Am 13. Spieltag der Bundesliga treffen am Samstag, den 6. Dezember 2025, zwei Teams aufeinander, die sich in unterschiedlichen Situationen befinden. Der 1. FC Köln empfängt um 15:30 Uhr den FC St. Pauli im RheinEnergieSTADION. Während die Domstädter im gesicherten Mittelfeld stehen, kämpft St. Pauli verzweifelt gegen den Abstieg.
Die Ausgangslage könnte kaum unterschiedlicher sein: Köln hat sich nach dem Aufstieg mit 15 Punkten solide im oberen Mittelfeld etabliert, zeigt allerdings zuletzt Schwankungen. St. Pauli hingegen steckt nach neun Bundesliga-Niederlagen in Folge in einer tiefen Krise und steht mit nur sieben Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Die Historie spricht eindeutig für die Hausherren – die letzten fünf Duelle gewann Köln allesamt.
Formbetrachtung: 1. FC Köln

Das spektakuläre 3:4 gegen Eintracht Frankfurt offenbarte die größte Schwäche der Kölner: die Defensive. Trotz dreier eigener Treffer reichte es nicht zum Punktgewinn. Auch die 1:3-Niederlage im Derby gegen Borussia Mönchengladbach zeigte die Anfälligkeit in der Hintermannschaft. Positiv hervorzuheben ist die Moral der Mannschaft unter Trainer Lukas Kwasniok – das späte 1:1 bei Werder Bremen bewies Kampfgeist und Comeback-Qualitäten.
Offensiv überzeugt der FC mit mehreren gefährlichen Akteuren. Said El Mala hat sich als Unterschiedsspieler etabliert und bringt mit seinen Dribblings (1,7 pro Spiel) Unruhe in gegnerische Defensivreihen. Der 4:1-Heimsieg gegen den HSV zeigte, zu welchen Leistungen die Kölner vor heimischer Kulisse fähig sind.
Problematisch ist die aktuelle Verletzungssituation: Mit Dominique Heintz, Joel Schmied und Ragnar Ache fallen wichtige Säulen aus. Besonders in der Innenverteidigung herrscht akuter Personalmangel, vier Abwehrspieler sind gleichzeitig ausgefallen. Kwasniok muss jede Woche umbauen und findet keine Konstanz in seiner Aufstellung.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position | Alter |
| Jakub Kamiński | 5 | – | 12 | Offensives Mittelfeld | 22 |
| Said El Mala | 5 | 2 | 12 | Linksaußen | 19 |
| Luca Waldschmidt | 3 | – | 10 | Sturm | 28 |
| Marius Bülter | 3 | 3 | 11 | Rechtsaußen | 31 |
| Eric Martel | – | 2 | 12 | Defensives Mittelfeld | 28 |
Aktuelle Leistungsbewertung: FC St. Pauli

Die Negativserie ist beeindruckend im negativen Sinne: Neun Bundesliga-Niederlagen in Folge haben das Selbstvertrauen der Mannschaft erschüttert. Die letzte Bundesliga-Partie gegen Bayern München (1:3) zeigte zwar eine kämpferische Leistung, doch auch hier fehlte das nötige Quäntchen Glück. Vorher gab es ein 0:1 gegen Union Berlin, ein 1:2 in Freiburg und ein desaströses 0:4 gegen Gladbach.
Offensiv bleibt St. Pauli weitgehend harmlos, was auch am Abgang von Top-Torschütze Morgan Guilavogui aus der vergangenen Saison liegt. Andreas Hountondji ist der einzige nennenswerte Torjäger, musste jedoch zuletzt verletzt ausgewechselt werden. Die Defensive, einst das Prunkstück des Teams, lässt deutlich mehr Gegentore zu als noch in der 2. Bundesliga.
Besonders auswärts ist die Bilanz katastrophal: Nur ein Sieg (das Derby beim HSV) steht zu Buche, dazu fünf Auswärtsniederlagen. Die Spielweise von Trainer Blessin ist klar erkennbar – kompakt stehen, auf Konter lauern – doch die Umsetzung scheitert regelmäßig an der mangelnden Qualität in den entscheidenden Momenten.
Ein Lichtblick war der 2:1-Pokalsieg in Gladbach, der zumindest mental etwas Druck vom Kessel nehmen könnte. Doch in der Liga muss dringend etwas passieren, um nicht weiter in den Abstiegskampf zu geraten.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Position | Alter |
| Andreas Hountondji | 3 | – | 11 | Sturm | 30 |
| Jackson Irvine | 1 | 1 | 12 | Mittelfeld | 31 |
| Nikola Vasilj | – | – | 12 | Torwart | 28 |
| Eric Smith | – | 1 | 11 | Innenverteidiger | 27 |
| Karol Mets | – | – | 12 | Innenverteidiger | 26 |
Direktvergleich der Teams
Die Bilanz im direkten Duell spricht eine deutliche Sprache zugunsten des 1. FC Köln. In 31 Aufeinandertreffen konnte Köln 21 Siege einfahren, während St. Pauli nur vier Mal als Sieger vom Platz ging. Sechs Partien endeten unentschieden. Auch die Torbilanz von 65:32 aus Sicht der Domstädter unterstreicht die klare Überlegenheit.
Besonders beeindruckend ist die jüngste Serie: Die letzten fünf Direktduelle gewann Köln allesamt, oft mit deutlichen Ergebnissen. Diese Dominanz zieht sich durch verschiedene Wettbewerbe und zeigt, dass St. Pauli bislang kein Rezept gegen die Geißböcke gefunden hat.
Das letzte Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga 2019 endete mit einem überzeugenden 4:1-Heimsieg für Köln. Damals wie heute zeigte sich, dass St. Pauli im RheinEnergieSTADION große Probleme hat. Die Hamburger konnten ihre letzten beiden Gastspiele in Köln nicht gewinnen und kassierten dabei sieben Gegentore.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 08.02.2019 | 1. FC Köln – FC St. Pauli 4:1 | 2. Bundesliga |
| 02.09.2018 | FC St. Pauli – 1. FC Köln 3:5 | 2. Bundesliga |
| 04.05.2014 | 1. FC Köln – FC St. Pauli 4:0 | 2. Bundesliga |
| 29.11.2013 | FC St. Pauli – 1. FC Köln 0:3 | 2. Bundesliga |
| 18.02.2013 | FC St. Pauli – 1. FC Köln 0:1 | 2. Bundesliga |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| 1. FC Köln | U (Bremen 1:1) – N (Frankfurt 3:4) – N (Gladbach 1:3) – S (HSV 4:1) – N (Dortmund 0:1) |
| FC St. Pauli | N (Bayern 1:3) – N (Union 0:1) – N (Freiburg 1:2) – N (Gladbach 0:4) – N (Frankfurt 0:2) |
Taktische Betrachtung
Trainer Lukas Kwasniok lässt den 1. FC Köln in einem flexiblen 4-2-3-1-System spielen, das sich situativ in eine Dreierkette verwandeln kann. Die Kölner versuchen, über die Außenbahnen Gefahr zu kreieren, wobei Kamiński und El Mala mit ihrer Dynamik und Technik Akzente setzen sollen. Im Zentrum sorgt Eric Martel als Sechser für Stabilität, auch wenn die defensive Organisation zuletzt Schwächen zeigte.
Die aktuelle Verletzungsmisere zwingt Kwasniok zu kreativen Lösungen in der Defensive. Mit vier ausgefallenen Innenverteidigern muss er improvisieren, was sich in den jüngsten Gegentreffer-Zahlen widerspiegelt. Positiv ist die Variabilität im Angriff: Köln kann schnell umschalten und hat mit Waldschmidt und Bülter erfahrene Bundesliga-Spieler in den Reihen.
Alexander Blessin setzt beim FC St. Pauli auf ein kompaktes 3-5-2-System, das defensiv ausgerichtet ist. Die Idee: Tief stehen, wenig Räume zulassen und auf schnelle Konter über die Außenbahnen hoffen. In der Praxis scheitert diese Strategie jedoch an der mangelnden Offensivqualität. Hountondji ist als einziger echter Torjäger zu isoliert, die Mittelfeldspieler schaffen es nicht, ihn ausreichend in Szene zu setzen.
Die größte taktische Schwäche St. Paulis liegt im Umschaltspiel. Nach Ballverlusten ist die Mannschaft oft nicht schnell genug zurück in der Defensive geordnet, was erfahrene Bundesliga-Teams gnadenlos bestrafen. Gegen Köln, das über schnelle Flügelspieler verfügt, könnte dies zum entscheidenden Faktor werden.
Ein Schlüsselduell wird das Mittelfeld sein: Können Irvine und Co. die Kölner Kreativspieler neutralisieren? Falls nicht, droht St. Pauli ein langer Nachmittag im RheinEnergieSTADION.
Voraussichtliche Startformationen
1. FC Köln – 4-2-3-1
Tor: Schwäbe
Abwehr: Sebulonsen, Hübers, Van den Berg, Lund
Mittelfeld: Martel, Jóhannesson
Angriff: Bülter, Kamiński, El Mala
Sturm: Waldschmidt
FC St. Pauli – 3-5-2
Tor: Vasilj
Abwehr: Wahl, Smith, Mets
Mittelfeld: Saliakas, Irvine, Sands, Fujita, Ritzka
Sturm: Hountondji, Lage
Unser 1. FC Köln - FC St. Pauli Experten Wett Tipp:
Vor dem Hintergrund der aktuellen Formkurven und der klaren historischen Dominanz Kölns bietet sich für dieses Bundesliga-Duell eine differenzierte Wettempfehlung an. St. Pauli steckt mit neun Pflichtspiel-Niederlagen in Folge in der Liga in einer tiefen Krise, während Köln trotz personeller Probleme heimstark bleibt.
Empfehlung 1: 1. FC Köln gewinnt zur Halbzeit/Endstand (Quote: ca. 2,80)
Köln hat in allen fünf direkten Duellen der letzten Jahre gewonnen und dabei regelmäßig früh getroffen. St. Pauli kassierten in neun von zwölf Spielen mindestens zwei Gegentore. Die Hausherren werden von Beginn an Druck machen und ihre Heimstärke ausspielen. Diese Halbzeit/Endstand-Wette bietet attraktiven Wert, da Köln traditionell gut aus den Startlöchern kommt und St. Pauli auswärts extrem schwach ist (nur ein Auswärtssieg).
Empfehlung 2: Under 3,5 Tore (Quote: ca. 1,55)
Trotz Kölns offensiver Qualität spricht vieles für ein kontrolliertes Spiel ohne Torfestival. St. Pauli wird mit seiner kompakten 5-3-2-Formation defensiv agieren und versuchen, das Spiel zu verengen. Die Hamburger haben in sechs der letzten sieben Auswärtsspiele maximal ein Tor erzielt. Köln wiederum muss defensiv aufgrund der Verletzungen vorsichtig agieren. Ein 2:0 oder 2:1 für die Gastgeber ist das wahrscheinlichste Szenario.
Empfehlung 3: Said El Mala trifft oder legt auf (Quote: ca. 2,90)
Der 19-jährige Dribbelkünstler ist Kölns Unterschiedsspieler und mit fünf Toren und zwei Assists direkt an sieben Treffern beteiligt. Gegen St. Paulis anfällige Defensive, die zuletzt gegen Gladbach vier Gegentore kassierte, bieten sich für El Mala mit seiner Geschwindigkeit und Technik ideale Bedingungen. Diese Spielerwette bietet attraktiven Wert für einen Spieler in Topform.
- 1. FC Köln gewinnt zur Halbzeit/Endstand: ca. 2,80
- Under 3,5 Tore: ca. 1,55
- Said El Mala Tor oder Assist: ca. 2,90
Schlusswort zum Wett-Tipp
Die Ausgangslage ist eindeutig: Köln als solider Bundesliga-Aufsteiger trifft auf ein krisengeplagtes St. Pauli-Team, das dringend punkten muss. Die klare H2H-Bilanz, die Heimstärke Kölns und die katastrophale Auswärtsbilanz St. Paulis sprechen eine deutliche Sprache. Während ein reiner Heimsieg nur eine Quote von 1,95 bietet, ermöglichen die vorgeschlagenen Wettoptionen attraktivere Quoten bei fundierter Analyse. Wichtig bleibt: Köln muss die Verletzungssorgen kompensieren können und St. Pauli könnte aus der Außenseiterrolle befreit aufspielen. Dennoch überwiegen die Argumente für einen verdienten Kölner Heimsieg deutlich.
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