Am 21. Spieltag der Bundesliga empfängt das Tabellenschlusslicht FC St. Pauli den formstarken VfB Stuttgart im Millerntor-Stadion. Die Stuttgarter reisen mit breiter Brust nach Hamburg – vier Siege aus den letzten fünf Ligaspielen sprechen eine deutliche Sprache. Unsere Einschätzung: Die Schwaben setzen sich auch am Millerntor durch, allerdings erwarten wir keinen Tore-Rausch.
Die Ausgangslage könnte kaum gegensätzlicher sein. Während der VfB Stuttgart mit 39 Punkten auf Champions-League-Kurs liegt und eine der beeindruckendsten Serien der laufenden Saison hinlegt, steckt der FC St. Pauli mit mageren 14 Zählern tief im Abstiegskampf. Die Kiezkicker haben aus ihren letzten fünf Bundesligaspielen keinen einzigen Sieg geholt und nur zwei Punkte mitgenommen. Dazu kommt die Belastung durch das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen am Dienstagabend – lediglich vier Tage vor dem Anpfiff am Millerntor. Auch Stuttgart muss im Pokal ran, was die Kräfteverhältnisse beider Teams zusätzlich beeinflussen dürfte. Bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt und bedecktem Himmel in Hamburg erwarten wir ein taktisch geprägtes Spiel, in dem die individuelle Klasse der Schwaben letztlich den Unterschied ausmacht.

Formbetrachtung: FC St. Pauli
Die aktuelle Situation beim FC St. Pauli ist alarmierend. Seit Ende Dezember wartet das Team von Trainer Alexander Blessin auf einen Bundesligasieg – die letzte Dreierpunkte-Ausbeute gelang am 13. Dezember mit einem 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim. Seitdem ging es nur noch bergab: Auf drei Niederlagen folgten zwei Unentschieden, dann erneut drei Niederlagen in Serie. Die jüngste Pleite beim FC Augsburg (1:2) war symptomatisch für die Pauli-Probleme – trotz einer Führung durch Sinani vom Elfmeterpunkt kassierten die Kiezkicker zwei Gegentreffer und standen am Ende wieder mit leeren Händen da.
Mit nur 18 erzielten Toren in 20 Spielen hat St. Pauli den mit Abstand schwächsten Angriff der Liga. Im Schnitt trifft das Team nicht einmal einmal pro Partie – ein Wert, der in der Bundesliga schlichtweg nicht zum Klassenerhalt reicht. Die Defensive steht mit 34 Gegentreffern ebenfalls auf wackeligen Beinen, wenngleich das Team in einzelnen Spielen durchaus kompakt auftreten kann, wie das 0:0 gegen den HSV oder das 1:1 gegen RB Leipzig zeigen. Immerhin: Die Winterneuzugänge Martijn Kaars (Sturm, vom 1. FC Magdeburg), Mathias Rasmussen (Mittelfeld, von Union Saint-Gilloise) und Taichi Hara (Sturm) sollen für frischen Wind sorgen. Gerade Kaars bringt die dringend benötigte Torgefahr mit – in der 2. Bundesliga war er vergangene Saison mit 19 Treffern einer der gefährlichsten Stürmer.
Personell muss Blessin weiterhin auf Kapitän Jackson Irvine verzichten, der mit einem Ermüdungsbruch im Fuß auf unbestimmte Zeit ausfällt. Auch Hauke Wahl (Innenbandprobleme) und Adam Dźwigała (Krankheit) fehlten zuletzt. Die Belastung durch die englische Woche mit dem Pokalspiel in Leverkusen kommt zur Unzeit.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Position |
| Andreas Hountondji | 4 | 0 | Sturm |
| Danel Sinani | 3 | 2 | Off. Mittelfeld |
| Martijn Kaars | 3 | 0 | Sturm |
| Eric Smith | 2 | 2 | Innenverteidigung |
| Ricky-Jade Jones | 2 | 0 | Sturm |
Aktuelle Leistungsbewertung: VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart befindet sich in einer bemerkenswerten Verfassung. Nach einem durchwachsenen Herbst hat die Mannschaft von Sebastian Hoeneß seit dem Jahreswechsel den Turbo gezündet. Vier Siege und ein Remis aus den letzten fünf Bundesligaspielen – darunter ein spektakuläres 4:1 bei Bayer Leverkusen, ein 3:2 gegen Eintracht Frankfurt und ein souveränes 3:0 bei Borussia Mönchengladbach – haben den VfB auf Rang vier katapultiert. Das jüngste 1:0 gegen den SC Freiburg unterstrich zudem die gewachsene Defensivstabilität.
Herzstück des Stuttgarter Aufschwungs ist Topstürmer Deniz Undav. Mit elf Toren und drei Vorlagen ist der Nationalspieler der zweitbeste Torschütze der Liga hinter Harry Kane. Aber auch das restliche Offensivensemble ist herausragend besetzt: Ermedin Demirović (5 Tore, 1 Vorlage), Jamie Leweling (4 Tore, 5 Vorlagen) und Bilal El Khannous (3 Tore, 3 Vorlagen) sorgen für Variabilität und Durchschlagskraft. Auch die Torproduktion von Mittelfeldspieler Chris Führich (3 Tore, 3 Vorlagen) und Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt (3 Tore, 3 Vorlagen) unterstreicht, dass Stuttgart aus nahezu jeder Position torgefährlich ist.
Auf der Verletzungsseite muss Hoeneß zwar auf Dan-Axel Zagadou (Langzeitverletzter) und Luca Jaquez (Oberschenkel) verzichten, doch die Kaderdichte ist hoch genug, um diese Ausfälle zu kompensieren. In der Innenverteidigung bilden Jeff Chabot und Ramon Hendriks ein eingespieltes Duo, Alexander Nübel hält im Tor gewohnt sicher. Die Dreifachbelastung aus Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal erfordert allerdings eine kluge Kräfteverteilung.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Position |
| Deniz Undav | 11 | 3 | Sturm |
| Ermedin Demirović | 5 | 1 | Sturm |
| Jamie Leweling | 4 | 5 | Flügel |
| Bilal El Khannous | 3 | 3 | Off. Mittelfeld |
| Chris Führich | 3 | 3 | Off. Mittelfeld |
Direktvergleich der Teams
Der Direktvergleich spricht klar für den VfB Stuttgart. In den letzten fünf Aufeinandertreffen haben die Schwaben dreimal gewonnen, einmal remisiert und nur einmal verloren. Besonders das Hinspiel dieser Saison (2:0 für Stuttgart am 4. Spieltag) dürfte den Kiezkickern noch in den Knochen stecken – Demirović erzielte damals ein sehenswertes Tor, St. Pauli blieb offensiv weitgehend harmlos. Auch in der Vorsaison setzte sich Stuttgart im direkten Duell durch (1:0-Auswärtssieg am Millerntor). Lediglich am 15. Spieltag der Saison 2024/25 konnte St. Pauli in Stuttgart überraschend mit 1:0 gewinnen.
Auffällig: Die Direktduelle der vergangenen Jahre waren überwiegend torarme Angelegenheiten. In den letzten fünf Begegnungen fielen im Schnitt nur 1,8 Tore pro Spiel. Das deutet auf ein taktisch geprägtes Aufeinandertreffen hin, bei dem St. Pauli versucht, die Partie so lange wie möglich eng zu halten.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 19.09.2025 | VfB Stuttgart 2:0 FC St. Pauli | Bundesliga |
| 03.05.2025 | FC St. Pauli 0:1 VfB Stuttgart | Bundesliga |
| 21.12.2024 | VfB Stuttgart 0:1 FC St. Pauli | Bundesliga |
| 01.02.2024 | FC St. Pauli 1:1 VfB Stuttgart | Bundesliga |
| 17.08.2019 | VfB Stuttgart 2:1 FC St. Pauli | Bundesliga |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| FC St. Pauli | N (1:2 Augsburg) – U (1:1 Leipzig) – U (0:0 HSV) – N (2:3 Dortmund) – N (1:2 Wolfsburg) |
| VfB Stuttgart | S (1:0 Freiburg) – S (0:3 bei Gladbach) – U (1:1 Union) – S (3:2 Frankfurt) – S (4:1 bei Leverkusen) |
Taktische Betrachtung
Alexander Blessin setzt beim FC St. Pauli auf ein defensiv ausgerichtetes System, das auf Kompaktheit und schnelles Umschaltspiel baut. In der Regel formiert sich das Team in einem 4-2-3-1 oder 4-4-2, wobei die tief stehenden Mittelfeldreihen den gegnerischen Spielaufbau stören sollen. Das Problem: Ohne Jackson Irvine als Taktgeber im Mittelfeld fehlt dem Spiel der Kiezkicker die Struktur und Tiefe. Eric Smith wurde zuletzt von der Innenverteidigung auf die Sechs vorgezogen, was die Stabilität in der Abwehrkette beeinträchtigt. Mit den Neuzugängen Rasmussen und Kaars stehen Blessin zumindest personell mehr Optionen zur Verfügung.
Sebastian Hoeneß lässt den VfB in einem variablen 4-3-3 oder 3-4-2-1 agieren, das hohes Pressing mit schnellem Ballbesitzspiel kombiniert. Die Stuttgarter sind mit durchschnittlich 37 erzielten Toren in 20 Spielen die viertbeste Offensive der Liga und verfügen über enorme Flexibilität in der Besetzung der Angriffsreihe. Gegen das tiefe Bollwerk von St. Pauli wird es darum gehen, durch Geduld und Präzision die Lücken zu finden. Die Außenbahnen über Leweling und Führich könnten dabei der Schlüssel sein, da St. Paulis Flügelverteidiger bei schnellen Positionswechseln Probleme bekommen.
Wetterfaktor
Für den Spieltag am 7. Februar sind in Hamburg winterliche Bedingungen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt bis maximal 3°C prognostiziert. Der Himmel bleibt voraussichtlich bedeckt, vereinzelte Niederschläge in Form von Schneeregen sind nicht ausgeschlossen. Der Wind weht mäßig aus östlicher Richtung mit Böen um 20 km/h. Diese Bedingungen begünstigen tendenziell einen kampfbetonten Spielstil und erschweren technisch anspruchsvolles Kombinationsspiel – ein Aspekt, der St. Pauli theoretisch in die Karten spielen könnte, aber angesichts des Qualitätsunterschieds kaum entscheidend sein dürfte.
Voraussichtliche Startformationen
FC St. Pauli (4-2-3-1)
Vasilj – Saliakas, Mets, Smith, Pyrka – Sands, Rasmussen – Sinani, Pereira Lage, Oppie – Hountondji
VfB Stuttgart (4-3-3)
Nübel – Vagnoman, Chabot, Hendriks, Mittelstädt – Stiller, Karazor, El Khannous – Leweling, Undav, Führich
Quotenanalyse und Markteinschätzung
Die Wettmärkte sehen den VfB Stuttgart als klaren Favoriten. Die Quoten für einen Auswärtssieg der Schwaben bewegen sich bei rund 1,80 bis 1,85 – ein Wert, der die Dominanz der Stuttgarter in dieser Saison widerspiegelt. Ein Heimsieg der Kiezkicker wird mit Quoten um 4,20 bis 4,50 gehandelt, das Unentschieden liegt bei etwa 3,50 bis 3,70. Angesichts der dramatischen Formdifferenz (13 Punkte aus 5 Spielen für Stuttgart vs. 2 Punkte für St. Pauli) erscheint die Favoritenrolle der Schwaben absolut gerechtfertigt.
Interessant sind die Nebenmärkte: Unter 2,5 Tore wird bei rund 1,90 notiert – ein Wert, den wir als attraktiv erachten. St. Paulis Angriff ist mit Abstand der harmloseste der Liga (0,9 Tore pro Spiel), und auch die Direktduelle waren historisch torarm. Die Quote für einen Stuttgarter Zu-Null-Sieg liegt bei etwa 2,70 – ebenfalls ein realistisches Szenario, wenn man bedenkt, dass St. Pauli in den letzten fünf Ligaspielen insgesamt nur vier Tore erzielt hat.
Unser FC St. Pauli - VfB Stuttgart Experten Wett Tipp:
Der VfB Stuttgart reist als klarer Favorit zum Millerntor. Die Formkurve, die individuelle Klasse und der Direktvergleich sprechen eindeutig für die Schwaben. Wir erwarten ein taktisch diszipliniertes Spiel, das Stuttgart kontrolliert für sich entscheiden wird – allerdings ohne Tore-Festival. Die englische Woche und das winterliche Wetter bremsen den Spielfluss zusätzlich.
VfB Stuttgart gewinnt zu Null – Die defensive Misere nutzen
St. Pauli hat den schwächsten Angriff der Bundesliga mit nur 18 Toren in 20 Spielen. In den letzten fünf Ligaspielen gelangen den Kiezkickern gerade einmal vier Treffer. Stuttgart hat auswärts bei Gladbach (3:0) und Leverkusen (4:1) bereits zu Null gewonnen und verfügt über eine stabile Defensive. Wir sehen großes Potenzial in einem Zu-Null-Sieg der Schwaben.
Unter 2,5 Tore – Torarmes Duell bei Eiseskälte
Die Direktduelle zwischen beiden Teams sind traditionell torarm (Schnitt 1,8 Tore in den letzten 5 H2H). St. Paulis defensive Grundausrichtung, die Belastung durch das Pokalspiel unter der Woche und die winterlichen Bedingungen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt sprechen für eine enge Partie mit wenigen Treffern.
Sieg VfB Stuttgart – Der sichere Griff nach drei Punkten
Mit 13 Punkten aus den letzten fünf Ligaspielen ist Stuttgart das formstärkste Team der Liga neben Hoffenheim. Der Qualitätsunterschied zu St. Pauli (Platz 4 vs. Platz 17) ist enorm. In den letzten drei Direktduellen gab es zwei Stuttgarter Siege und ein Remis. Der VfB hat die individuelle Klasse, um auch am Millerntor die drei Punkte einzufahren.
- VfB Stuttgart gewinnt zu Null: 2,70
- Unter 2,5 Tore: 1,90
- Sieg VfB Stuttgart: 1,82
Unser Gesamtfazit
Die Datenlage ist eindeutig: Stuttgart dominiert diese Paarung in nahezu allen statistischen Kategorien. Die Formkurve, die Torproduktion, der Direktvergleich und die individuelle Qualität sprechen klar für den VfB. Unser Haupttipp geht auf einen Stuttgarter Zu-Null-Sieg – die Quote von 2,70 bietet angesichts von St. Paulis Offensivproblemen einen hervorragenden Value. Ein 1:0 oder 2:0 für die Gäste halten wir für das wahrscheinlichste Ergebnis.
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Sicherheitshinweis
Glücksspiel kann süchtig machen. Die in diesem Artikel genannten Tipps und Prognosen stellen keine Gewinngarantie dar und dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Wir empfehlen allen Lesern, verantwortungsvoll mit Sportwetten umzugehen.
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- Wetten Sie niemals, um Verluste auszugleichen
Hilfe bei Spielsucht:
Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Probleme mit Glücksspiel haben, kontaktieren Sie bitte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
- Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos & anonym)
- Online: www.check-dein-spiel.de
- Online: www.spielen-mit-verantwortung.de
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