Das Olympiastadion wird zur Bühne für ein richtungsweisendes Duell im Kampf um wichtige Punkte in der 2. Bundesliga. Während Hertha BSC mit neuem Schwung die Trendwende schaffen will, kämpft Dynamo Dresden verzweifelt gegen den Abstieg.
Am 11. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt Hertha BSC im heimischen Olympiastadion die kriselnde SG Dynamo Dresden. Die Alte Dame rangiert mit 14 Punkten aus 10 Spielen auf dem achten Tabellenplatz, während die Gäste aus Dresden mit nur sieben Zählern auf dem besorgniserregenden 16. Rang stehen. Für beide Mannschaften geht es um wichtige Punkte – Hertha möchte den Anschluss nach oben wahren, Dresden hingegen dringend die rote Zone verlassen.
Formbetrachtung: Hertha BSC

Besonders erfreulich verlief das letzte Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf, das die Berliner mit 1:0 für sich entscheiden konnten. Diese knappe Führung verteidigten sie über die Zeit und zeigten dabei eine solide Defensivleistung. In der Offensive fehlt es allerdings noch an Durchschlagskraft – mit nur zwölf erzielten Treffern in zehn Spielen stellt Hertha einen der schwächeren Angriffe der Liga.
Die Heimstärke im Olympiastadion lässt noch zu wünschen übrig: Aus fünf Heimspielen sprangen lediglich zwei Siege heraus, bei einem Unentschieden und zwei Niederlagen. Mit durchschnittlich 48.741 Zuschauern ist das imposante Stadion jedoch stets gut gefüllt und könnte heute zum entscheidenden Faktor werden.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Minuten | Position | Alter |
| Sebastian Grönning | 3 | 1 | 10 | 856 | Sturm | 26 |
| Fabian Reese | 2 | 3 | 5 | 450 | Flügel | 26 |
| Jon Thorsteinsson | 2 | 1 | 9 | 678 | Mittelfeld | 26 |
| Maurice Krattenmacher | 1 | 1 | 8 | 567 | Flügel | 19 |
Aktuelle Leistungsbewertung: Dynamo Dresden

In den letzten fünf Begegnungen konnte Dresden lediglich drei Unentschieden bei zwei Niederlagen erzielen – ein Sieg gelang in diesem Zeitraum nicht. Besonders die Offensive bereitet Sorgen: Mit nur acht erzielten Toren stellt Dresden einen der harmlosesten Angriffe der Liga. Auch defensiv läuft es nicht rund – 15 Gegentreffer bedeuten die viertschlechteste Defensive der 2. Bundesliga.
Die Auswärtsbilanz ist ebenfalls düster: In fünf Gastspielen gelang nur ein Sieg, dem zwei Unentschieden und zwei Niederlagen gegenüberstehen. Immerhin konnte man zuletzt bei Preußen Münster ein 2:2-Unentschieden erkämpfen, was zumindest etwas Mut machen könnte.
Schlüsselspieler
| Spieler | Tore | Assists | Einsätze | Minuten | Position | Alter |
| Christoph Daferner | 4 | 0 | 10 | 789 | Sturm | 26 |
| Stefan Kutschke | 2 | 1 | 9 | 567 | Sturm | 36 |
| Jonas Oehmichen | 1 | 2 | 10 | 900 | Mittelfeld | 24 |
| Niklas Hauptmann | 0 | 2 | 8 | 643 | Mittelfeld | 28 |
Direktvergleich der Teams
Die Historie zwischen beiden Teams ist überschaubar, aber durchaus ausgeglichen. Seit 2012 trafen beide Mannschaften dreimal aufeinander, wobei jedes Team einen Sieg für sich verbuchen konnte, dazu kommt ein Unentschieden. Das letzte Aufeinandertreffen liegt bereits über sechs Jahre zurück: Im DFB-Pokal 2019/20 setzte sich Hertha BSC im Olympiastadion dramatisch mit 5:4 im Elfmeterschießen durch, nachdem es nach 120 Minuten 3:3 gestanden hatte.
Die Gesamtbilanz in Pflichtspielen ist mit je einem Sieg und einem Unentschieden völlig ausgeglichen. Interessant: In allen bisherigen Duellen fielen mindestens vier Tore, was auf ein torreiches Spiel hoffen lässt. Allerdings sprechen die aktuellen Formkurven beider Teams eher für eine defensive Ausrichtung.
| Datum | Ergebnis | Wettbewerb |
| 30.10.2019 | Hertha BSC 3:3 n.E. (5:4) Dynamo Dresden | DFB-Pokal |
| 09.03.2014 | Dynamo Dresden 1:2 Hertha BSC | 2. Bundesliga |
| 20.10.2013 | Hertha BSC 1:1 Dynamo Dresden | 2. Bundesliga |
Letzte 5 Begegnungen beider Teams
| Mannschaft | Ergebnisse der letzten 5 Spiele |
| Hertha BSC | S-N-N-S-S (1:0 vs. Düsseldorf, 3:2 n. Bochum, 2:1 vs. Münster, 0:0 vs. KSC, 0:0 n. Darmstadt) |
| Dynamo Dresden | U-U-N-U-N (0:1 vs. Paderborn, 2:2 n. Münster, 1:1 vs. KSC, 1:3 n. Köln, 0:0 vs. Fürth) |
Taktische Betrachtung
Stefan Leitl hat Hertha BSC defensiv stabilisiert. Die Berliner agieren meist in einem 4-2-3-1-System mit zwei defensiven Mittelfeldspielern, die den Abwehrverbund absichern. In der Offensive setzt man auf schnelles Umschaltspiel und die individuellen Qualitäten von Fabian Reese und Maurice Krattenmacher auf den Flügeln. Sebastian Grönning agiert als einzige Spitze und sucht häufig die Tiefe.
Dresden hingegen versucht unter Trainer Thomas Stamm meist mit einem 4-4-2-System kompakt zu stehen und über Konter zum Erfolg zu kommen. Die Doppelspitze mit Christoph Daferner und Stefan Kutschke soll für Präsenz im Strafraum sorgen. Allerdings fehlt es dem Team an Kreativität im Mittelfeld, was die magere Torausbeute erklärt.
Der Schlüssel zum Spiel könnte im Mittelfeld liegen: Gelingt es Hertha, mit Diego Demme und Michal Karbownik das Zentrum zu kontrollieren, dürfte Dresden Probleme bekommen, sein Spiel aufzuziehen. Andererseits könnte Dresden mit aggressivem Pressing und frühem Stören versuchen, Herthas Spielaufbau zu unterbinden.
Voraussichtliche Startformationen
Hertha BSC Aufstellung (4-2-3-1)
Tor: Tjark Ernst
Abwehr: Deyovaisio Zeefuik – Toni Leistner – Luca Gechter – Michał Karbownik
Defensives Mittelfeld: Diego Demme – Michaël Cuisance
Offensives Mittelfeld: Fabian Reese – Jon Thorsteinsson – Maurice Krattenmacher
Sturm: Sebastian Grönning
Dynamo Dresden Aufstellung (4-4-2)
Tor: Tim Schreiber
Abwehr: Claudio Kammerknecht – Lars Bünning – Lukas Boeder – Philip Heise
Mittelfeld: Niklas Hauptmann – Jonas Oehmichen – Luca Herrmann – Paul Will
Sturm: Christoph Daferner – Stefan Kutschke
Unser Hertha BSC - Dynamo Dresden Experten Wett Tipp:
Das Duell zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden verspricht ein kampfbetontes Spiel mit wenigen Torchancen. Die Formkurve spricht klar für die Gastgeber, die mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen deutlich besser dastehen als die sieglosen Dresdner.
Hertha BSC gewinnt mit weniger als 3,5 Toren im Spiel
Die Alte Dame hat sich unter Stefan Leitl defensiv stabilisiert und wird gegen den Abstiegskandidaten nichts anbrennen lassen. Dresden fehlt die offensive Durchschlagskraft, um Herthas Defensive ernsthaft in Gefahr zu bringen. Ein knapper Heimsieg mit wenigen Toren erscheint am wahrscheinlichsten.
Unter 2,5 Tore im Spiel
Beide Teams sind offensiv nicht gerade Kraftpakete. Hertha erzielte nur 12 Tore in 10 Spielen, Dresden sogar nur 8. Zudem werden beide Mannschaften defensiv agieren, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Ein torarmes Spiel ist zu erwarten.
Beide Teams treffen: Nein
Dresden hat in den letzten Spielen große Probleme, überhaupt Tore zu erzielen. Hertha konnte zuletzt zweimal zu Null spielen und wird auch heute versuchen, defensiv kompakt zu stehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass nur ein Team trifft, ist sehr hoch.
- Sieg Hertha BSC: 1.75
- Unter 2,5 Tore: 1.65
- Beide Teams treffen – Nein: 1.80
Fazit
Hertha BSC ist klarer Favorit und wird diese Rolle auch gerecht werden. Die bessere Qualität, Heimvorteil und die desolate Form der Gäste sprechen für einen Heimsieg. Allerdings wird es kein Spektakel werden – ein 1:0 oder 2:0 für die Alte Dame erscheint als wahrscheinlichstes Ergebnis.
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