensive setzen und versuchen, durch schnelle Umschaltmomente zu Torchancen zu kommen. Das 4-2-3-1-System bietet defensiv Stabilität, während Ramona Bachmann und Ana-Maria Crnogorcevic als Konterpunkte fungieren sollen. Die Schweizerinnen müssen die Räume eng machen und verhindern, dass Spanien zu seinem gefürchteten Kombinationsspiel findet.
Entscheidend wird die Pressing-Resistenz der Schweiz sein. Spanien ist meisterhaft darin, sich aus engen Situationen herauszuspielen und dabei die Gegner auseinanderzuziehen. Wenn es der Schweiz nicht gelingt, die spanischen Aufbauspieler unter Druck zu setzen, könnte das Spiel schnell zu einer einseitigen Angelegenheit werden. Die Standards werden ein wichtiger Faktor sein, da die Schweiz hier ihre Körperlichkeit ausspielen und für Überraschungen sorgen könnte.
Voraussichtliche Startformationen
Spanien Aufstellung
System: 4-3-3
Tor: Adriana Nanclares
Abwehr: Ona Batlle, Irene Paredes, Laia Codina, Olga Carmona
Mittelfeld: Aitana Bonmati, Alexia Putellas, Patri Guijarro
Angriff: Athenea del Castillo, Esther González, Mariona Caldentey
Schweiz Aufstellung
System: 4-2-3-1
Tor: Gaëlle Thalmann
Abwehr: Eseosa Aigbogun, Luana Bühler, Viola Calligaris, Meriame Terchoun
Mittelfeld: Lia Wälti, Sandy Maendly, Géraldine Reuteler, Ramona Bachmann, Ana-Maria Crnogorcevic
Angriff: Alayah Pilgrim
Unser Spanien - Schweiz Experten Wett Tipp:
Das Viertelfinale zwischen Spanien und der Schweiz ist ein klassisches David-gegen-Goliath-Duell, bei dem trotz der romantischen Heimvorteil-Story die Realität klar für den Weltmeister spricht. Spanien zeigte in der Gruppenphase eine beeindruckende Mischung aus technischer Brillanz und Effizienz, während die Schweiz zwar die Herzen eroberte, aber gegen diese Weltklasse-Mannschaft an ihre Grenzen stoßen wird.
EMPFEHLUNG 1: Sieg Spanien (Quote: 1.25)
Der Qualitätsunterschied ist zu groß, um gegen Spanien zu setzen. Die Weltmeisterinnen haben in der Gruppenphase alle Zweifel beseitigt und gezeigt, dass sie in absoluter Topform sind. Die 14 Tore in drei Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Auch wenn die Quote niedrig ist, ist ein spanischer Sieg die sicherste Wette in diesem Viertelfinale.
EMPFEHLUNG 2: Spanien gewinnt mit -1.5 Handicap (Quote: 1.90)
Spanien wird die Schweiz dominieren und dabei deutlich gewinnen. Das 1:5 bei der WM 2023 im direkten Duell zeigt das wahre Kräfteverhältnis. Die Schweizer Defensive wird den spanischen Offensivwirbel nicht über 90 Minuten stoppen können. Ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied ist sehr wahrscheinlich.
EMPFEHLUNG 3: Über 3,5 Tore (Quote: 2.20)
Spanien wird offensiv dominieren und viele Tore erzielen. Die Schweiz muss früh alles nach vorne werfen, was Räume für spanische Konter öffnet. Bei der WM fielen gegen die Schweiz fünf spanische Tore, ein ähnliches Szenario ist zu erwarten. Die Partie wird torreicher als viele erwarten.
- Sieg Spanien: 1.25
- Spanien -1.5 Handicap: 1.90
- Über 3,5 Tore: 2.20
Fazit
Spanien geht zu Recht als klarer Favorit in dieses Viertelfinale. Die Weltmeisterinnen haben bei dieser EM eindrucksvoll gezeigt, warum sie die beste Mannschaft der Welt sind. Die Schweiz wird alles geben und kann auf die Unterstützung der Heimfans setzen, aber die individuelle Klasse und taktische Überlegenheit Spaniens ist zu groß. Ein emotionaler, aber einseitiger Sieg für La Roja ist zu erwarten.
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